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  1. #1
    Händler Avatar von Constantine
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    Standard War of the Dragon - Die Reise beginnt

    Königlicher Palast, Thronsaal

    Der pechschwarze Mond warf sein dunkles Schattenbild durch das verzierte Glasfenster. Langsam wanderte es über den marmorierten Fußboden, blieb dann schließlich bei dem aus edlen Elfenholz gefertigtem Rednerpult haften. Hoch erhobenen Hauptes schritt Prinzessin Kaja über den roten Teppichboden, dass aus Edelsteinen besetzte Kleid ließ bei den anwsenden Adleigen Frauen den blanken Neid hervorkeimen. Leises Getuschel hallte in dem Saal, als Prinzessin Kaja endlich die letzte Stufen erklamm und beinahe über ihre eigenen Füße stolpert. In letzter Sekunde griff die Hand des Königs Konrad nach seiner Tochter. Mit einem sanften Lächeln, dass sagt, das alles gut werden würde, drückte der Vater seine Tochter an sich. Stolzen Blickes überreichte er der Prinzessin dann endlich das in Gold verzierte Zepter. Alle Blicke richteten sich nun auf Kaja, die hinter dem Redner Pult stand, während König Konrad neben dem Königsthron Platz nahm und seine Augen durch die Reihen der Anwesenden schweifen ließ. Das Getuschel erstarb sofort. Prinzessin Kaja begann nun mit einer ihrer berüchtigen Reden, die im gesamten Land übertragen wurde.

    Vor dem Königspalast, Rosengarten

    Wachsam ruhten die Augen der Walküre durch den mit schneeweißen, bepflanzten Rosen die, die Prinzessin in mühevoller Handarbeit zusammen mit ihren Helfern die letzten drei Jahre angepflanzt hatte. Den Griff stets an ihrem Schwertknauf halten, blieb die Hochinquisitorin unter einem Eichenbaum stehen der noch noch dieses Jahr Früchte tragen würde. Die Walküre pflückte einen Apfel, sah sich die goldglänzende Frucht an und biss hinein, als etwas anderes ihre Aufmerksamkeit erregte, ließ sie das Fruchtstück sofort fallen. Schnellen aber ruhigen Schrittes trugen sie ihre Füße zu den am Boden liegenden Gegenstand. Hochinquisitorin Faldahon beugte ihren Oberkörper leicht herunter, um den Gegenstand aufzuheben. Ein metallener Helm der königlichen Garde. Faldahon drehte den Helm um und ihre Augen ruhten auf den rubinroten Fleck, bis die Walküre ihr Haupt erhob und dutzende Leichen erblickte, die wie ein Turm aufeinander gestapelt in den Himmel ragten. Das Blut der Palastwachen tropfte von den schneeweißen Rosen in die Erde hinein, als Faldahon eine Gestalt, die wie ein König auf dem Thron auf dem Leichenberg saß. Das süffisante, grausame Lächeln ließ den kleinen Körper wie einen Dämonen wirken. Plötzlich wurde aus einem Schatten zwei, aus zwei Hunderte, alle stürmten auf den Palast zu. Der Walküre standen gleich 80 Schattenkrieger gegenüber, welche ihre Klingenwaffen zückten, als diese plötzlich einen kleinen, kaum wahrnehmbaren Schmerz in ihrem Nacken verspürte. In Ihrer Haut steckte eine feine, aus Edelstahl bestehende Nadel, dass Gift setzte sich mit jeder Sekunde in ihren Blutkreislauf ab. Der Schütze musste irgendwo über ihr gestanden haben. Die Schattenkrieger griffen die Walküre an.

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    Crim Perlenia stand, wie der Hauptmann der königlichen Garde etwas abseits des Geschehens. Beide hatten sämtliche Anwesenden, sowie alle vorhanden Ausgänge des Thronsaals im Blick. Plötzlich erblickten ihre geübten Augen einen Schatten außerhalb des Gemäuers. Ohne die Gäste zu beunruhigen, verschwand sie. Als die Kriegerin vor den Toren des Königspalast stand, hörte sie das aufeinander Prallen von Stahl. Es war scheinbar richtig ihren Instinkten zu vertrauen, genauso wie auf den Rat des Hauptmannes zu hören. Mit gezücktem Schwert rannte Perlenia zu dem Rosengarten und blickte mit Entsetzen auf den Leichenberg und musste ihre Nase bei dem würgenden Dunst zu halten. Als die Schattenkrieger Crim bemerkten, griffen diese sie sofort an.
    Geändert von Constantine (13.05.2016 um 21:40 Uhr)

  2. #2
    Händler Avatar von Rosered_Strauss
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    Der Tag würde ein bedeutsamer werden - das hatte Fenia bereits früh morgens gespürt. Und so kam es, dass sie sich schliesslich inmitten des königlichen Gartens wiederfand, um sich dort umzusehen. Der Grund, warum Sie nicht im Thronsaal war, um sich eine der Reden der Prinzessin anzuhören, hatte keinen rationalen Grund. Doch ihr Bauchgefühl sagte Ihr, dass ihre Präsenz andernorts wichtiger war. Langsamen Schrittes ging sie auf dem Weg entlang zum Zentrum des großen Gartens, in dem ein alter, stolzer Apfelbaum stand. Ihre pechschwarze Rüstung, die Sie als Zeichen ihres Status' angelegt hatte, bildete einen scharfen Kontrast zu den schneeweißen Rosen, die die Königstochter so innig liebte. Beinahe gespenstisch schien Ihr die Ruhe, die Sie hier empfing, war doch aller Trubel innerhalb des Palastes zu finden. Als ihre Schritte Sie schliesslich vor den Baum getragen hatten, ergriff Sie eine der bereits reifen Früchte, und pflückte Sie. Kurz besah sie sich die golden glänzende Frucht, ehe Sie sich einen herzhaften Biss genehmigte. Die Ruhe des Gartens beeinflusste auch Sie, eine Ruhe, die sie bitter nötig hatte. Als Sie jedoch die Augen schloss, stand Sie nicht mehr inmitten eines Feldes weisser Blumen - vor ihrem inneren Auge hatten die Blütenblätter eine blutrote Farbe angenommen, die sich langsam ausbreitete. Ruckartig öffnete Sie die Augen wieder - und sah etwas inmitten der wieder weißen Blumen. Sie legte die angebissene Frucht auf einer der bereit stehenden Bänke ab und schritt zu dem glänzenden Gegenstand hin, der ihre Aufmerksamkeit erregt hatte.

    Als sie danach griff, stellte sich heraus, dass es ein Helm war - ein Helm der königlichen Wache, um genau zu sein. Blut prangte darauf, Blut, das eine Spur hinterliess und bis zu einem aufgeschichteten Haufen von Leichen führte. Ihr Blick, immer noch aussichtslos, brannte sich in die Leichen. Sämtliche Alarmglocken schrillten, als Sie schliesslich sah, dass eine lebendige Gestalt auf dem Leichenberg saß. Und nicht nur das - jetzt, da Sie Sie sehen konnte, sah Sie immer mehr gerüstete Krieger, bis der ganze Garten voll von Ihnen zu sein schien. Magie! schoss es Ihr durch den Kopf, während Ihre Sinne schärfer wurden. Man hatte Sie - man hatte wohl alle hier - mit Magie getäuscht. Das Scharren von aus Schwertscheiden gezogenen Klingen durchbrach die Stille des Gartens, als sie einen kurzen Stich im Nacken spürte. Blitzschnell griff Sie dorthin und fand eine Stahlnadel vor, wie sie von Attentätern gerne einmal verwendet wurde. Eine schleichende Taubheit breitete sich von der Stelle aus, als Sie ihre Augen zusammen kniff. Gift! Sie war vergiftet worden! Doch das war im Moment nur eine zweitrangige Sorge, denn die Söldner warteten nun nicht länger, sondern griffen an. Stählerne Stiefel trampelten durch die Beete und zerdrückten die Blumen unter Ihren Sohlen, als die unschuldige Schönheit des Gartens mit jeder Sekunde weiter zerstört wurde.

    Und während der Funke des Zornes in Ihr entzündet und immer weiter angefacht wurde, zog sie scheinbar seelenruhig ihre eigene Klinge, während der unheilvoll wirkende Bidenhänder auf Ihrem Rücken verweilte. "Seid beglückwünscht - Euer plötzliches Auftauchen sichert einem von Euch das Leben. Denn ich habe Fragen, die einer Antwort bedürfen." Die Krieger hatten sie beinahe schon erreicht, als sie sich wie in Zeitlupe in Haltung brachte. "Dem Rest jedoch..." meinte Sie, als Sie noch einen winzigen Augenblick verstreichen liess und dann blitzschnell vorschoss. Sie musste Sich ihrer Feinde erwehren, ehe das Gift sie überwältigte. Sie wusste, was Sie zu tun hatte - und so erfüllte eine tiefe Selbstsicherheit Sie, als sämtliche Gedanken aus ihrem Kopf schwanden und Sie sich nur noch den Reaktionen Ihres Körpers überliess. Mit einer Drehung, die man eher von einer Tänzerin denn von einer gepanzerten Frau erwarten sollte, wirbelte Sie an den ersten Schwertern vorbei und fand Sich inmitten der Soldaten wieder. Ein schneller Streich schlug die Waffe ihres ersten Kontrahenten beiseite, der schlicht nicht stark genug war, um ihr in Sachen Kraft Paroli bieten zu können. Sie schlug in gleicher Richtung noch die Waffe eines anderen zur Seite, um dann dem immer noch deckungslosen Soldaten die Klinge in den Hals zu jagen. Sein Kopf löste sich und flog über die wogende Menge der Leiber hinweg, die auf sie zustürmten. Das erste Opfer. Sie wirbelte in einer Pirouette herum und duckte sich, tauchte so unter den Streichen ihrer Kontrahenten hindurch und schlitzte die Waden der Umstehenden auf. Noch während diese strauchelten, drehte sie sich weiter und stemmte sich nach oben. Erneut zog sie einen blutigen Kreis, als sie ihre Hälse durchtrennte. Blut spritzte in weitem Bogen umher, als Sie jedoch nicht inne hielt und auf ihren nächsten Gegner zusprang. "Ich bin die hohe Inquisitorin Faldahon - und Eure Taten verurteilen Euch zum Tode durch meine Hand!" donnerte Sie.


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    Geändert von Rosered_Strauss (13.05.2016 um 21:25 Uhr)

  3. #3
    Siedler Avatar von Auren
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    Wegen der Zeremonie hatte Crim in den letzten Tagen viel Stress und Arbeit. Alles musste durchdacht werden. Aufstellung der Palastwachen, Bereitschaft, sowie viele weitere unzählige Dinge. Welche die Kriegerin am liebsten vergessen würde. Alles nur für diesen Moment, aber es hat sich gelohnt. Die Gäste fühlten sich sicher und nicht beunruhigt. Zudem gab es auch keine Vorfälle. Trotzdem stimmte etwas nicht. Aus diesem Grund folgte Crim dem Rat des Hauptmanns und stellte sich etwas abseits vom Geschehen. Von ihrer Position aus konnte man alles wunderbar erblicken. Alles lief bis jetzt glatt.

    Der kleine Ausrutscher der Prinzessin zeigte wohl wie nervös sie war. Man wird ja nicht jeden Tag zur Prinzessin gekrönt. Leider störte etwas den Frieden. Crim bemerkte einen Schatten. Vielleicht sogar eine Person die womöglich nicht auf der Gästeliste stand. Da es ihr zu Verdächtig war, folgte die Kriegerin dem Schatten und fand sich vor den Toren des Palastes wieder. Kampfgeräusche waren deutlich zu hören. Stahl prallte auf Stahl. Schreie der Verwundeten. Ohne zu zögern zog die Kriegerin ihr Schwert aus der Scheide heraus. Auch ihren Schild, welchen sie stets auf den Rücken trug, wurde zur Hand genommen. Sie folgte den Kampfeslärm in Richtung des Rosengartens. Dort erblickte sie als erstes, einen Berg aus Leichen. Es waren die Soldaten die für den Garten eingeteilt wurden. Zwanzig oder mehr Körper wurden auf gehäuft. Ihr entsetzter Blick sprach Bände. Der Geruch von toten Fleisch setzte sie auch etwas zu. Nur mit zugehaltener Nase konnte sie weiter voran gehen. Leider genau dort, wo bereits ungefähr zwanzig Angreifer in den Palast stürmen wollten.
    Zwanzig gegen einen. Das war selbst für Crim deutlich zu viel. Trotzdem, niemand von denen durfte den Palast betreten. Das würde sie selbst nicht verzeihen. Also blieb nur der ungleiche Kampf auf offenem Gelände.

    Vier Bogenschützen eröffneten das Feuer auf Sie. Crim versteckte sich hinterm ihrem Schild. Sodass alle Pfeile daran abprallten. Man wollte wohl kurzen Prozess mit ihr machen, aber so leicht war die Kriegerin nicht zu besiegen.
    Zwei Angreifer entschlossen sich zum Angriff zu übergehen. Nach deren Haltung, bemerkte Crim recht schnell das es womöglich Söldner waren. Vermutlich alles gut trainierte Attentäter.
    Einem rammte sie den Schild entgegen. Wodurch er zu Boden fiel. Der Andere hatte weniger Glück und durfte an eigenen Leib erfahren wie scharf ihr Schwert war. Indem sie ihn die Hand abschlug.
    Der am Boden liegende rappelte sich schnell auf. Doch es war vollkommen vergebens. Noch bevor er nach seine Waffe greifen konnte, stach Crim ihn von hinten nieder. Es war ein schneller Tod.
    Neunzehn waren Übrig. Einen davon konnte sie erst mal getrost ignorieren.

    Drei weitere wollten ihr Glück versuchen. Doch aus drei wurden fünf und dann sechs. Mit gezogenen Waffen stürmten sie an die Kriegerin heran. Den ersten wehrte sie mit ihrem Schild ab. Den zweiten, drängte Crim mit ihrem Schwert nach hinten zurück. Der Dritte wurde einfach beiseite getreten. Nur um Nummer vier mit dem Schwert den Schädel zu spalten. Wortlos und Blut spritzend viel der Körper zu Boden. Der Fünfte und Sechste umrundeten Crim und versuchten ihr Glück von hinten, aber so dumm war sie nicht. Mit einer leichten Drehung und den Schild zu den Angreifern richtend, traf sie deren Gesichter. Beide gingen zu Boden und waren fürs erste außer Gefecht.
    Jetzt schon zeigte sich die Erschöpfung in ihren Bewegungen. Einen langen Kampf würde Crim so nicht überstehen. Trotzdem gab sie nicht auf. Der erste der aufstand, wurde der Kopf mit dem Schild zertrümmert. Der wie eine Keule in diesem Fall benutzt wurde. Das Blut spritze überall hin.
    Ihren Schild lies sie auf den toten Körper liegen. Nun zog sie ihr Kurzschwert heraus und rammte es seinem Kameraden in den Hals. Blut spritzend und schreiend wälzte sich dieser am Boden. Der Rest überdachte kurz die Strategie und hielten nun etwas Abstand zu ihr. Die Bogenschützen sollten dies nun Regeln. Drei von vier kamen zu ihrem Schuss. Der vierte hatte plötzlich ein Wurfmesser in der Brust stecken. Zwei Pfeile rasten derweil an Crim vorbei. Den dritten wehrte sie mit ihrem Schwert ab.

    Die Schattenkrieger waren kurz aus der Fassung. Somit hatte Crim eine kleine Verschnaufpause und konnte einen Blick auf die Quelle des Kampflärmes wagen. Dort sah sie nur grob eine weitere Person, die gegen eine wirklich hohe Anzahl Kriegern bekämpfte. Wer diese Person war, konnte Crim allerdings nicht erkennen. Dazu waren die Bewegungen viel zu schnell. Außerdem war sie selbst schwer Beschäftigt.

    Der einhändige Schattenkrieger hatte nicht genug. Er zog einen Dolch hervor. Mit einem Tritt wurde dieser jedoch aus seiner Hand geschlagen und mit einem weiteren gegen seinen Kopf, verlor dieser das Bewusstsein.
    Crim hielt sie in Schach. Jedoch wusste sie nicht, ob sie die Oberhand hatte oder nicht. Allein hatte sie keine Chance. Deswegen rief sie, so laut ihre Stimme vermag. „Wachen angetreten!“ Das klappern von Rüstungen war kurz nach ihrem Ruf zu vernehmen. Keine Minute später kamen zehn Palastwachen zu ihr geeilt. Sofort wurde denen die Situation bewusst und zogen ihre Waffen. Nun war es ein ausgeglichener Kampf. Die Wachen stürmten auf die Schattenkrieger zu.
    Ihnen wurde nun klar, dass der Überraschungsmoment aufgeflogen war. Somit blieb nur noch der offene Kampf.
    Die Soldaten drängten den Gegner zurück. Crim stand jedoch nicht tatenlos herum. Nein sie war mitten drin in der Schlacht. Zusammen drängten sie den Feind anfangs zurück. Jedoch machten die Bogenschützen einen Strich durch die Rechnung. Ihre Pfeile sausten an Crim vorbei und streckte den ersten ihrer Kameraden nieder. Somit stoppte der Vormarsch fürs erste.
    Schnell wurde der Kriegerin bewusst, dass die Bogenschützen so schnell wie möglich beseitigt werden müssen.
    Zum Glück eilte rasch die königliche Garde herbei. Einer von ihnen schleuderte seinen Speer in
    die Richtung und traf einen Bogenschützen, welcher sofort zu Boden ging. Nun waren die Schattenkrieger deutlich unterlegen und begannen sich neu zu formieren um das zu ändern. Crim befahl ihren Soldaten in Formation zu gehen. Den Vorteil wollte die Kriegerin nutzen um ihren Verbündeten zur Hilfe zu eilen, aber leider lief Crim mit ihren Soldaten leider in die Falle hinein. Nun hieß es zwanzig gegen ungefähr neunzig.
    Geändert von Auren (13.05.2016 um 18:05 Uhr)

  4. #4
    Händler Avatar von Rosered_Strauss
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    Fenia hatte sich schon längst Ihrer Wut ergeben, und drosch nun auf ihre Gegner ein. Sie wusste, dass Sie ihre Gegner schnellstmöglich besiegen oder zumindest aufhalten musste - denn sobald das Gift seine volle Wirkung entfaltete und den Widerstand Ihres Körpers dagegen überwand, konnten die Schattenkrieger sie ungehindert passieren. Ganz zu schweigen davon, dass Sie dann höchstwahrscheinlich sterben würde. Doch Sie durfte hier nicht einfach so sterben! Wenn Sie sterben würde, dann würde es ein Symbol sein - und nicht gegen gesichtslose Söldlinge, die Sie aufgrund Ihrer Anzahl überwältigten. Doch noch war sie nicht konzentriert genug. Noch kämpfte Sie nicht mit allen Mitteln - konnte es nicht. Aber Sie näherte sich an. Wie eine Tänzerin wirbelte Sie umher, duckte sich unter den meisten Schlägen hindurch oder wirbelte an ihnen vorbei. Einige wenige durchbrachen ihre Paraden, drangen in Ihre Rüstung ein, doch Sie umarmte den Schmerz und hielt nicht inne. Nie blieb Sie stehen, sie war ohne Unterlass in Bewegung. Ihre Klinge sang, hielt ebenso wenig inne wie sie selbst. Ihre Atmung ging ruhig und gleichmäßig, als sie mit einem Streich nach unten gerade den Waffenarm eines Schattenkriegers durchtrennte. Unter ihrem Streich brach der Boden leicht auf - ein Riss, kaum tiefer als ein paar Spann. Doch er zeigte Ihr, dass sie es bald geschafft hatte. Am Rande Ihrer Aufmerksamkeit hörte Sie, dass eine Stimme nach der Palastgarde rief. Also waren die Aggressoren bemerkt worden. Das war gut. Noch tiefer versank Sie in der Meditation des Kampfes, ehe sie schliesslich Ruhe umgab.

    In Fenias Verstand herrschte nun Stille - eine beinah meditative Stille, nur unterbrochen vom Rauschen des Blutes, das durch ihre Venen pulsierte.
    Sie führte eine schnelle Drehung aus. Eine Parade erfolgte. Ihre Augen erfassten eine Waffe, die beiseite gestoßen wurde. Es folgte ein Tritt in den Unterleib, sodass der Leib des Feindes sich nach vorne beugte. Daraufhin ein schneller Sprung über den Stich eines Feindes hinter Ihr. Das Blitzen ihrer eigenen Klinge, die mit aller Macht nach unten sauste und dem gerade getretenen Mann den Schädel spaltete.
    Thump. Ein leises Lächeln kroch auf Ihre Züge. Sie hatte es geschafft. Sie hörte nun ihren gleichmäßigen Herzschlag, während die Zeit um Sie herum langsamer zu fliessen schien.
    Das rechte Bein hielt das Gleichgewicht, während Sie das linke in einem Ausfall nach vorne stemmte und Sie den Kämpfer vor ihr mit der Schulter rammte. Er verlor das Gleichgewicht, der nachfolgende Stich liess Ihn das Leben verlieren. Ein Blitzen von rechts. Ihre linke Hand schnellte zur Seite, ergriff den Speer knapp unter der Spitze. Kurz erschien das Gesicht des Kerls wie eingefroren. Es sah überrascht aus. Ihren Sicheren Stand ausnutzend, riss sie Speer samt Mann in die Luft und schmetterte ihn zu Boden.
    Thump. Ein dumpfes pulsieren mischte sich unter die Ruhe ihrer Herzschläge. Schmerz. Jemand hatte ihr gerade in den Rücken gestochen. Ein leises Lodern - Ihr Zorn flackerte auf. Sehr gut.
    Sie wirbelte herum, enthauptete einen unvorsichtigen Schattenkrieger mit beiläufiger Eleganz. Sie rammte ihr Schwert in den Boden unter Ihr. Sie fühlte das Pulsieren Ihres Herzens, Ihrer Kraft, ihre Selbstsicherheit. Ihr Lächeln wurde breiter, schmaler. Ihre Augen versprachen den Tod. Sie riss das Schwert in weitem Bogen senkrecht nach oben. Erdstücke und Gesteinsbrocken flogen Ihnen entgegen, blendeten Sie. Noch während Sie Ihre Arme hochrissen, war Sie unter Ihnen. Ihre Klinge brachte den versprochenen Tod.
    Thump. Ihre Bewegungen wurden träger, das konnte Sie spüren. Doch Sie würde die Zeit nutzen. Sie würde Ihnen zeigen, zu was Sie in der Lage war, selbst, wenn Sie schliesslich überwältigt werden würde. Sie würde es Ihnen Allen zeigen!
    Ihr nächster Schwung riss tiefe Furchen in die Erde. Splitter aus Erde und Stein trafen die Umstehenden, raubten Ihnen erneut die Sicht. Doch nicht Ihr. In einem Herzschlag war Sie unter Ihnen, liess Ihr Schwert kreisen. Blut spritzte, Schreie verstummten, Waffen und Gliedmaßen fielen zu Boden. Ein Ruck ging durch Ihren Leib, als ein Speer Ihren linken Arm durchbohrte. Nicht innehalten! Stillstand würde Ihr Ende sein. In einer Pirouette wirbelte Sie herum, während Ihr Haar um Sie herum flatterte. Ihre blutroten Augen blitzen, weit aufgerissen waren Sie. Sie erblickte den Mann, der kreidebleich war. Kein Wunder. Ihre Schwarze Rüstung war über und über mit Blut bedeckt, zum Teil mit Ihrem Eigenen, zum weitaus größeren Teil mit dem Ihrer Feinde. Wie viele hatte Sie nun schon getötet? Zehn? Zwanzig? Egal. Ihre Klinge sauste hinab. Zumindest einer mehr.

    Tatsächlich hatte sich der Kreis um die Hochinquisitorin vergrößert statt verkleinert. Die anfängliche Entschlossenheit war ein Stück weit gewichen, als sich Furcht in den Herzen der Männer breitmachte. Hier war dieses... Mädchen, diese sogenannte Heilige. Eigentlich doch nur eine Erfindung der Kirche, hatte man Ihnen gesagt. Gefährlich, ja. Das hatten Sie alle gewusst. Doch einfach nur eine Kämpferin wie alle Anderen. Zwar ein Symbol, aber eines, das man erschlagen konnte. Doch auf diesen Kampf waren Sie nicht ausreichend vorbereitet gewesen. Hier stand dieses 'Mädchen' - nein, hier stand Sie, die Inquisitorin. Sie blutete aus mehreren Wunden, Ihr linker Arm hing schlaff an Ihrer Seite hinab, immer noch steckte ein Teil des Speeres darin. Der schwarze Glanz der Rüstung war durch karmesinrote Schlieren erweitert worden, was dem Ganzen einen unheilvollen Glanz verlieh. Blut hatte auch die Spitzen ihres offenen Haares benetzt. Doch Ihr Blick war klar, und immer noch zeichnete sich lediglich dieses feine Lächeln auf Ihren Lippen auf. Sah Sie Sie überhaupt? Oder war Sie gefangen in Ihrem Tanz aus Blut und Tod? Die Männer wussten es nicht. Sie schrien ihre Wut, ihre Verzweiflung, ihre Angst hinaus; just dann, als ein weiterer der Ihren starb. Der Tanz ging weiter.

    50 Gegner gesamt/ 23 Gegner ausgeschaltet
    Musik zur Stimmung: https://www.youtube.com/watch?v=2dmrr3DxUK4
    Geändert von Rosered_Strauss (17.05.2016 um 23:11 Uhr)

  5. #5
    Händler Avatar von Constantine
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    Königlicher Palast, Rosengarten Der in der Erde entstandene Riss vergrößerte sich, mehr und mehr Soldaten bekamen es langsam mit der Angst vor ihrer blutrünstigen Gegnerin zu tun. Doch womit Hochinquisitorin Faldahon nicht rechnete, war das sich unter den Reihen der Feinde jemand befand, der es mit ihr aufnehmen konnte. Mit einer Walküre aufnehmen konnte! Nach dem Faldahon einen weiteren Gegner niederstreckte, das Blut lief ihre Hand herunter, der Schmerz wurde komplett ignoriert, machte sie nur noch stärker. Plötzlich wurden vor ihren Augen zwei weitere Soldaten aus der eigenen Reihe auf bestialische Weise umgebracht. Ihre leblosen Körper einfach beiseite geworfen, stand der Walküre eine zierlich, wirkende Gestalt entgegen, die azurblauen Augen fraßen sich in die ihre blutroten, das bestialische Grinsen auf dem Gesicht kam einer dämonischen Fratze gleich. Langsam beschleunigte jene Gestalt ihre Schritte, rannte in unmenschlicher Geschwindigkeit auf Faldahon zu. Es flogen zwei Wurfmesser auf die Walküre zu, welche sie mit einer geschmeidigen Drehung ausweichen konnte. Die spitzen Geschosse sausten dicht an ihrem Helm vorbei, so dass sie die Präzision in dem Wurf noch spüren konnte, doch ließ der Gegner ihr keine Zeit, keine Zeit Kraft zu schöpfen, so sauste eine messerscharfe Streitaxt auf Faldahon nieder, die eigentlich für so eine zierliche Person viel zu groß war. Im Gegenzug parierte Faldahon den Angriff in dem sie mit ihrem Schwert das Schneideblatt der Axt ablenkte. Bei der Wucht des Aufpralles sackte der Boden unter ihren Füßen zu einem Krater herunter. Immer wieder droschen beide aufeinander an, wobei Faldahon langsam gefährlich zurück gedrängt wurde. Der Boden drückte unter ihren Füßen immer weiter durch, bis bei dem nächsten Schlag sogar der uralte Baum aus den Wurzeln gerissen wurde und rücklings in das Blumenbeet krachte.
    Geändert von Constantine (13.05.2016 um 22:02 Uhr)

  6. #6
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    Nun war der Tag also gekommen, wo seine geliebte Schwester offiziell zur Nachfolgerin seines und ihren Vaters ernannt wurde. Isenhorn stand, wie es die Bräuche und die Etikette vorschriebt auf der anderen Seite des Thrones. Als ihr Bruder war es sein Recht und auch seine Pflicht, ihr zur Seite zu stehen. Außerdem würde er sie niemals so bloßstellen, und mit Abwesenheit glänzen. Es wurde einfach von ihm erwartet, das er dort stand. Wenige schritte hinter dem Thron stand die königliche Garde, rechts und links daneben einige hohe Gelehrte die am Hof ihren Platz hatten, weitere Familienmitglieder der Willensteins, Bedienstete und hohe Gäste des Königs. Isenhorn blickte zu den Gästen aus hohen und niederen Häusern, Adlige die eine sehr lange und ruhmvolle Geschichte hatten, wichtige Handelsleute und Gesandte aus fernen Ländern, die gekommen waren um dem ganzen Schauspiel beizuwohnen. Und hier stand nun also auch er, nur eine Handbreit von der zukünftigen Regentin entfernt. Er war sich dessen bewusst, das ihn alle sahen und nicht nur hier im Thronsaal. Seine edelste Rüstung trug er, Silbern und golden schimmerte es überall, Selbst das Kettenhemd, welches er trug war tadellos. Arm- und Beinschienen waren von seinen Bediensteten die letzten drei Tage und Nächte auf Hochglanz gebracht worden, die Stiefel geputzt und sogar die Nieten seines Schwertgurtes waren ohne jeglichen Makel Seine Linke Hand ruhte auf dem Heft seines Schwertes, zwischen den Fingern den Rubin. Auf seinem Brustpanzer prangte das Wappen des Hauses Willenstein, nicht einfach aufgemalt, nein, per Hand in aufwendiger Kleinarbeit eingestanzt. Dazu trug er abschließend noch den Umhang in den Farben seiner Familie, halb weiß und halb rot. Bogen und Köcher waren hier fehl am Platz. Diese Rüstung würde er wohl kaum im Kampf tragen, dafür war sie zu Wertvoll und eher für Anlässe wie diesem gedacht. Außerdem hatte er da eine besser, die zwar schlichter war, doch immer noch aufwendiger als die der meisten anderen Ritter.

    Seine Schwester hielt ihren Monolog, die Gäste hingen ihr gebannt an den Lippen. Isenhorn selbst hörte nicht zu. Nicht weil es ihn langweilte, er kannte die Rede schon, hatte er seine Schwester doch schon seid Tagen damit üben gehört und durfte mehrmals für sie als Testpublikum herhalten. Alles ließ er über sich ergehen. Es war nicht so, das er es ihr nicht gönnte, doch nur zu gerne würde er dort nun stehen und den Menschen sagen, was es zu sagen gab. Wahrscheinlich wäre es das gleiche gewesen, wie er noch vor der Zeremonie seinem Vater gesagt hatte. Erneut stieg die Wut in ihm auf, bei den Gedanken an das Gespräch.
    “Gewalt kann ich nicht gutheißen!“, hatte sein vater gesagt. “Kummer, Leid und ein zerstörtes Land, das haben wir der Gewalt zu verdanken!“, hatte er getobt. Doch Isenhorn war nicht derjenige, der wie ein räudiger Straßenköter den Schwanz einzog, wenn man ihn anbrüllte. Er brüllte zurück. Er drängte darauf, das sein Vater endlich stärke zeigen musste. Was solle das reden bringen, wenn im Norden immer wieder Horden von Orks einfielen und die Dörfer niederbrannten, Menschen verschleppten, Vieh und Ernte stahlen und nichts als Verwüstung zurückließen? Zuletzt hatte sie sich sogar an eine kleinere Stadt gewagt und die Wache dort hatte ihnen kaum etwas entgegen zu setzen.
    Es war das Glück der Kleinstadt, das ein paar Ordensritter seiner Inquisition und gute vierzig Ordensbrüder anwesend waren. Eigentlich waren sie nur auf der Durchreise und hatten Halt gemacht, um am nächsten Tag weiter Richtung Westen zu reisen. Zwei der fünfzehn Ritter waren gefallen, gut die Hälfte der Fußsoldaten aber zusammen mit der Stadtwache hatte sie die kleine Gruppe von Orks wieder vertreiben können.

    Doch der König sah das anders. Er verurteilte die Gewalt und das schier sinnlose Gemetzel von Mensch und Ork. Bevor aber das nächste Wort fiel, hatte sich seine Schwester eingemischt und die beiden erinnert, was heute für ein Tag war. Keiner von beiden hatte es vergessen und vorerst war der Streit beiseite geschoben.
    Er schüttelte den Gedanken ab und blickte in die Menge. Ganz hinten im Raum standen weiter, edele Ritter. Sein Vater wusste es nicht, aber Isenhorn dafür umso besser. Allesamt Männer der Inquisition. Ordensritter, wie sie genannt wurden, exzellente Kämpfer und treue Anhänger der Kirche Gaias. Und alle bedingungslos loyal ihm gegenüber. Dreizig hatten sich eingefunden, so wollte es der Prinz. Auf die Frage eines seiner Inquisitoren, ob er seinen Vater vorführen wolle, antwortete Isenhorn mit der Wahrheit. Nichts dergleichen führe er im Schilde, aber dieser Moment ist zu wichtig, als das er den Schutz nur der Palastwache anvertraute. Denn die meisten waren nichts weiter als Dekoration, wie er fand. Seid Jahren hatten sie kein wirkliches Schlachtfeld mehr gesehen und nur die wenigsten wie die königliche Garde wussten überhaupt, was es heißt, für das Reich zu Kämpfen. Aber die Ordensritter waren Kampferprobt und erfahren. Auf die Frage, warum er denn keinen Inquisitor selbst mitnähme, schaute er den Mann nur an und sagte: „Die Heilige persönlich wird anwesend sein, meint ihr nicht das die Hochinquisitorin ausreicht?“
    Ehrfürchtig stimmte der Mann schlussendlich zu. Allein die Erwähnung von Fenia, wischten alle Zweifel vom Tisch. Niemand würde es auch nur wagen daran zu denken, der Prinzessin, dem König oder ihm – den Prinzen, etwas zu tun wenn die Heilige höchstpersönlich in der Nähe wäre.

    Plötzlich zitterten die Wände, ein dumpfes Grollen war zu hören, Tische wackelten, Weinbecher klapperte über die Tische und irgendwo im Raum viel einer der wertvollen Porzellanteller herunter und zersprang. Nach wenigen Sekunden war auch schon alles vorbei. Alle sahen sich an, Prinzessin Kaja war verstummt und schaute zu ihrem Vater. Der drängte sie dazu, ihre Rede zu ende zu bringen, was sie dann auch mit etwas unsichere Stimme tun wollte. Aber weit kam sie nicht mehr, denn plötzlich flog die Tür auf und einer der Wachen stolperte in den Raum. Blut rann ihm an seiner linken Gesichtshälfte herab, in seine linken Schulter steckte ein abgebrochener Pfeil und er stammelte irgendwas zu einem der Ordensritter, der ihn empfangen hatte. Gerade als der König erbost fragen wollte, was hier vor sich ginge, Sprach auch schon der Ritter.
    „Euer Hoheit, Kämpfe im Rosengarten!“ Dabei sah der Mann jedoch nicht zum König sondern zu seinem Befehlshaber, dem Prinzen. Doch war das auf die Entfernung nicht aus zu machen. König Konrad bleib die Luft weg, entweder verstand er nicht, was der Mann sagte, oder aber er wollte nichts sagen denn alles was er nun hätte von sich geben können, wäre der Befehl gewesen, die Angreifer nieder zu machen. Und das konnte oder wollte er nicht tun.
    Isenhorn war da anders. Sofort wandte er sich zu der königlichen Garde: „Beschützt die Prinzessin und meinen Vater!“, dann stürmte er auch schon zur Tür. Die Ordensritter folgte ihm nach draußen, ohne das sie groß dazu aufgefordert werden mussten.
    Der Weg zu dem Rosengarten war nicht sonderlich weit und je näher sie dem Garten kamen, umso lauter wurden die Kampfgeräusche. Alle hatten ihre Schwerter gezogen und anders als die Wache, hatte keiner einen Schild. Selbst der Prinz nicht. Ihr Schild waren die schweren Rüstungen, die sie auch jetzt trugen. Nur eben Isenhorn nicht. Er hatte nicht mal eine so schwere Rüstung. Er wollte keine. Gaia würde ihn schon zu sich holen, wenn es soweit wäre, da war sich der Prinz sicher und da nützte eine Rüstung auch nichts, also verzichtete er auf sie.

    Als sie endlich im Rosengarten ankamen, war der Kampf voll im Gange. „Bei der Mutter, macht sie nieder!“, befahl Isenhorn und stürmte seinen Rittern voraus. Nur wenige Schattenkrieger bemerkten die heranstürmenden überhaupt und die, die sich ihnen entgegen stellten wurden fast sofort niedergemacht. Erst jetzt wurden sie vollends registriert und waren mnitten drin in den Kämpfen. Isenhorn hatte sich gerade eines Angreifers erwehren können, indem er ihm nach einem kurzen Hiebwechsel mit einem Streich den Bauch längs aufschlitzte, als ein Pfeil seinen Kopf nur knapp verpasste. Kurz sah er sich um und erspähte die Bogenschützen, von denen einige ihn sicher erkannt haben musste. Natürlich nahmen sie ihn sofort aufs Korn und der Prinz erkannte, das er nicht viel von hier unten tun konnte.
    „Ihr zwei!“, dabei sprach er die beiden ihm am nächsten stehenden Ritter an, „Rauf da, macht die Schützen nieder!“
    Die beiden nickten knapp, zogen sich schnell zurück und versuchten sich an der Mauer entlang zum Aufgang durch zu kämpfen. Derweil erspähte Prinz Isenhorn etwas weiter vorne Crim mit einigen ihren Männern – die, die noch lebten und unweit davon entfernt – Fenia! Und die schien schwer mitgenommen zu sein aber doch 'nur' gegen einen Kämpfer zu agieren.
    „Vorwärst Männer, haltet den Abschaum von der Heiligen fern!“

  7. #7
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    Endlich, endlich war der lang ersehnte Moment gekommen. Kaja hatte in den letzten Tagen, Wochen, Monaten nichts anderes gemacht, als sich für diesen heutigen, besonderen Tag vorzubereiten. Alles war perfekt arrangiert worden, alles nach ihren Wünschen ausgerichtet. Stundenlang hatte sie an ihrer Rede gefeilt, musste doch ihr Bruder als Publikum herhalten, was der Prinz auch über sich ergehen lies. Ab und an trieb es die Prinzessin dann doch in ihren geliebten Rosengarten. Es war ein hartes Stück Arbeit gewesen... doch jetzt war jedes einzelne Röschen an seinem Platz. Schneeweiß. Eine seltene Züchtung. Jedes einzelne Beet wurde in mühevoller Kleinarbeit zusammengesteckt.
    Der Garten war nach wie vor ihr Lieblingsort im ganzen Königreich, der große Eichenbaum, der schon über Jahre ihr Leben begleitete, bietet ein besonderen Erholungsraum. Dann brach die Nacht hinein. Versuchend ihre Nervosität zu unterdrücken, schritt Prinzessin Kaja - noch war sie keine Prinzessin - den Fußboden entlang.
    Das in Juwelen besetzte Kleid schmiegte sich perfekt an ihren Körper an, es war ein herrliches Gefühl. Als ihre Füße den letzten Treppenabsatz berührten, musste kommen, was kam. Beinahe wäre sie gestürzt, eine Peinlichkeit aber nicht weiter tragisch, da ihr Vater sie auffing.

    Sich dafür bedankend, richtete Kaja ihren Blick kurz zu ihrem Bruder der wie immer ein beeindruckendes Bild abgab. Sie erinnerte sich daran, dass die Bediensteten sehr beschäftigt waren, bei Gelegenheit würde sie diesen hart arbeitenden Menschen etwas gutes tun. Mit voller Entschlossenheit und stolzer Stimme begann Kaja, das königliche Zepter in der einen, die Rede auswendig können, zu sprechen.

    Die Anwesenden hörten der Prinzessin zu. Hingen fast an ihren blutroten Lippen. Hatte Kaja doch ein Talent dafür die Massen durch ihre Art für sich zu begeistern. Doch dann, wie aus dem Nichts geschah etwas undenkbares. In mitten ihrer so hart vorbereiteten Rede platzte eine Wache herein, der Anblick, der sich der Prinzessin bot, war schockierend. So etwas hatte sie noch nie in ihrem jungen Leben gesehen, hatte man sie doch ihr ganzes Leben im Palast verbringen lassen und alles Unheil der Welt von ihr abgeschirmt. Mit geschocktem Blick starrte Kaja ihren Vater, dann ihren Bruder an der irgend etwas sprach. Sich nur langsam fassend, wollte Kaja den Rat ihres Vaters folge leisten und ihre Rede fortsetzen, um die Menschen im Thronsaal zu beschwichtigen. Doch es kam alles ganz anders. Plötzlich und ohne, dass man es hätte verhindern können, es sei denn Mutter Gaja selbst, hätte die Zeit gestoppt, zersprang eines der Fenster in tausende Scheiben. Dutzende Pfeilhagel droschen in den Thronsaal hinein. Krüber reagierte sofort und konnte mit seiner mächtigen Klinge die Geschosse abwehren. Doch nicht alle. Eines verfehlte sein Ziel nicht. Mit einem seltsamen Blick in den Augen starrte Prinzessin Kaja an sich herunter, das tropfende Geräusch ihres eigenen Blutes hallte abermals in ihren Ohren. "Tochter, alles in Ordnung mit dir, was hast du, du hast deinen Bruder gehört, wir müssen schnell hier we-", dem König blieb die Luft weg, als er die abgebrochene Pfeilspitze in dem Bauch seiner Tochter erblickte.

    Prinzessin Kaja floss das Blut aus dem Mund, landete auf dem wunderschönen, schneeweißem Kleid. Die Adeligen schrieen um ihr eigenes so verkorkstes Leben. Einzig König Konrad blieb bei seiner Tochter, die nach hinten umkippte und nur das dröhnende Rauschen ihres eigenen Blutes hörte und die Stimmen verzehrt wahrnahm, "Vater- ", war das einzige, was sie noch zu Worte brachte, ehe ihr Körper in Ohnmacht viel.
    Geändert von Constantine (14.05.2016 um 00:00 Uhr)

  8. #8
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    Tage gar Wochenlang waren die Vorbereitungen für die Zeremonie am laufen und alle im Königshaus waren voll mit ihrer Arbeit ausgelastet. Viktors Aufgabe bestand darin sich für den schlimmsten Fall vorzubereiten. Auch wenn der König auf Frieden und Harmonie aus war und er persönlich diese Absichten teilte, konnte man sich im Reich nie sicher sein. Das Menschenreich war kein erwünschtes Reich in Gaia und somit gab es eben auch die einen oder anderen Völker die sie nicht ausstehen konnten. Die Zeremonie für die Prinzessin war ein großartiges und gefährliches Unterfangen zugleich. Deshalb mussten die Wachen im Schloss verdoppelt werden. Die Patroulien in der Stadt wurden ins Schloss berufen um die Wachen zu verstärken und auch der Prinz leistet mit seiner Inquisition einen hochen Beitrag dazu bei. Nun war es endlich so weit und die Prinzessin sprach zum Volk. Tagelang übte sie es meistens mit ihrem Bruder. Viktor war immer in der Nähe hielt sich aber meist im Hintergrund auf. Nach tagelangem zuhören konnte auch er den Text schon fast auswendig und konnte sich während der Rede auf die Umgebung konzentrieren.

    Ein Teil der Wachen befand sich im Hof und um das Schloss herum wurde Ausschau gehalten. Ein anderer Teil hielt sich in der Nähe der Menschenmenge auf und ebenso dicht an der Seite der Königsfamilie. Da der Prinz mit seinen eigenen Leuten auch präsent war, konnte Krüber auch einige seiner Männer in den Schatten verwahren lassen. Der Hauptmann hatte sich in den Nächten als die Prinzessin schlief sich ganz seiner Aufgabe gewidmet die Verteidigung des Schlosses zu gewährleisten. Jeder Stein wurde umgedreht. Jede frei Fläche durchsucht und jedes noch so unübersichtliches Terrain in Beobachtung gestellt. Somit konnte er an heutigem Tage sich voll und ganz auf die Sicherheit des Königs und seinem Kindern konzentrieren. Crim war stets an seiner Seite und auch sie schweifte immer wieder mit ihren Augen über den Saal.

    Während die Prinzessin ihre Rede vortrug entging es dem Hauptmann nicht wie seine treuste Begleiterin den Saal verließ. Irgendetwas musste sie dazu veranlasst haben ohne jeglichen Befehl von ihm den Saal zu verlassen. Mit ein paar wenigen Handzeichen deute er einigen Wachen im hinteren Bereich des Saals die Augen offen zu halten. Die scheinbare Sicherheit an die er Wochenlang jedoch gearbeitet hatte, wurde in nur einem einzigen Augenblick zerstört. Ein blutüberströmter Soldat aus seinen Reihen stürmte durch den Haupteingang und hatte schlechte Kunde. Der Prinz nahm sofort sein Gefolge und brach zum Ausgang des Übels auf. Panik brach unter der Masse aus, welches die Prinzessin mit ihrem fortsetzten der Rede unterbinden wollte. Mit einem lauten Geräusch zersplitterten eines der großen und kunstvoll verzierten Scheiben des Thronsaales. Kurz darauf folgte ein donnernder Pfeilhagel in die Richtung des Thronsitzes. Einzig mit der ungewöhnlichen Schnelligkeit die Viktor hatte, wobei er teils auch dieser Fähigkeit seine Position zu verdanken hatte, konnte er noch mit seinem mächtigen Schwert die herabsausenden Pfeile abwehren. Hektisch drehte er sich wieder um, um nach der Sicherheit des Königs zu sehen und der Prinzessin zu sehen. Beim Anblick des Blutes welches aus der Wunde und aus ihrem Mundwinkeln lief stieg ein ungwöhnliches Gefühl in dem Hauptmann auf. Sorgend stürzte sich der König über seine Tochter und warf dem Hauptmann giftige Blicke für sein Versagen zu.

    Sein Herz pochte Schneller und das Blut in seinen Adern kochte. In festen und bestimmendem Ton wandte er sich an die zehn Wachen die sofort zur Stelle waren, "Bringt sofort den König in Sicherheit." Mit schweren Schritten lief er auf die verwundete Prinzessin zu, die durch den Schock und dem Schmerz wohl in Ohnmacht gefallen war. Sanft hob er sie mit beiden Armen auf und wandte sich an den König, der von zehn seiner eigenen Männern umzingelt war. "Bringt ihn in hinunter und stellt an jeder der fünf Türen zehn Männer auf. Haltet so lange die Stellung bis ich wieder da bein auch wenn es euch das Leben kostet." Verständnisvoll nickten die zehn Männer in einem Klang und schleppten den König aus dem Saal. "Du und du" befahl er zwei stattlichen Wächtern aus der Garde "tragt sie sofort zu den Schwestern im anderen Flügel." Vorsichtig übergab er die Prinzessin an die zwei kräftigen Wachen die sie behutsam in die Arme nahmen. Die Zorn in seiner Stimme war deutlich zu hören als er seinen Wächtern die einzelnen befehle erteilte, während die zwei Männer die Prinzessin davon trugen. Mehrere Türen zum Saal wurden geöffnet und einer nach dem anderen strömte die Garde mit schweren Schritten hinein. Bis zu zehn von ihnen befahl er dem Prinzen zu helfen und seinem Befehl folge zu leisten. Er selbst musste sich seiner eigenen Aufgabe widmen und die war es die Prinzessin zu beschützen. Also lief er mit schnellen Schritten seinen zwei Wächtern hinterher die durch eines der Tore verschwunden waren.

  9. #9
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    Wie hatten diese Krieger hier her kommen können, ohne bemerkt zu werden? War die Stadt draußen binnen weniger Augenblicke überrannt worden? Wurden alle getötet? Diese Fragen stellten sich Isenhorn – mitten Im Kampf. Inzwischen hatten seine beiden Männer den Aufgang erreicht und kämpften auf der beengten Treppe mit vier Schattenkriegern, was nicht einfach war. Sie standen unten und mussten den Hieben von oben ausweichen. Sie kamen nur langsam voran und womöglich würden sie gar nicht oben ankommen. Die Verteidiger auf der erhöhten Position hatte es einfacher. Das war schon immer so und einfachste militärische Grundlage. Steht man oben, verschafft einem das Vorteile gegenüber jedem, der rauf wollte. Das galt noch viel mehr bei Mauern von Städten oder Burgen, die Mann einnehmen wollte. Deswegen belagerte man sie auch, anstatt Hunderte oder gar Tausende seiner Männer zu opfern bei der Erstürmung der feindlichen Burg. Dennoch half das alleine schon, denn die Bogenschützen suchten sich eine neue Position, weg von dem Aufgang.

    Hier unten spielte das alles keine Rolle. Sie waren Zahlenmäßig unterlegen und standen einer Übermacht an gut ausgebildeten Soldaten gegenüber. Eine andere Taktik musste her. Eine geschlossene Formation womöglich. Das würde zwar dafür sorgen das sie mit den geringsten Verlusten davon kommen würden, aber dafür auch ohne die Heilige oder die sehr bedrängte Crim. Prinz Isenhorn blieb nur eins, durch die Meute der Schattenkrieger durch zu preschen. Würden sie alle zu Pferde sitzen, wäre das um Längen einfacher. Aber so musste es auch gehen. Mit wildem Kampfgebrüll stürzten sich die Ordensritter in die Schlacht und hinterließen eine Schneise in den Reihen der Schattenkrieger, wobei sie mehr zur Seite Stießen, als sie wirklich niederstreckten. So kämpften sich einige schnell zu Crim vor, um ihr und ihren wenigen verbliebenen Männern zu Helfen, die wütenden Angriff ab zu wehren.
    Die meisten aber versuchten, ihrer Heiligen beizustehen und die Schar der Angreifer auf sich zu lenken. Und das schien auch zu klappen. Die meisten Schattenkrieger wandten sich den Ordensritter zu und dem Prinzen, der sie anführte. Doch diese waren andere Gegner, als die Palastwache, die sie überraschen konnten. Hier waren gut ausgebildete Ritter am werke, die furchtlos, ja fast schon fanatisch Kämpften. Die Reihen der Feinde lichteten sich rasch und wenn sechs Schattenkrieger fielen, raffte es gerade mal einen Ritter dahin.

    Dennoch schmerzte jeder Verlust, den Isenhorn hinnehmen musste. Fünf seiner treuen Ergebenen waren bereits gefallen, über dreißig Schattenkrieger aber im Gegenzug. So langsam wurde es ein zahlenmäßig ausgeglichener Kampf und als die zehn Männer der königlichen Garde eintrafen, waren sie sogar überlegen. Dennoch war es nicht einfach, die Schattenkrieger zu besiegen, da sie inzwischen eine andere Taktik verfolgten. Sie zogen sich etwas zurück, so das sie zwischen dem Kampf der Heiligen und ihren 'Entsatztruppen' standen. Isenhorn erkannte sofort, welches Ziel sie nun verfolgten. Wenn sie den Kampf schon nicht gewinnen konnten, so wollten sie zumindest dafür sorgen, das die trauernde Heilige nicht länger der Inquisition zur Verfügung stand. Das wäre gleichbedeutend mit einem Sieg, wie Isenhorn wusste. Immerhin Crim hatten sie entlasten können. Auch die Bogenschützen hatten wieder ihre Arbeit aufgenommen, auch wenn die meisten Pfeile in den Schilden der Wache hängen blieben. Zwei Wachen und einen Gardisten streckten sie noch nieder, bevor die zwei abkommandierten Ordensritter sich endlich den Aufgang frei gekämpft hatten und zu den Bogenschützen vorpreschten. Selbige mussten sich nun gegen sie verteidigen und so versiegte der Beschuss von oben. Ohne die Schützen, lag der Vorteil nun ganz klar bei den Ordensritter, den Männern der Palastwache und der Garde, die zusammen immer weiter vorrückten. Wie viele Krieger Prinz Isenhorn schon niedergestreckt hatte, hatte er nicht gezählt, aber es müssen einige gewesen sein.
    Die glänzende Rüstung die er trug war inzwischen hier und da verbeult, sein Umhang gerissen und alles war voller Blut. Einiges war sein eigenes, einiges das seiner gefallenen Ritter, das meiste jedoch das der Feinde, die er erschlagen hatte.
    Die Schattenkrieger kämpften nun noch verbissener, denn sie wollten um jeden Preis verhindern, das irgendwer der Heiligen zur Hilfe eilen konnte. Prinz Isenhorn hoffte nur, dass sie noch so lange durchhalten würde, bis sie bei ihr wären.

  10. #10
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    Die Gewalt, mit der Fenia und ihre neue Gegnerin aufeinander einschlugen, war im wahrsten Sinne des Wortes übermenschlich. Noch immer befand Sie sich in einem meditativen Geisteszustand, und nur dieser Trance war es zu verdanken, dass Sie den Schlagabtausch überlebte. Denn mit jedem Male, an dem sich ihre Waffen kreuzten, wurde ihre eigene Klinge mehr in Mitleidenschaft gezogen. Zwar parierte Sie ohnehin schon dergestalt, dass sie die Wucht der auf sie niedergehenden Hiebe ablenkte und nicht dagegen hielt, doch war die Kraft, mit der sie beide zuschlugen, schlicht zu groß. Um das Duell für sich zu entscheiden, musste Sie die Ausgangslage ändern. Nach einem kräftigen Hieb, der ihre axtschwingende Gegnerin für einen Augenblick zurück trieb, setzte Sie ihr unbewusst gefasstes Vorhaben in die Tat um.

    Mit einem kräftigen Stampfer wurde der Boden unter ihren Füßen erschüttert, als der Schattenkämpferin eine aufgestoßene Leiche entgegen schoss. Sie wirbelte ihre Axt umher und schlug die 'Blockade' durch schiere Gewalt zur Seite, doch Fenia hatte die Augenblicke, die sie so dringend benötigte. Ein weiterer Tritt, dieses Mal jedoch mit Präzision geführt und so behutsam, wie es Ihr in Ihrer Position überhaupt Möglich war, wirbelte den Speer eines gefallenen Schattenkämpfers in die Höhe und wurde von Fenia behände aus der Luft gegriffen. Als die andere Walküre – denn um etwas anderes konnte es sich doch wohl kaum handeln? - erneut auf sie zuschoss, das junge Gesicht immer noch zu einer verzerrten Parodie ihrer eigenen Kampfeswut verzogen, da begegnete Sie ihr mit der größeren Reichweite ihrer neuen Waffe. War sie zuvor umhergewirbelt wie eine Tänzerin, so war nun vor Allem Ihre Stangenwaffe in Bewegung, peitschte umher, sodass der hölzerne Schaft sich bog und wandt. Nach einem blitschnellen Stoß setzte sie nach, indem Sie den Speer erst gegen ihre Füße und anschliessend Ihren Torso kreisen lies. Etwas irritiert wich ihre Kontrahentin zurück, als Fenia eine weitere Umdrehung antäuschte, stattdessen aber mehrere äusserst präzise Stiche setzte.

    Der Lohn ihrer Mühen waren die ersten Wunden, die ihre Kontrahentin seit Beginn ihres Duells davon trug. Doch diese revanchierte sich damit, ihre neue Waffe mit einem kräftigen Hieb entzwei zu teilen. Sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen lassend, warf Ihr Fenia die Überreste des Schaftes entgegen, während Sie Ihr ein am Boden liegendes Schwert mit einem kräftigen Fußtritt in die Magengegend rammte. Dies löste ein wütendes, beinahe bestialisch anmutendes Knurren aus, als Sie sich das Schwert herauszog – und Fenia unterdessen herumwirbelte, sich noch während der Drehung duckte, einen Säbel ergriff und ihn aus der Aufwärtsdrehung heraus gegen Sie führte. Doch die Walküre schien sich nun mit dem Gedanken angefreundet zu haben, dass die 'Heilige' nun mit allen zur Verfügung stehenden Waffen kämpfte, denn Sie hielt mit aller Kraft dagegen und sprengte damit den gegen Sie geführten Säbel. Bruchstücke der stählernen Klinge prallten von Fenias geschwärzter Rüstung ab, als Sie die Arme nach oben riss – und dort die Axt auffing, die ihre Bewegungen in die Luft befördert hatten. Mit beiden Händen schwang Sie ihre neue Waffe nach unten, als die Parade ihrer Kontrahentin um ein Winziges fehlschlug – und das Axtblatt mit Wucht auf den Stiel zwischen Ihren Händen aufkam. Er hielt – doch eine tiefe Scharte prangte nun dort und drohte, bei kräftigeren Schwüngen zu brechen.

    Doch es war nicht genug. Sie hatte Ihrer Gegenspielerin nur einige leichte Verletzungen zufügen können, während Sie selbst spürte, wie sich eine gewisse Taubheit in Ihrem Leib breit machte. Das Gift hatte Sie zwar nicht vergessen, war dennoch unangenehm davon überrascht, wie bald es nun zu wirken begann. Es half nur noch eines. Sie warf die Axt in Richtung ihrer Kontrahentin, die Sie kurzerhand aus der Luft schlug, und zog in einer fliessenden Bewegung Karyptius von Ihrem Rücken. Unheilvoll blitzte der mächtige Bidenhänder, ganz so, als würde er erkennen, dass es nun Blut zu vergiessen galt. In einer letzten Kraftanstrengung sog Sie die Macht der Erde in sich hinein, als Es erneut zu einem Schlagabtausch kam - Ihr Leben sollte davon abhängen, diesen nun für sich zu entscheiden. Sämtliche Finesse liess Sie fahren, als Sie jede Unze an Stärke, die Sie aufbringen konnte, sammelte und in einen einzigen Schwung steckte. Karyptius fuhr in einem perfekten Halbkreis über den Boden, diesen kurzerhand zerpflügend, ganz so, als wäre überhaupt kein Widerstand, der sich ihm entgegen stellte. Als der Zweihänder gegen die Waffe der anderen Walküre prallte, wusste Fenia, dass Sie ihr Ansinnen erreicht hatte. So kräftig war Ihr Schlag, dass Sie deren Deckung zwar nicht durchbrach, aber die Wucht hob Sie von den Füßen und schmetterte Sie über die Köpfe der Umstehenden hinweg. Sie zog den Helm ab und warf Ihn vor Ihre Füße, sodass Ihr Haar im Wind wehte und ihre blutroten Augen sich in die Augen eines jeden Zuschauers bohrten. "Ergebt Euch! Der Kampf ist vorbei, Ihr habt verloren! Wer sich jetzt ergibt, dem wird Gerechtigkeit widerfahren - doch wer sich wehrt, dem ist ein Schrecken ohne Ende versprochen! Ich sage es erneut: dieser Kampf... ist... vorbei!"

    Die letzten Worte schrie Sie, als Sie den Zweihänder in einem beidhändig geführten Hieb auf den Boden stiess. Dieser brach als Reaktion darauf auf, als sich unter einem widerspenstigen Grollen Risse durch die Erde zogen und Geröll wie bei einem Vulkanausbruch in die Höhe schoss und loses Erdreich wie auch kleinere Steinbrocken überall auf dem Schlachtfeld niederregneten. Langsam streckte Sie den Rücken durch, während der Staub der entfesselten Gewalt sich auf dem Feindesblut auf Ihrer Rüstung vermischte, um das Schlachtfeld in Augenschein zu nehmen. Sie liess den Zweihänder im Boden stecken, um den Anblick einschüchternder zu gestalten - doch in Wahrheit kaschierte Sie damit, dass das Gift seine Wirkung zeigte und Ihre Hände den festen Griff nicht mehr so einfach wahren wollten. Sollte die Einschüchterung keine Wirkung zeigen und die Schattenkrieger sich nicht zurück fallen lassen, wäre Sie ernsthaft in Schwierigkeiten - doch Sie durfte keine Schwäche zeigen. Niemals! Auch nicht im Angesicht des drohenden Todes! Sie war ein Symbol - eines, das niemals Wanken sollte. Und wenn Sie schon fallen sollte, dann würde Sie eben zur Märtyrerin werden.
    Geändert von Rosered_Strauss (17.05.2016 um 23:12 Uhr)

  11. #11
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    Von all dem Getose, all der Zerstörung in ihrem Garten bekam Prinzessin Kaja nicht mehr viel mit. Krüber trug die Prinzessin in hastigen Schritten laufend in einen sicheren Bereich des Palastes. Sofort wurde sie auf eines der bequemen Betten gelegt, es würde noch ein Paar Minuten dauern, bis der Heiler das Zimmer erreicht, bis dahin musste Kaja notversorgt werden. König Konrad der bei seiner Tochter stets an ihrer Seite blieb, tat alles, um trotz der bizarren Situation einen ruhigen Eindruck zu hinterlassen, hatte er seinen Hauptmann doch zuvor mit hasserfülltem Blick angeschaut, obwohl dieser, wenn gleich die Sicherheitsmaßnahmen sehr hoch wirkten nichts dafür konnte. Später würde er sich bei seinem besten Mann dafür entschuldigen.
    Der Prinzessin lief der kalte Schweiß ihren Körper entlang, Fieber breitete sich aus. Die Nonnen hatten alle Hände voll zu tun ihre Patientin zu versorgen. "Eure Majestät, bitte", doch weit kam der König nicht, da die Hand seiner Tochter sein Handgelenk fest umschlossen hielt, als wolle diese sagen, bleib bei mir.
    König Konrad spürte nur einen kurzen, stechenden Schmerz in seinem Kopf ignorierte diesen aber wieder, da er es einfach der Anstrengung zu schulde kommen ließ.

    Eine Woche zuvor

    Prinzessin Kaja war aufgeregt. Die letzten Tage der Vorbereitungen zerrten deutlich an ihren Nerven. Zu mal der ständige Streit mit ihrem beiden liebsten Lieblingsmenschen. Viel lieber wäre die Prinzessin in die Lehre eines Gelehrten oder gar eines Kampfmagiers gegangen, statt den Thron zu übernehmen doch ihr Versprechen, dass sie dem König gab, bindet sie nun. Schon schlimm genug, dass ihre eigene Mutter nach ihrer Geburt in einen langen Schlaf viel und man ihr nicht sagen wollte, wo diese sich aufhielt oder sie sie besuchen konnte. Nein, die Stimmung heizte sich immer weiter auf. Kaja wusste... mit einem leckeren Essen konnte sie die Gemüter schnell beruhigen. An ihrer Seite war stets der Hauptmann der königlichen Garde, der zur Zeit als Gepäckträger fungierte, was Prinzessin Kaja urkomisch fand. Während die Prinzessin ihre Arme ausbreitete und das Licht der wärmende Sonne aus ihre schneeweiße Haut wandern ließ, begegnete ihr ihr Bruder, der stolzen Schrittes auf den Straßen marschierte, als wäre er der neue König. "Brüüüüüüderchen!", rief Prinzessin Kaja so laut, dass es sämtliche daneben stehende Stadtbewohner hören konnten, sich dabei ein Lachen nicht verkneifen.

    In schnellen Schritten war Kaja bei ihrem Bruder und warf sich in dessen Arme. Ihr Blick verfinsterte sich leicht, als sie zeitgleich die Walküre etwas weiter abseits sowie Crim entdeckte. "Hast du immer noch schlechte Laune wegen dem Streit mit Vater?", versuchte Kaja das Thema auf sich zu lenken. "Und sag mal.. du bist ziemlich oft mit den beiden hübschen unterwegs, läuft da was zwischen euch?". Die Prinzessin nahm ihren Bruder leicht in den Schwitzkasten und war Stolz wie Oskar, dass es ihr immer wieder so leicht gelang ihren Bruder auf's Kreuz zu legen.
    Geändert von Constantine (17.05.2016 um 15:11 Uhr)

  12. #12
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    Beeindruckend. Ein anderes Wort fand der Prinz nicht. Nicht für das was die Heilige und ihre Gegnerin sich für einen Kampf lieferten, bis zu dem Zeitpunkt, als Fenia ihre Kontrahentin über die Köpfe aller davon schleudert. Kurz erstarb das Kampfgetümmel, denn die allerwenigsten hatte jemals eine solche Kraftdemonstration mit ansehen können. Crim und Isenhorn waren es, die aber am schnellsten reagierten und ihre Männer nur Sekunden später wieder zum Angriff befehligten. Diesen kleinen Vorteil reichte um die meisten Schattenkrieger zu überrumpeln und niederzustrecken. Schnell waren ihre Reihen durchbrochen und Prinz Isenhorn eilte die wenigen Schritte zu der Heiligen. Er brauchte nicht lange um zu sehen, das es ihr nicht so gut ging, wie es den Anschein hatte.
    „Crim, kümmert euch um die Reste, macht Gefangene, ich möchte sie verhören.“, Befahl er und gab auch seinen Ritter ein Zeichen, das sie die rechte Hand es Hauptmannes unterstützen sollten. Nur eine Handvoll bedeutete er, mitzukommen um Fenia in Sicherheit zu bringen...


    Eine Woche zuvor

    Das Lachen erstarb sofort wieder, nachdem alle merkten, das der Prinz sie ernst anstarrte und weder Crim noch die Heilige auch nur Anstalten machten, zu lächeln. Isenhorn liebte seine Schwester, hasste es aber wenn sie ihn so rief.
    „Nein, ich habe keine schlechte Laune wegen Vater.“ Er log, aber das musste sie nicht wissen. „Ich bespreche mit Crim ein paar Maßnahmen, die wir noch treffen müssen, vor der Zeremonie. Da du ja deine Wache zweckentfremdest, rede ich eben mit seiner Stellvertreterin.“ Über die Heilige verlor er kein Wort und auf die Anspielung das da etwas zwischen ihm und einer der Frauen lief, antwortete er gar nicht erst, nachdem er sich aus ihrem Griff befreit hatte.
    „Du solltest lieber im Palast sein, als hier auf der Straße. Die Stadt ist unruhig.“ Das stimmte sogar. Viele Menschen waren hergekommen und es würde noch mehr werden. Alle wollten die Prinzessin sehen am Tag ihrer Krönung, auch wenn die meisten es niemals hinter die Burgmauern schaffen würden. Die Gasthäuser waren schon jetzt überfüllt. Die ersten Schlugen ihre Zelte vor den Stadtmauern auf und die Strassen waren voll von Bettlern und kleinen Händlern, die ihre Ware los werden wollten. Dazu kamen dann die Geladenen Gäste von hoher Geburt, Lords mitsamt ihren Gefolge. Einige würden im königlichen Palast ihre Unterkunft haben, aber das galt nur für die höchsten Adligen. Isenhorn erzählte ihr lieber nicht, das es schon im Hafen den ersten Ärger gab um die wenigen Anlegeplätze und ein Fischer auf einen anderen losgegangen ist. Auch im Armenviertel gab es Ärger, aber den gab es da irgendwie immer. Eigentlich war es nichts von Bedeutung, aber kurz vor so einem wichtigen Ereignis hörte Isenhorn schon genau hin, wenn irgendwo etwas geschah. Aber auch die Berichte von Außen beunruhigten ihn. An der nördlichen Grenze war schon wieder etwas geschehen, er tippte auf Orks aber noch hatte ihn keine genaue Nachricht erreicht. Er hoffte das seine kleine Abordnung dort genaueres herausfand. Zwar hatte die Heilige erwartet das man sie schicken würde, aber dieses mal war ihr erscheinen am Hof erwünscht worden und viele würden es nicht verstehen, wenn sie nicht anwesend wäre.

  13. #13
    Händler Avatar von Constantine
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    "Hmmm, keine schlechte Laune, nein?", wiederholte Prinzessin Kaja. Dabei wanderte sie seelenruhig um ihren Bruder herum. Inspizierte ihn vom Scheitel bis zur Sohle. "Warum zweckentfremden?", "das ist gleichzeitig eine gute Übung für unseren Hauptmann sein Nervenkostüm zu testen und sein Durchhaltevermögen", dabei konnte sie sich ein Grinsen nicht verkneifen. Ihr Blick huschte immer zwischen der Heiligen sowie Crim umher. "Und diese wichtige Angelegenheit verlangt es, dass du gleich beide der Frauen zu dir holst, was natürlich nur zur Besprechung der politischen Lage dient". Ein weiteres Grinsen umschmeichelte ihre Lippen, als sie ihrem Bruder etwas zuflüsterte und auf eines der teuren Luxushotels im Stadthafen hinwies, woher gerade die Prinzessin das wusste? Darüber konnte ihr Geschwister nun grübeln. "Aber, wenn du nichts dagegen hast, leih ich mir die Heilige für heute mal aus, so kommt sie mir auf keinen Fall zur königlichen Feier und du könntest dich auch mal wieder etwas schicker ankleiden". "Der Palast ist stinklangweilig außerdem habe ich Krüber bei mir, der mir wie ein Kettenhund folgt", ein wenig missmutig über den Tatbestand drehte sich Kaja kurz zu ihrer Leibwache um und setzte ein zuckersüßes Lächeln auf und winkte ihrem Begleiter zu. Wieder zu ihrem Bruder flüsternd, "willst du nicht lieber den schönen Tag mit mir verbringen, überlass diesen lästigen Krempel doch Vater - immerhin dürfen wir uns auch mal amüsieren". "Oder willst du lieber mit Crim alleine sein, hübsch ist die Gute ja".
    Geändert von Constantine (18.05.2016 um 00:16 Uhr)

  14. #14
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    Eine Woche zuvor

    Fenia betrachtete den Austausch der Königskinder mit mäßigem Interesse. In Ihre Amtstracht - die pechschwarze Rüstung - gehüllt, wirkte die Hochinquisitorin nicht wie jemand, der zu müßigen Gesprächen aufgelegt war. Sie hätte wohl noch nicht einmal einer Rüstung bedürft - Ihre Autorität umwehte Sie in einer Art und Weise, die einer Rüstung gleichkam, hielt sie doch schon den Großteil des Palastes auf Abstand. Oder jegliche andere Individuen. Sie horchte erst auf, als die Prinzessin von Ihr sprach. Es schien, als sollte Sie wohl auf die Prinzessin aufpassen. Ihre Mundwinkel zuckten kurz, jedoch fand Sie gleich wieder zu Ihren üblichen Ausdruckslosigkeit zurück. Sie konnte die Prinzessin zwar gut leiden - was an und für sich mehr war, als sie je zu hoffen gewagt hatte - doch im gleichen Atemzug konnte Sie sich eines gewissen Neides nicht erwehren. Eines Neides, den Sie sich nicht gerne eingestandt und daher in die dunkelsten Tiefen Ihrer Selbst verbannte. Nachdem das Gespräch der Geschwister zu einer Pause kam, meldete sie sich zu Wort. "Wenn Serah es wünschen, werde Ich Euch begleiten." meinte sie höflich in Richtung Kasjas. "Seid unbesorgt - Ich werde auf Euch aufzupassen wissen."

  15. #15
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    Auf den Kommentar der Großinquisitorin hin, konnte Kaja sich ein weiteres Lächeln nicht verkneifen. Ohne, dass ihr Bruder noch reagieren konnte, hatte die Prinzessin ihren Arm unter dem ihrer Beschützerin gehackt. "Siehst du, Brüüüüüderchen", Kaja betonte das Wort absichtlich lang, wusste sie doch ganz genau, dass auch der stolze Prinz so seine Empfindlichkeiten hatte. "Fenia ist einverstanden und mit dem da in Schlepptau", dabei deutete ihr Blick Richtung Krüber, der noch ein aber Prinzessin ansetzen wollte doch ihre Mimik duldete keine Widerworte. "Also, Fenia", begann Kaja das Wort und zog die Walküre mit sich, ob ihr Bruder ihnen folgen würde, blieb letztendlich ihm überlassen. Die Prinzessin würde sich sehr darüber freuen doch wusste sie auch um seine Wichtigkeit in Person. "Was möchtest du gerne kaufen, was gefällt dir?". Kaja wollte schon immer etwas mehr Zeit mit der Walküre verbringen. Im Palast wirkte dieser immer etwas abwesend und hielt alle auf einen gewissen Abstand. Diesen Käfig wollte Kaja brechen.

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