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  1. #166
    Händler Avatar von Constantine
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    Diamond wartete geduldig vor dem Büro. Dank der defekten Gegensprechanlage konnten ihre Ohren jedes Wort laut und deutlich vernehmen. Luca war sauer, richtig sauer. Ein lautes Klirren hallte am Ende der Wutrede gegen eine Wand, als er einen seiner Agenten nach den anderen, das Büro verlassen ließ.

    Eine pochende Ader pulsierte an seiner Stirn. Diamond stand in aller Seelenruhe auf. Sie kannte den Teil von Cross bereits, doch sie ließ sich nicht weiter davon beeindrucken. „Das Gespräch lief wohl nicht wie erwartet?“, fragte sie kühl um Luca ein wenig den Druck zu nehmen.


    „Wir können einen Spaziergang machen, frische Luft schnappen und sollten aber nicht all zu lange wegbleiben“.
    Ihr Tonfall wurde ernster. „Ich habe nämlich deinen Vorschlag von vorhin schon in die Tat umgesetzt“, ihre eiskalten Augen wanderten durch die Reihen der verschiedenen Agenten. „Du weißt ja, wenn etwas unvorhergesehenes geschieht, werden die Ratten aufgescheucht“.

    Zu zweit betraten sie den Fahrstuhl des Gebäudes. Diamond ließ Luca einsteigen, betätige dann die Plexiglasscheibe. Noch bevor die Maschinerie in Gang gesetzt wurde, drückte Diamond den Notknopf, Der Fahrstuhl kam sofort zum Stillstand. Rote LED‘s beleuchteten die Kabine. Luca rollte nur kurz mit den Augen, da er diese Angewohnheit schon früher von ihr kannte und sie den Fahrstuhl in der Vergangenheit gern als ihr persönliches Büro missbrauchte. „Hier können wir ungestört reden, keine Augen in und außerhalb der Mauern“.

    „Ich habe bereits die Medien eingeschaltet“. „In einer knappen Dreiviertelstunde wird es hier vor Reportern und Parasiten nur so winmeln“. Diamond nahm eine bequeme Haltung ein und lehnte ihren Rücken an der Innenwand der Kabine.

    „Du brauchst den Aasgeiern nicht viel erzählen, überlass die Hauptrede ruhig mir“. „Und was unsere gemeinsame Ratte angeht, bin ich dabei sämtliche unserer Leute zu überprüfen“. Ihr Blick wurde noch kälter, als er ohne hin schon war. „Und damit meine wirklich jeden unserer Leute, selbst unser Oberhaupt“. „Wie kommen deine Ermittlungen voran?“.
    Geändert von Constantine (13.10.2021 um 10:40 Uhr)

  2. #167
    Bürger Avatar von Auren
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    Nicht der Gibbs...

    Reporter? Jetzt bei dem Chaos den die Geistererscheinung angerichtet hatte. Luca konnte nur hoffen, dass der gröbste Schaden bis dahin beseitigt war. Ansonsten würde Miss Herlay wohl ihn einen Besuch abstatten und darauf hatte er kein Bock.

    Zu den Ermittlungen wollte er eigentlich gar nichts sagen, aber dazu steckte er ja bereits zu tief drin.
    "Schleppend. Einige konnte ich überprüfen, aber bisher waren meine Mitarbeiter alle sauber. Meine Vermutung nach dürfte jemand die Fäden ziehen der weit aus mehr Berechtigung hat als wir.
    Ansonsten wäre diese Ratte schon aufgefallen oder gar in die Falle gerannt."
    Luca drückte erneut auf den Taster und der Fahrstuhl setzte sich wieder in Gang.
    "Hier kommt mir der Personalmangel zu gute. Ich muss nicht all zu viele durch leuchten. Bei dir ist es was anderes. Vielleicht erfahre ich morgen mehr, sobald die Akte auf meinen Tisch liegt. Alles was uns betrifft, schicke ich dir zu. Vielleicht finden wir so die Ratte. Bis dahin müssen wir uns in Geduld üben."






    "Oh, dass solche Worte aus deinen Mund kommen." Ja damit hatte nicht einmal Yumiko damit gerechnet. Leider war nicht viel von dem Tag übrig und trotzdem sollte die restliche Zeit richtig ausgekostet werden.

    Juri selbst kam erst gar nicht darauf zu antworten. Sie wurde von Yumiko an sich heraun gezogen , worauf ein Kuss folgte. Ehe die Tür zu geworfen wurde. Es sollte ja niemand so wirklich mitbekommen was die zwei Frauen alles so trieben.
    Heute würde es nicht nur bei einen Filmchen bleiben. Zu sehr waren beide noch von der letzten Nacht mitgenommen. Außerdem forderte Yumiko diesmal etwas mehr Liebe von Juri. Eigentlich wäre sie ja fast beim Rennen über ihre Freundin hergefallen, aber naja die Schießerei unterbrach ihr vorhaben.

    Am nächsten Morgen, wunderte sich Yumiko erneut, dass Juri noch im Bett lag. War wohl die letzte Nacht nun zu wild für sie? Ihr schlafendes Gesicht war sehr niedlich. Daher war da nichts mit aufstehen. Nein im Gegenteil. Sie schmiegte sich an ihrer Freundin heran und wartete darauf, dass Juri die Augen öffnete.
    Geändert von Auren (13.06.2021 um 20:41 Uhr)

  3. #168
    Bürger Avatar von hakuryu
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    Der Telepath hatte quasi sein innerliches Ohr offen um die Stimmung im Raum zu sondieren. Die Mafiabraut bekam draußen alles mit. Die Gegensprechanlage war defekt was sich für sie als Vorteil erwies den diese auch nutzte. Zudem hatte sie irgend so einen Deal mit Cross im Kopf. Simmons Ärger entging ihm keinesfalls. Das dieser ihm am liebsten den Hals umgedreht hätte als er beiläufig die Akte von Ketel erwähnte, amüsierte ihn schon ein wenig. Die Frage von Seyrah an Tegan war wirklich ernst gemeint. Halt den Kurzen ruhig, sie meint das mehr als ernst. So klein er sich auch machen kann, das packt der nicht. Schon klar.
    Was zum... Ach du scheiße. Instinktiv duckte sich Shinru als er die Gedanken von Cross auffing. Eigentlich brüllten die ihn geradezu an. Der Mann war auf mehr als 180. Dann explodierte er förmlich. Hat Simmons die nicht weitergegeben? Nein. Hatte er auch nicht vorgehabt. Sein Freund schaute ihn ungläubig an. Seine Mitarbeiter sollte man eigentlich nicht so anbrüllen. Wenn er aber zurück dachte, dann hatte man ihnen beiden schon weit schlimmere Standpauken gehalten und das sogar noch weitaus lauter und länger.
    Ihr zwei. Das war an sie beide gerichtet. Lasst mir eure Anschrift und gültige Telefonnummer hier. Die Rechnung für Reparaturarbeiten, sowie die Reinigung des Saustalls dürft ihr gerne übernehmen. Mir egal wie ihr es anstellt. Immerhin seid ihr dafür verantwortlich. Außerdem sollte diese Erscheinung noch einmal in der Öffentlichkeit negativ auffallen, werde ich dich persönlich einsperren. Sein Blick war finster auf Tegan gerichtet. Ich kenne eure Akten. Also sorgt dafür, dass es nicht passieren wird und raus hier! Ein Wort und er knüpft dich am nächsten Baum auf. Sag jetzt nichts. Sei froh das wir so ungeschoren davon gekommen sind.




    Die Erwähnung der Akte hätten sie wirklich sein lassen sollen. Tegan konnte den berechtigten Ärger des Abteilungsleiters verstehen, nur das der dann so aus dem Anzug ging, hätte er nicht gedacht. Er wollte schon einfach wie früher auf "Durchzug" stellen als dem Schwarzhaarigen aufging was gerade gesagt wurde. Ärgerlich wollte er schon eine gepfefferte Antwort raushauen als Shinru ihn gedanklich aufhielt. Der Telepath klang toternst. Was Cross dachte wollte Tegan in dem Moment wirklich nicht wissen wenn sein Freund so klang. Den sich windenden Taschendrachen fest im Genick haltend, verschwanden beide aus dem Büro. Als wenn der in den letzten drei Jahren aufgefallen wäre. Dann hätten wir die ganze Bagage schneller am Hals gehabt als wir hätten gucken können. Sein Freund ließ das unkommentiert.

    Das Großraumbüro sah wie ein Schlachtfeld aus. Da das seine Schuld war, begann der Schwarzhaarige einfach beim ersten Tisch wo er vorbei kam aufzuräumen. Aktenstapel wurden wieder aufgeschichtet, Stifte in Becher zurückgesteckt, umgestürzte Kaffeetassen hingestellt und zum Teil neu gefüllt. Wie durch ein Wunder war nicht eine einzige Akte beschädigt worden. Nicht mal eine Tasse war zu Bruch gegangen. Allerdings dürfte es einige Zeit dauern die Papiere zu sortieren, davon waren eine ganze Menge durch die Gegend geflattert. Ryu stromerte durch die Ecken und brachte alles an Papier mit was ihm vor die Schnauze kam. Da beide Arbitratoren keinerlei Akteneinsicht hatte und mit keinem der Fälle zu tun hatten, legten sie das alles auf einen Stapel.
    Zwischendurch hielt Shinru Tegan immer auf dem Laufenden was im Büro des Leiters passierte. Die wollten uns wirklich nur als freie Mittarbeiter? Ja. Das überrascht mich selbst. Die sind aber auch extrem Unterbesetzt. Es gibt zur Zeit gerade mal gut 70 aktive Arbitratoren. Nur so wenige? Gut, ich habe bis auf Seyrah noch kein bekanntes Gesicht gesehn und wenn man die Uhrzeit bedenkt dürfte der Großteil draußen unterwegs sein, aber als wir gingen waren doch noch fast alle aus unserem Jahrgang aktiv. Tegan unterbrach sogar seine Arbeit. Ich habe verfolgt das sie damals fast die komplette Führungsriege unter Ailen festgesetzt hatten, oder zumindest nach denen gesucht haben. Die beiden Jahrgänge nach uns sollten doch eigentlich kompetent gewesen sein um ein neues System aufzubauen. Es sind viel mehr Nichtarbitratoren in allen Bereichen vertreten als du glauben wirst. Bei den Arbitratoren sind das eher Novizen und Begabte. Kaum einer ist ein Meister. Cross ist im übrigen einer. Telekinet. Sei froh das er sich so gut im Griff hatte, das hätte auch ganz anders enden können. Das war ihm bewußt. Das mußte auch an die Geisterscheinung durchgedrungen sein. Immerhin hatte der noch nicht einmal versucht auch nur ein Fitzelchen Papier zu fressen. Allerdings knurrte Ryu immer wieder Mitarbeiter an. Die schauten oft zu ihnen rüber und das alles andere als wohlwollend. Verständlich nach dem Chaos was sie verursacht und den blauen Flecken die sie verteilt hatten. Mit einer Endschuldigung wird es wohl nicht getan sein.

    Es dauerte eine ganze Weile bis der Saustall halbwegs wieder vernünftig aussah. Beiden Männern war nicht entgangen das Cross und Diamond im Aufzug was zu besprechen hatten. Was das war blieb ihnen verschlossen. Shinru war in seine Komfortzone gewechselt. Er meinte nur das er keine Lust auf Beschimpfungen hatte. Ob ihm die Nummern reichen? Deine hat ja Simmons schon. Ne Adresse ist ja nicht wirklich da. Und selbst wenn ich eine hätte würde ich die nicht rausgeben. Du hast es echt immer noch nicht mit Autoritäten oder? Hey, er ist nicht mein Boss. Nur weil er die Herlay nicht mag und daruch Pluspunkte hat, springe ich nicht gleich wenn er was sagt. Shinru schüttelte nur seinen Kopf. Diese Haltung hatte Tegan damals schon Scherereien gemacht. Gib deine einfach mit an. Die haben nicht umsonst versucht uns zu erreichen oder eher zur Mitarbeit zu überreden. Laß Cross erstmal runterkommen, danach redet es sich leichter. Na mal sehen. Er klang etwas verschnupft. Auf einem leeren Zettel wurden beide Handynummern geschreiben und dem Rezeptionisten gegeben. Der versuchte näheres aus ihren Köpfen zu bekommen und zuckte erschrocken zurück als er es bei Tegan versuchte. Laß es, das haben schon anderen versucht die weitaus mächtiger sind als Sie. Ryu ließ es sich nicht nehmen auf den Tresen zu hüpfen und den Mann noch in Hundegröße anzufauchen. Zufrieden hockte er sich danach nur noch als leichtes Flimmern auf die Schultern seines Herrn. Das Haus zu verlassen war gar nicht so einfach. Eine ansehnliche Traube von Reportern hatte sich schon eingefunden und es wurden immer mehr. Offensichtlich hatte der Plan der Mafiabraut Früchte getragen. Geschick mogelten sich die beiden Arbitratoren unbehelligt durch Menge.

    Da sie sich jetzt nicht mehr wirklich bedeckt halten mußten, strebte Tegan automatisch die Gewächshäuser an. Er wollte zu einem ganz bestimmten. Wie sich herrausstellte waren alle umgestaltet worden. Es wurde viel angebaut um die Menschen zu versorgen. Die alten Bäume standen aber immer noch. Begeistert hopste der Taschendrache vollstofflich auf einen ganz bestimmten Baum zu und verschwand im Geäst. Einige überraschte Rufe wurden bei seinem Erscheinen laut. Dann ein Rascheln und ein recht kleiner Junge fiel vom Baum. Geradewegs in die Arme von Shinru. Der Kurze hatte aber seinen Blick eher auf den Geisterbeschwörer gerichtet. Er hatte mitbekommen das das blaue Etwas von dem Dunkelhaarigen kam. Du solltest dich besser festhalten Kleiner. Hast du den Drachen da gesehen? Der ist blau. Shinru lachte nur und setzte den kleinen runter. Der konnte gar nicht fassen was er da gesehen hatte. Ja ich hab den Drachen gesehen. Der heißt Ryu. Ryu. Besagter Drache streckte den kleinen schuppigen Kopf aus den Blättern, wechselte in seine Kuschelform, sprang vom Baum und spielte mit dem Jungen. Tegan war mit wenigen geübten Griffen in der Baumkrone. Shinru machte es sich weiter unten bequem und behielt Kind wie Drache im Blick.
    Was machen wir jetzt? Naja, so genau weiß ich das auch nicht. Meine Fähigkeiten sind noch nicht wieder ganz da. Viel ist also nicht möglich. Der Schwarzhaarige überlegte. Die Nachricht die er am Morgen gelesen hatte war ihm nicht aus dem Kopf gegangen. Er schaute sie sich noch mal an. Gehe nach Norden. Unter die vergessene Erde. Am Ende findet ihr ein Licht. Es wird euch leiten. Nur gerade aus! Zeit wird euer Helfer sein. Dieses Mal.
    Ich glaube der Alte meint die alten U-Bahntunnel. Die werden ja nicht mehr benutzt, viele sind zusammengestürzt. Wenn ich nicht irre ist nur die U 7 passierbar von denen die nach Norden gingen. Das ist auch die Einzige die Nord-Süd-Ausrichtung hatte. Vier oder Fünf zweigten ab. Jetzt brauchen wir nur noch den nächstmöglichen Zugang.
    Geändert von hakuryu (18.06.2021 um 08:39 Uhr)

  4. #169
    Händler Avatar von Constantine
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    Der Fahrstuhl setzte sich erneut in Bewegung. Nach einer Weile kamen beide an der unteren Etage an. Sie liefen noch ein kleines Stück. Ein Vorteil mit Diamond unterwegs zu sein, war ihre Verschwiegenheit. Eine Eigenschaft die in solch einer emotionalen Lage für Luca meist eine Wohltat war. Es war nicht zu übersehen, dass ihr Kopf arbeitete.

    Die Minuten verstrichen nur so dahin. Doch dann kam die Stunde der Wahrheit. Der Parkplatz wurde plötzlich von Van's umzingelt. Dutzende Reporter liefen auf das Gelände, ja sogar ein Helikopter kreiste über das Aribiratorenbüro.

    Diamond stand an einem Podium was in der Zwischenzeit aufgebaut wurde. Ihr kalter Blick wanderte durch die Reihen der einzelnen Reporter, die nun dicht an dicht standen um die besten Aufnahmen zu ergattern. Ebenso hatte sie genau Luca im Blick, der etwas weiter Abseits des Trubels stand.

    Das Mikrofon wurde eingeschaltet, schlagartig erlosch der ganze Trubel den die Reporter verursachten. "Ich danke Ihnen allen für Ihr Erscheinen". Leises Gemurmel hallte wieder, "sie fragen sich sicherlich was all dieser Aufruhr zu bedeuten hat?". Dutzende Kameras waren nun auf ihr Haupt gerichtet. "Nun der Grund ist ganz einfach.. nach einer längeren Unterredung und einer gemeinsamen Entscheidung mit Herrn Cross dem Leiter der Aribiratorenabteilung.. habe ich, Diamond Constantine, mich dazu entschlossen die örtlichen Behörden mit finanzieller Unterstützung zu bewandern". "Es ist eine Schande, dass nicht mehr Gelder in die öffentliche Sicherheit gesteckt werden kann". "Wir werden den Aribiratoren gehörig unter die Arme greifen, neue Büromaterialien, neue Technik für die Sicherheit in den Außenbezirken, neue Einsatzfahrzeuge". "Die jüngsten Ereignisse aus den Slums haben uns einfach gezeigt, dass eine Koorperation dringend nötig ist". "Um die Sicherheit unserer beider Bezirke zu gewährleisten".

    Ihr Blick wurde nun noch kälter. "Harte Zeiten erfordern nun mal ungewöhnliche Maßnahmen". Sie hob ihren rechten Arm gen die Kamera, "und an die, die Unruhe in der High City und in den Slums stiften, seid gewarnt.. wir holen euch".

    Erneutes Gemurmel hallte unter den Reportern. Diamond hatte nun etwas los getreten, was landesweit von den Medien ausgestrahlt wurde. In jedem Haushalt, jeder Einkaufspassage, jeden Büro wo ein Zugang zum Fernsehen war lief nun dieser Sonderbericht.

    Nun war es an der Zeit fragen zu beantworten. Diamond verabschiedete sich lächelnd von den Reportern und bat nun Luca auf die Bühne. Das war wiederum eine Eigenschaft die er so gar nicht an ihr schätzte.
    Geändert von Constantine (13.07.2021 um 19:55 Uhr)

  5. #170
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    Sein Boss war sauer, aber Douglas ebenso und das konnte und wollte er nicht auf sich sitzen lassen.
    „Und sie lassen zu, dass sie einfach so den Fall an sich reißt und uns außen vorlässt? Ganz großes Kino! Ich denke, sie erinnern sich sehr genau, was vor 3 Jahren passiert ist und ein Grund war sicherlich auch der, dass diejenigen die eine solche Macht wie die Herlay hatten, genau dasselbe Verhalten an den Tag gelegt haben, wie sie das jetzt tut!“ Aber Cross reagierte darauf gar nicht. Als Luca dann auch noch mit der Mafiabraut verschwand, verstand Douglas gar nichts mehr.
    „Ich glaub, wir haben sehr bald ein sehr, sehr großes Problem, meinste nicht auch?“ Dabei deutete er auf Luca und Daimond, die zusammen das Büro verließen. Douglas verstand die Welt nicht mehr. Ihre Behörde stand wie sonts kaum eine im Mittelpunkt des offentlichen Interesse, man schaute ihnen bei jeder Tat auf die Finger und jetzt sah es so aus, als wenn der Boss der Behörde, Luca Cross, der beste Freund einer mindestens zwielichtigen Vereinigung ist. Wenn das keine Wellen schlagen würde, dann hieß das für Douglas nur, dass selbst in den obersten Reihen der Stadtverantwortlichen Leute saßen, die alles dafür taten, dass sich die Vorfälle von vor 3 Jahren früher oder später weiderholen würden.


    Ein paar Minuten später.


    Douglas war mit Seyrah in ihr Büro gegangen, immerhin wusste sie von der Akte, um sich mit ihr zu besprechen, mindestens ihre Meinung zu erfahren. „Und nun, dank den zwei Plaudertaschen stecke ich nun richtig in der Klemme. Das solche Infos kursieren sollte nicht jedermann wissen.“, befand Douglas. „Und dank dem Mist trage ich nun eine Zielscheibe auf dem Rücken so groß wie die ganze verdammte Stadt.“

  6. #171
    Bürger Avatar von Auren
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    Schlagzeilen...

    Cross ergab sich. Ihm blieb ja auch nichts anderes übrig. Immerhin hat er dies ja auch mit unter selbst eingefädelt.
    Also ging er zum Podium.
    "Bevor ihr mich mit euren Fragen bombardiert, muss ich eines noch vorher los werden. Die Mafia hat sich nicht bei uns eingekauft, sondern bereitwillig sich zur Zusammenarbeit mit der Abteilung gewilligt. Mit diesen Geldern werden wir nicht nur neues Equipment ordern, sondern auch weitere Stellen besetzen können, die dringend benötigt werden."
    Er blickte die Menge an Reportern an.
    "Mehr habe ich nicht zu sagen."
    Damit ging er zu Diamond.
    "Ich mag diesen Rummel nicht. Also übertreib es nicht und wenn Herlay sich deswegen meldet, lege dich nicht mit ihr an. Ich darf nur hinter den Dreck beseitigen."
    Geändert von Auren (02.07.2021 um 11:55 Uhr)

  7. #172
    Phöses Mädel Avatar von Janoko
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    "So wirklich sehe ich da kein Problem", meinte Seyrah weitaus gelassener. Cross war zwar am Austicken gewesen, aber Doug hatte den Kampf, unter der Oberfläche nicht bemerkt. Wie auch. Er war ein stink normaler Mensch. "Aber ich hab da ne Idee. Das mit der Akte ist eigentlich ne gute Sache, also das er es weiß. Das kann ich nämlich auch gegen ihn verwenden. Wenn er nicht gerade selber zur Herlay rennt."

    Ungeniert zog sie sich dann ihre Bluse aus udn warf sie Doug ins Gesicht. Nur um danach in einem Rückenfreien Top vor ihm zu stehen. "Ich hab gerade beschlossen, das wir beide einen kleinen Ausflug machen." - sie wartete gar nicht auf die Reaktion, sondern schnappte sich den Autoschlüssel aus ihrer Jacke. "Du solltest dir auch was anderes anziehen, ich glaube die Reporter-masse da unten willst du nicht an der backe haben. Wir fahren mit meinem Auto"

  8. #173
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    Die Bluse warf Doug grummelnd auf ihren Schreibtisch. „Ob das wirklich so gut ist… na ja, abwarten.“ Auch Douglas schaute aus dem Fenster, nachdem Seyrah die Reporter erwähnt hatte und erblickte sofort Cross, der auf einem Podium stand und offensichtlich sprach. Er hatte nur keine Ahnung, warum es eine Pressekonferenz gab und was noch viel schlimmer war, diese Mafiabraut stand direkt daneben. Douglas ahnte nichts Gutes. Noch wusste er ja nicht, was Cross der Öffentlichkeit grad erzählte und irgendwie war er auch nicht erpicht darauf, es zu erfahren.
    „Ich hab bei der Sache ein ganz, ganz beschissenes Gefühl, wenn ich den Auflauf da unten so sehe.“, meinte er dann noch. „Was soll ich mir denn anderes anziehen? Ich hab nix hier, außer meine regulären Uniformen und damit erkennt man mich eher als in diesem Alltagsoutfit. Lass uns einfach bei der Nebenausfahrt raus, da ist sicher kein Reporter. Und für die Akte müssen wir dann eh zu mir.“

  9. #174
    Bürger Avatar von Auren
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    Die Verlorenen...


    Juri war beschäftigt, das Telefon los zu werden. Dazu ging sie wie immer in Ihr Versteck, wobei es ja nicht ihr gehörte, aber dies war gerade vollkommen egal.
    In der Zwischenzeit, wurde Yumiko nach Jahren der Ruhe wieder aktiv.
    Eigentlich hatte die Frau mit der Vergangenheit abgeschlossen.
    Nur schienen die Ereignisse vor drei Jahren wohl noch eine Rechnung mit ihr offen zu haben.
    "Diese verdammten Arbitratoren." Schimpfte sie vor sich hin.
    Damit waren nicht mal die Eliten gemeint, nein eine andere Person.
    Die sie ihm am liebsten beide Arme abhacken würde, aber diese Person galt es nun zu finden.

    Hinter ihren Waffenschrank, befand sich ihr kleines Versteck. Davon weiß nicht einmal ihre Freundin etwas. Dort lag ein Foto. Mit dem Mann, der diese Veränderung hervorbrachte. Zusammen mit Juri, Alice und John. Letzteres war noch am Leben, aber befand sich im Hochsicherheitstrakt. Gut weggeschlossen, obwohl er nur ein normaler Mensch war.
    Alice hingegen war auf der Flucht und der Rest von der Truppe war untergetauscht oder Tod.
    Daneben lag sie. Seine Dessert Eagle.
    Sie hatte von der letzten Schlacht ein paar Schrammen abbekommen, war aber noch vollkommen Funktionstüchtig.

    "Ich glaube nicht, dass du diesen Ausgang haben wolltest, dass sie wieder hier sind und alle auf brutaler Art abschlachten wollen." Sie nahm das Foto in die Hand.
    "Du verdammtes Arschloch, warum musstest du vor drei Jahren abkratzen? Sieh dir die Scheiße an! " Sie legte das Foto zurück, nahm ihre Waffen, Munition und ihr weißes Kleid. Ein Zeichen dafür, dass wohl bald zur Sache ging.

    Doch um einen ein Frau Krieg zu entfachen benötigte Yumiko noch ein paar Information. Dazu wollte sie zwei Herren aufsuchen. Tegan und sein Freund. Sie wissen bestimmt irgendwas. In der Vergangenheit lagen sie ja oft richtig. Deswegen wollte sie ihr Glück mit denen versuchen. Nur wo waren sie? Vor drei Jahren trennten sich ihre Wege und seitdem waren sie verschwunden.
    Jetzt heißt es sie zu finden und danach sind die Eliten dran.



    Das Treffen...

    "Wie sieht es aus?"
    "Sie haben alle schiss. Allein diese Frau hat sich fast ins Höschen gemacht." Ein Unbekannte beantwortete diese Frage.
    "Männer. Könnt ihr einmal euren Schwanz vergessen? Immerhin haben wir viel zu tun."
    "Sagt die Irre. Geh lieber zu deinem Date mit dem Idioten."
    "Er hat mehr Eier in der Hose als ihr zwei Deppen zusammen."
    "Ruhe. Ihr könnt euch später streiten." Seine Stimme war ruhig und gelassen und dennoch gehorchten sie ihm.
    "Hast du es?"
    "Ich habe alles vorbereitet. Schon lustig was man so alles findet, wenn man nur richtig sucht. Ihr tackt ist wie Musik für meine Ohren."
    "Schon wieder so ein unnützes Feuerwerk?"
    "Nein, diesmal lasse ich es richtig krachen. Ich möchte, dass sie es sehen kann. In dem Loch wo man sie hinein gesteckt hat."
    "Noch ein liebeskranker Spinner. Bin ich hier nur von Vollpfosten umgeben?"
    "Sie sind jung und seit er nicht mehr unter uns ist, war es nur eine Frage der Zeit bis wir alle eine gewisse Persönlichkeit entwickeln. Dies gilt auch für dich."
    "Schon gut. Ich war ja stets ein Einzelgänger. Komm ich wenigstens zum Zug oder darf ich wieder die Reservebank für euch aufwärmen?"
    "Nein. Ich brauche dich. Genau wie sein Feuerwerk. Es wird dir gefallen was ich zu sagen hab."
    Er grinste und flüsterte dabei jedes Detail über sein Vorhaben.
    "Genial, jetzt weiß ich warum ich hier mitmache. Endlich darf ich wieder etwas spielen."
    "Er ist verrückt, durch und durch."
    "Geh lieber du zu deinem Date. Er warte sicher nicht gern."
    "Hol dir doch einen Runter oder sollen es eins meiner Tierchen für dich übernehmen?"
    "Was erhoffst du dich von ihm?"
    "Er soll mich schwängern! Er ist genau der richtige. Stark und dennoch benutzt er seinen Kopf. Zu Schade, das er sein Talent nicht weiter fördert, aber naja hoffentlich ist er gut im Bett. Tschau ihr Schwanzlutscher."
    Schritte hallten durch den raum bis sie verstummten.
    "Sie wird uns ärger bereiten."
    "Nein wird sie nicht. Sie hat ihre Gründe und von mir aus, soll sie sich sich schwängern lassen. Solange wir unser Zeil erreichen ist es mir egal. Mach dich auf dem Weg."
    "Mit vergnügen."

    "Komm, wir sind zum Tee eingeladen. Du willst sie ja wieder sehen."
    Damit trennten sich ihre Wege.

    --------------------------------------------------------------------------------------

    All dies geschah im Dunklen und niemand kennt ihre Ziele. Miss Herlay hatte ihre Auswertung zum Massaker in der Kaserne abgeschlossen und konnte nichts finden. Alle Spuren wurden verwischt. Einzig das Exoskelett war ihr letzter Anhaltspunkt, aber die Firma gab es nicht mehr und entsprechend sollte es auch solche Ausrüstungsgegenstände nicht mehr geben.
    Irgendwoher müssen es doch bekommen haben, aber die Spur führte ins nichts. Zu gut war ihre Arbeit.
    Einzig Bilder und Video Aufzeichnung gibt es. Man konnte auch deren Bezeichnungen finden. Als hätten sie es gewollt.
    Die Pressekonferenz war zu Ende Luca ging mit Diamond wieder in sein Büro. Man hatte wieder Ordnung in der Abteilung gemacht. Im Postfach gab es eine Mail mit den Telefonnummern der beiden Unruhestiftern.
    Eine weitere Mail folgte danach. Es war vom Sicherheitsrat.
    Luca lass sie sich genau durch und so wie es aussah wollte man ihm einen Kopf kürzer machen.
    "Du stehst im Rampenlicht. Der Sicherheitsrat möchte deinen Kopf rollen sehen, aber sie können gerade nichts unternehmen. Vermutlich wird es aber meinen kosten. Noch verwarnen sie mich. Auch wenn der Ton eher etwas anderes sagt. Egal, wir müssen ein neues Netzwerk aufbauen um deren Aktionsradius zu schmälern und gegeben falls schneller einschreiten zu können."


    Date...

    Sie konnte es kaum noch erwarten. Alles war vorbereitet. Der Wein, dass Essen und selbst das Liebesnest. Nur er fehlte noch, dabei hatte sie ein Geschenk für ihn. Geduld hatte sie eigentlich keine, aber diesmal übte sie sich darin. Er würde kommen. Diese Einladung kann er gar nicht ablehnen. Nicht mit diesem Geschenk, welches hübsch verpackt war. Sie hingegen trug ihren Anzug und beschäftigte sich mit den Tieren.

  10. #175
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    Nach der Pressekonferenz gingen beide zurück in das Büro. Luca las offenbar ernüchternd eine Nachricht auf seinem Bildschirm. Immer wieder flogen seine Augenlider durch die Zeilen. Diamond beobachtete seine Reaktion.

    Sie versuchte so gut es ging eine bequeme Position auf dem Stuhl zu finden, was nicht gerade einfach war. "Wohl keine guten Nachrichten?", unterbrach sie dann schließlich seinen Gedankengang. Ein leichtes Grinsen huschte über Lippen, "ich bin mir sicher.. dass unsere kleine Konferenz Wellen schlägt.. die den Bürokraten nicht gefällt".

    "Ich war so frei und habe dir diesen Monat bereits ein kleines Sümmchen von unserer Bank überweisen lassen". "Damit keiner auf dumme Ideen kommt, das Geld wird direkt an dich überwiesen", ihr Blick ruhte kalt auf den seinen, "und keine Tricks, dass Geld ist lediglich zum Aufstocken eurer Abteilung nicht, um sich die eigene Taschen voll zu stopfen", Luca wollte wohl gerade protestieren doch dann musste Diamond kurz lachen. "Nur ein Scherz, nur ein Scherz". "Also.. wie geht es jetzt weiter?". "Meine Wachposten sind positioniert und halten nach deinen Eliten Ausschau".
    Geändert von Constantine (20.07.2021 um 21:51 Uhr)

  11. #176
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    So einfach war die Frage nach dem Zugang zu den alten Schächten gar nicht zu beantworten. Überlegen taten beide Männer. Ein Teil der U-Bahn wurde noch heute genutzt und verlief auch nur im Zentrum der High City. Von dort wäre ein Zugang theoretisch möglich. Wir bräuchten Pläne. Nicht nur des heutigen Netzes. Ich weiß das die alten Schächte zum großen Teil zugemauert wurden. Schon allein um die Slumbewohner draußen zu halten. Hmm. Haben die nicht einige der Zugänge wieder freigelegt? Odysseus Leute sind ja nicht einfach teleportiert als die in die Waffenvernichtung marschiert sind. Die haben sie eindeutig wieder geschlossen. Ich hab da mal Mäuschen gespielt. Hast du nicht eher John besucht? Hör bloß auf. Das hat mich echt mehr als nur Überwindung gekostet in das Teil auch nur wieder einen Fuß zu setzten. Die von der Disziplinargeschichte von damals sind alle weg. So konnte ich entspannt plaudern. Du hast natürlich alle offenen Zugänge weitergereicht. Was glaubst du denn? Nice. Natürlich hatte der Schwarzhaarige nicht alle Zugänge weitergeleitet, immerhin konnte man nie wissen zu was man eventuelle Fluchttunnel brauchen konnte. Oder einfach die Information an den Richtigen verkaufen. Shinru grinste seinen Freund durch das Geäst an. Weißt du was noch cool ist? Tegans Augenbrauen wanderten fragend nach oben. Tora sammelt alte Karten. Er will irgendwann mal über die Alpen oder das Mittelmeer. Ich hab ihn mal alte Karten mit den heutigen vergleichen sehen. Es würde mich nicht wundern wenn er noch alte U-Bahnkarten von Rom hat. Da sollten wir fündig werden.

    Auf einem der Hauptwege wurde es laut. Eine Frau rief nach einem Kind und schaute auch auf sämtlichen Bäumen nach an denen sie vorbei kam. Bis jetzt hatte sich das gesuchte Kind wohl nicht angefunden oder gemeldet. Der Weißgekleidete hatte da schon so eine Vermutung wer da gesucht wurde. Mental gab er eine Bitte an Tegan weiter das dieser den Taschendrachen Richtung Hauptweg schickte, was dieser auch tat. Der Junge bekam gar nicht mit das er vom Baum weggelotst wurde. Bei der Stimme der Frau zuckte er allerdings schuldbewußt zusammen. Nathan Summers! Was habe ich dir zum schwänzen der Theoriestunden gesagt? Der kleine Kopf des Jungen verschwand quasi fast zwischen den Schultern. Wenn ich die nicht mitmache, fallen die Praxisstunden aus und ich darf nicht mit in den Zoo. Na das nenn ich mal ne originelle Bestrafung. Ein amüsiertes leises Lachen drang an Shinru´s Ohren. Unmittelbar gefolgt von Tegan der seinen Lieblingsplatz verlassen hatte. Beide Männer kannten die Frau die gerade ihrem Schüler gekonnt ein berechtigtes schlechtes Gewissen einredete. Sie hatte damals ihre Klasse in einigen Fächern unterrichtet. Unter anderem auch in Geschichte und Geografie. Noch bevor die Arbitratoren vom Baum kommen konnten, schaute sie nach oben. Wehe die Geisterscheinung beschmeißt mich mit den Eicheln! Es bringt auch nichts im Baum zu bleiben. Gerade Sie, Takahiro, wollen in fünf Minuten nicht mehr hier sein.



    Die Männer sahen sich an. Hallo Mrs Aldini. Sie haben nichts an Ihren Fähigkeiten eingebüßt wie ich sehe. Sie war älter geworden und ihr ehemals rotes Haar hatte viele graue Einschläge bekommen. Sie war eine der wenigen Lehrer die Tegan gemocht hatte. Sie schien immer noch auf jeden ihrer Schüler einzugehen. Ihre Präkognition hatte einen großen Anteil daran das sie Ärger immer kommern sah und rechtzeitig gegensteuern konnte. Sie reichen um ausgebüchste und ehemalige Schüler zu finden. Ihr Lächeln kam von Herzen. Ab jetzt Nathan. Deine Arbeit schreibt sich nicht von allein. Und ihr Zwei könnt mir bestimmt sagen warum ich im Kopf gerade einen uralten Plan von Rom's Untergrund habe? Sie haben so einen Plan? Verdutzt sahen sich der Blonde und der Schwarzhaarige an. Sollte es letztlich doch so einfach sein? Tegan bezweifelte das. Shinru hingegen war anderer Meinung. Letztlich hatten sogar beide recht. Gemeinsam verließen sie das Gewächshaus. Der Reporterauflauf hatte sich eher noch verstärkt und Cross stand gerade sichtlich unwillig auf dem Podium. Was gesagt wurde erreichte die vier nicht.

    Ein kurzer Fußmarsch brachte sie in ein nahegelegenes Gebäude in welchem jetzt die Schule untergebracht war. Da es für den Jungen viel zu spät war im Unterricht seine Arbeit zu schreiben, wurde er kurzerhand mit in das Büro von Mrs Aldini genommen. Immernoch geknickt schaute er verdrossen den kleinen Papierstapel an. Dann schwebte ein Stift in seine Hand und ein resigniertes Seufzen war zu vernehmen. Weißt du Nate, auch die Theorie ist sehr wichtig. Sie hilft dir deine Fähigkeiten noch viel besser zu nutzen. Ich kenne einen Telekineten der Fremdkörper aus Wunden holen kann, Seinen Kaffe wieder heiß machen und seinen Tee in Eis verwandeln kann. Im ernst? Das kam sowohl von der Lehrerin als auch vom Jungen. Shinru bestätigte das und umriß kurz was ihm Ayano erzählt und er selbst erlebt hatte. Den Namen und das aussehen ließ er dabei unerwähnt. Das war wohl genau der richtige Anreitz für Nathan gewesen denn er stürzte sich gewissenhaft in seinen Test. Um ihn nicht weiter zu stören, fand die weitere Unterhaltung telepathisch statt. Nach einigem hin und her, konnten sie einen Blick auf besagte Karte werfen und Tegan fotografierte diese mit seinem Smartphone. Aktuelle Karten waren online und via Download verfügbar. Ganz umsonst bekamen die beiden Arbitratoren diese Hilfe natürlich nicht. Mrs Aldini wußte das die beiden Männer bereits unterrichtet hatten. Da auch noch Lehrermangel herrschte rang sie ihnen das Versprechen ab auszuhelfen. Und das so oft wie es ihre Zeit zuließ. Die entsprechende Info schickte Tegan noch an ihren Auftraggeber. Mit dem Deal hatte er keine Probleme solange er nichts entgegen seinen Überzeugungen unterrichten müßte. Letztlich sind wir doch wieder schneller in der Firma involviert als gedacht und das auch noch ungeplant. Nur die Kids brauchen eine gute Ausbildung. Nicht das die so durchgeknallt werden wie die Eliten. Oder solch ein Müll in den Köpfen haben wie der Leiter damals. Ein Nicken reichte als Bestätigung. Ein paar Minuten später war auch Nate mit seiner Arbeit fertig. Kurz konnte er noch mal mit Ryu spielen was Mrs Aldini erstaunlich fand. Der Taschendrache hatte Spaß daran Form, Größe und Farbe zu wechseln, blieb dabei auch noch die gesamte Zeit vollstofflich. Ich glaube sie beide müssen neu evaluiert werden. Eine Geisterscheinung solange aufrecht zu erhalten und das in dieser Dichte, fällt schon nicht mehr unter den begabten Status. Wie lange können Sie den Drachen halten? Na ja, Tegan überlegte kurz.Aktiv ist er seit etwas mehr als drei Jahren. Allerdings nicht immer verfestigt oder in dieser Größe. Aber immer da. Die Gesichtsausdrücke die auf seine Aussage folgten waren so urkomisch das der Telepath spontan ein Foto schießen konnte. Weitere Erlärungen verbaten sich die Beiden, verabschiedeten sich (nicht ohne wiederholt zu beteuern die Kids zu unterrichten) und verließen das Schulgelände. Immerhin hatten sie immer noch einen Auftrag den es zu erledigen galt.

    Vor dem Gelände verglichen sie noch die Karten und waren Überrascht das sich nicht nur ein ehemaliger, sondern auch noch ein aktueller Zugang in unmittelbarer Nähe befand. Sie begaben sich auf direktem Weg dorthin und hier zeigte sich mal wieder wie hilfreich ihre Sicherheitsfreigabe war. Nach kurzer Diskusion erhielten sie alle Informationen die sie brauchten und eine Wegbeschreibung zu einem der Wartungstunnel. Da dieser immer noch genutzt wurde, war der Zugang zum ungenutzten Teil lediglich durch ein Metallgitter versperrt (Frischluftzufuhr war eben wichtig. Sonst würden die Arbeiter elendig ersticken.)
    Es war kalt und recht feucht da unten. An den Wänden hatten sich Flechten breit gemacht die stellenweise auch leicht lumestizierten. Laut Karte hatte sie eine Strecke von guten sieben Kilometern zurück zu legen. Mit eingeschalteten Taschenlampen an den Smartphones marschierten sie los. Die beiden Abzweigungen und das eine Bahnkreuz wurden zügig passiert und nur insoweit beachtete, das hinein geleutet wurde um eventuelle unliebsamen Überraschungen auszuschließen. Wo genau sie jetzt rauskommen würden wußten sie nicht. Lediglich das es in den Außenbezirken sein würde. Dementsprechend vorsichtig waren sie auch als sie das Ende des Tunnels erreichten.
    Geändert von hakuryu (15.07.2021 um 03:03 Uhr)

  12. #177
    Bürger Avatar von Auren
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    Das Licht am ende des Tunnels...


    Sie fanden es, dass Licht am Ende des Tunnels oder eher gesagt, jemanden.
    Eine Frau schien auf die Männer zu warten.
    "Ihr habt ja ziemlich lange gebraucht. Also haben euch die Ratten nicht gefressen. Gut so!"
    Sie wandte sich kurz ab.
    "Licht aus. Eure Akkus solltet ihr lieber schonen. Am besten schaltet ihr gleich die Dinger aus. Ansonsten muss ich sie euch wegnehmen." Dies war eine Warnung ohne dabei es böse klingen zu lassen.
    Es folgte eine Geste, dass die beiden Männer ihr folgen sollen, ins dunkle.
    Sie streckte ihre Hand aus und auf ihr erstrahlte ein Licht, dass auch zu gleich extrem heiß war.
    "Keine Fragen bitte. Zumindest jetzt."

    Zusammen folgten sie den Verlauf eines weiteren Tunnels. Ganze acht Kilometer lang war dieser und am Ende löschte sie ihr Licht. Es wurde ja nicht mehr gebraucht.
    "Wir sind da. Unser kleines Heim."
    Sie machte etwas Platz, zeigte den Beiden ihre Unterirdische Stadt. Voller Licht, keine Autos, spielende Kinder.
    "Mein Name ist übrigens 059. Keine Angst, wir haben euch nicht vor, zu beseitigen, aber ihr solltet kein Wort über unser Heim verlieren. Immerhin scheint er euch zu vertrauen. Eins will mit euch reden. Vermutlich über die Anderen. Folgt mir."


    Alles hier unten wirkte wie ein Traum. Es gab Strom, Wasser und sogar genug Nahrung für alle.
    Die junge Frau wurde von etlichen Kindern begrüßt. Auch einige Erwachsene kreuzten ihre Wege. Natürlich wurde viel über die Besucher getuschelt.
    Ein Seufzen entwich aus ihren Lippen. "Du da." Sie zeigte auf Shinru.
    "Du solltest hier keine Gedanken lesen. Hier unten haben wir ein paar Regeln und es gibt schon Beschwerden über dich. Halte dich daran. Die Kinder reagieren sehr empfindlich darauf. Auch wenn alle geschult sind."

    --------------------------------------------------------------------

    Das Spinnennetz...

    "Wachposten werden nicht ausreichen. Ich möchte das interne Netzwerk ausweiten. Außerdem benötige ich noch etwas und da kommt ihr ins Spiel. Ich benötige vier Gebäude. Eins je Himmelsrichtung. Für ein schwer bewaffnetes Einsatzteam. Ausrüstung besorge ich. Personal sollte sich auch recht schnell finden. Ich bräuchte mögliche Operationsbasen für die Teams. Groß genug um dort Fahrzeuge unter zu bringen können, sowie Waffen.
    Das Team bekomme ich in einen Monat komplett aufgestellt.
    Nur so, können wir schneller reagieren. Jedes andere Einsatzteam käme zu spät an. Dies hat der Kasernenfall deutlich bewiesen."
    Er lehnte sich zurück und genoss etwas die Ruhe und dennoch blieb er bei der Sache.
    Die Gebäude müssen sowieso saniert werden. Sorge bitte dafür und damit es fair bleibt, stelle ein paar deine Leute auf. Ich brauche deren Lebenslauf, Fähigkeiten und Ausbildung. Acht sollten genügen. Sie werden den Teams unterstellt und fungieren als Führer. Auf GPS kann man sich nicht immer verlassen. Sie sollten sich in den Außenbezirken gut auskennen. Für den Kampf gegen Arbitratoren werden sie ausgebildet. Damit solltet auch ihr ständig auf den laufenden bleiben ohne direkt mich kontaktieren zu müssen."

  13. #178
    Händler Avatar von Constantine
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    Diamond lauschte aufmerksam seinen Worten. Die Gebäude in solch einer Größenordnung mit solcherlei Bedingungen zu beschaffen dürfte nicht einfach werden. Aber machbar.
    Ein Seufzen entwich ihren Lippen. "Hast du ein Glück, dass du so eine großzügige und geduldige Freundin in den Slums hast", erwiderte diese mit einem frechen Grinsen. "Kontakt findet nur unter uns statt.. da ich niemandem trauen kann.. nicht einmal dir bekommst du von mir ein Telefon mit einer sicheren Leitung.. dadrauf ist nur eine Telefonnummer gespeichert.. nämlich meine". Diamond übergab Luca ein uraltes silbernes klappbares Mobiltelefon.

    Diamond erhob sich nach dem Gespräch von ihrem Stuhl dabei schmerzten ihre Rippen etwas. "Dann hoffen wir mal, dass deine Eliten nicht vorher ihren Zug machen.. das Gleichgewicht zwischen den einzelnen Bezirken sollte nicht zerbrochen werden, findest du nicht?". Dabei lächelte sie ihn mit kaltem Blick in den Augen an. Luca hatte mehr oder weniger das Glück sich zwischen Pest und Cholera zu entscheiden. Also nahm er das kleinere "Übel".

  14. #179
    Bürger Avatar von hakuryu
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    Der Drache knurrte, nicht laut aber für beide Männer vernehmlich. Erwartet hatten sie einiges, nur nicht eine recht kleine Frau die erst einen Witz riß und dann eine freundschaftliche Warnung wegen der Handyakkus raus gab. Der Sender ist aktiv auch wenn wir ausschalten? Ja. Das hab ich so bauen lassen. Vorsicht ist immer noch besser als Nachsicht. Der Alte weiß zumindest wo wir stecken. Auch wenn er uns hier runter geschickt hat, falls was passiert hat er zumindest nen Hinweis wo er suchen muß. Das die Unbekannte quasi einen Feuerball schuf würde Mrs Aldini und Nate die gleichen Gesichtszüge entlocken wie noch vor anderthalb Stunden. Viel reden taten sie nicht. Der Taschendrache hatte sich ganz klein und fast unsichtbar gemacht. Er wollte nicht auffallen. Ob die Frau von ihren Fahigkeiten wußte und wer von beiden was hatte konnten sie nicht sagen.
    Sie schritt forsch voran und nach weiteren guten 90 Minuten erreichten sie soetwas wie eine natürliche Höhle. Shinru war aufgefallen das sich der Tunnel schon nach wenigen Killometern verändert hatte. Es gab keine Pflanzen mehr die an den Wänden klebten und es war weniger feucht. Wir sind da. Unser kleines Heim. Ihre raumgreifende Armbewegung und der Ton ihrer Stimme zeigte wie Stolz sie auf die kleine Stadt war die sich vor ihnen ausbreitete. Mein Name ist übrigens 059. Keine Angst, wir haben nicht vor euch zu beseitigen, aber ihr solltet kein Wort über unser Heim verlieren. Immerhin scheint er euch zu vertrauen. Eins will mit euch reden. Vermutlich über die Anderen. Folgt mir. Hast du eine Ahnug wen sie mit Eins meint? Nicht wirklich. Scheint aber der Anführer der Leute hier zu sein. Glaub ich auch. Da sie sich mit 059 vorgestellt hat, werden das wohl die noch gesuchten Eliten sein. Das da so viele Kinder bei sind hätte ich nicht gedacht. Ich werde nur zu dir ne "Leitung" offen lassen. Ich mag nicht wenn die in meinem Kopf rumspuken. Und dich hüten auch nur bei ihnen etwas mitzubekommen. Ich will nicht wissen was passiert wenn die ausrasten. Ganz meiner Meinung.

    Wärend der geistigen Unterhaltung schauten sie sich um. Auffällig war wie ruhig hier alles war, trotz der vielen Kinder. Die Häuser waren maximal drei Stockwerke hoch, zumeist aus Beton, Holz und Steinen gebaut die wohl beim Tunnelbau abgefallen waren. Die Wege waren gepflastert, dabei aber so schmal das es keine Autos durchschaffen würden. Zeitgleich war alles viel zu verwinkelt um auch nur im Ansatz einen koordinierten Angriff starten zu können. Alles war sauber und es schien das die Menschen wohlgenährt waren. Zudem gab es Strom und alles war gut beleuchtet. Den Arbitratoren war klar das sie diesen wohl irgendwo abzweigten. Sie waren zu tief unter der Erde um das selber zu generieren. Auch schienen sie noch nicht all zu lange hier zu leben um die unterirdische Strömung des Flusses nutzen zu können. Dafür waren noch einige der Häuser im Bau. Da keine Maschinen zu sehen waren zeigte das es hier viele Telekineten gab und man sich der Flaschenzüge gut bedienen konnte.
    Auffällig war bei den Kindern das sie meist älter als zehn waren, jüngere waren kaum auszumachen. Danach telepathisch suchen wollte Shinru nicht. Auch er hatte seine Prinzipien, genau wir sein Freund. Die Älteren scheinen nicht sonderlich erfreut uns zu sehen. Kannst du ihnen das verdenken? Die kennen sich mit Sicherheit seit Jahren untereinander und jetzt kommen wir als völlig Fremde hier rein von denen sie nichts wissen. Uns geht es doch nicht anders.
    Plötzlich drehte sich ihre Führerin zu ihnen um und schaute den Blonden mit zusammengekniffenen Brauen an. Du da. Du solltest hier keine Gedanken lesen. Hier unten haben wir ein paar Regeln und es gibt schon Beschwerden über dich. Halte dich daran. Die Kinder reagieren sehr empfindlich darauf. Auch wenn alle geschult sind. Ich habe bis jetzt nicht einen der Gedanken der hier Anwesenden gelesen. Einzige Ausnahme ist mein Freund hier und da besteht seit Jahren sowas wie eine Standleitung. Ich gehöre nicht zu denen die ihre Gedanken anderen aufzwingen oder unbedingt wissen muß was andere denken. 059 sah den Telepathen zweifelnd an. Verdenken konnte der ihr das nicht. Auch gedanklich schweigend folgten die Männer der Frau zu einem der kleineren Gebäuden.



    Die viele Kinder überraschten Tegan. Es waren so viele. Sollten die Eliten die damals ausgeschwärmt waren deren Eltern gewesen sein? Oder sollten doch in viel größerem Maße Menschenexperimente durchgefüht worden sein als er sich vorstellen konnte? An sowas wollte er gar nicht erst denken. Allerdings war weder ihm noch Shinru entgangen das immer wieder Kinder verschwanden. In den Außenbezirken krähte zumeist auch kein Hahn danach. Außer es gehörte zu einem intakten Umfeld und diese nahmen immer mehr zu. In der High City selbst wurde auch nach Jahren noch gesucht. Bei einigen sogar schon seit mehr als 30 Jahren.
    Innerlich Ryu zur Vorsicht mahnend, betraten sie zu Dritt das kleine flache Gebäude. Hier war auch alles sauber und gut beleuchtet. Ihr wartet kurz hier. Das war eindeutig ein Befehl, wenn auch mit einem Lächeln vorgebracht. 059 verschwand hinter einer einfachen Holztür. Was gesprochen wurde verstand Tegan nicht. Er bekam nur mit das sich noch ein Mann im Nebenzimmer aufhielt. Nicht mal der Taschendrache rührte sich auf seiner Schulter. So neugierig er sonst auch war und seit kurzem auch ungehorsam, hier und jetzt verhielt er sich so wie es eine normale Geisterscheinung tun sollte. So ruhig war Ryu lange nicht mehr. Selbst Shinru war das aufgefallen. Hier kann er nicht machen was er will. Das ist viel zu gefährlich. Wenn er durch die Gegend stromern oder sich zeigen würde, könnte das als spionieren ausgelegt werden. Und ich hänge an meinem Leben.
    Der Unbekannte bat sie herrein. Er sah abgespannt aus, die Augenringe zeigte das der Mann eindeutig schlecht oder zu wenig schlief. Die hellblauen Augen blickten den beiden Männern aufmerksam und wachsam entgegen. Gegen Tegan's Erwartung handelte es sich nicht um einen älteren Mann oder um ihren Bekannten selbst. Eher schien er im selben Alter wie die beiden Arbitratoren selbst zu sein. Kannst du bitte die Kids davon abhalten zu lauschen? 173 soll eine Pause einlegen, sie kann den Stein nicht halten. 059 nickte, bedachte die Freunde noch mit einem mahnenden Blick und verschwand aus dem Raum. Die Tür ließ sie offen. Dabei habe ich ihr versichert das Sie mich nicht angreifen werden. Er seufzte. Ich bin Eins und soetwas wie der Bürgermeister unsere kleinen Stadt. Ich danke Ihnen das Sie es einrichten konnten hier her zu kommen. Shinru, mein Partner und ich bin Tegan. Kurz und Knapp stelle er sie beide vor. Ich nehme an das wir einen gemeinsamen Bekannten haben. Der hat uns hier runter geschickt. Ich vermute das Sie unsere Hilfe brauchen oder Informationen haben möchte die wir liefern können. Da liegen Sie richtig. Ich möchte gern aus erster Hand wissen was bei dem Rennen vor zwei Tagen geschehen ist. Wir sind nicht alle so wie die Drei die das getan haben. Es waren also doch nur drei? Scheint so. Der Schütze, eine Verrückte, wie Ketel meinte, und noch der Typ mit dem Raketenmobil. Dann gehörte die Telepathin nicht zu denen? Kannst du wieder? Ein leichtes Nicken reiche dem Blonden. Es gab viele Tote zu beklagen und das unter unschuldigen Kids. Unsere Erfahrung mit Eliten sind nicht gerade erfreulich. Kennen Sie diese drei hier? Damit erschuf Tegan die Abbilder der Attentäter als durchsichtige 3D Modelle in seiner Hand. Eins sah sich diese eine Weile an. Ja, allerdings nur vom sehen. Direkten Kontackt hatten wir nicht. Aber das überrascht mich nicht. Es gab mehr als nur eine Forschungseinrichtung. Das haben wir auch schon herrausgefunden. Kennen Sie diese junge Frau hier? Damit zeigte er Yuma und das Gesicht von Eins verdüsterte sich. Ja das tue ich durchaus. Sie hat absolut kein Gewissen und tötet ohne zu zögern auf Befehl, auch Kinder. Die beiden Freunde sahen sich überrascht an. Den Eindruck den wir von ihr hatten ist ein völlig anderer. Sie hat einem jungen Mann telepathisch geholfen und hat sich mit dem Schützen angelegt. Freunde waren das auf jeden Fall nicht.
    Kurz aber präzise berichteten sie vom Rennen und was passiert war. Das Meiste übernahm der Telepath. Der Mann vor ihnen hörte aufmerksam zu. Es ging dabei nur um das Ereignis an sich, alles was mit ihrem Auftrag zu tun hatte oder nicht mit reingehörte blieb außen vor. 059 war zwischenzeitlich wieder zu ihnen gestoßen und hatte das Meiste mit gehört. Warum machen die das jetzt und was bezwecken die damit? Die versauen uns allen das Leben. Der Schütze meinte das auf dem Renngelände seine Freundin gestorben sei. Nur können wir genau sagen das das nicht der Wahrheit entspricht. Das sie getöte wurde ist korrekt, nur weder der Ort noch die Umstände stimmten. Ein tröstender Knuddel kam von Ryu. Letztlich bin ich Schuld am Tod der Frau. Ich hatte die Wahl, sie oder ich. Und da tausende Menschenleben an dieser Entscheidung hingen haben ich mich nicht umbringen lassen. Eins starrte den Dunkelhaarigen an, seine Augen umwölkten sich kurz und er atmete scharf ein. Verständlich wenn man die Umstände bedenkt. Leicht ist es Ihnen nicht gefallen und der Preis den das gekostet hat. Er schwankte kurz. 059 griff schnell zu. Laß das, in die Vergangeheit zu schauen macht dich nur kaputt.
    In die Vergangeheit? Können sie das direkt steuern oder sehen Sie dann alles was passiert ist? Also die gesamte Vergangenheit einer Person? Tegan war aufgebracht. Sollte der Mann das nicht auf einen bestimmten Zeitpunkt festlegen können, war das schlimmer als das versehendliche Lesen von Gedanken. Krallen borten sich in seine Schultern und Ryu nahm Gestalt an. Die Augen von den beiden Eliten wurden groß als sie den Drachen bemerkten. Eins' Gesicht zeigte Überraschung. Der sieht genau so aus wie ihn Ihren Erinnerungen. Und ja, ich kann präzise den Zeitpunkt ansteuern den ich sehen will. Auch wenn das sehr anstrengend ist. Von dieser Fähigkeit hab ich noch nie gehört. Tegan klang immer noch aufgebracht. Wer konnte schon wissen wieviele zu soetwas in der Lage waren und was man damit alles anrichten konnte. Meines Wissens nach bin ich der Einzige der das kann. Ich habe den Ausbildern auch nicht alles gesagt. Hätten die davon gewußt, dann wäre unsere Flucht vor drei Jahren nicht möglich gewesen. Eine Flucht? Wovor? Und warum? Dann fielen ihm die viele Kinder wieder ein die es in der Stadt gab. Wieviele Menschen leben in dieser Stadt und wieviele davon sind Kinder? Tegan schwante schlimmes. Wir sind 293 Leute. 215 davon sind Kinder zwischen sieben und jetzt 18 Jahren. Damals waren sie Ältesten also gerade mal 15 gewesen. Wenn er zurück dachte, dann wurden auch aus seiner Klasse bereits Schüler für Einsätze genutzt. Da er gerade erst dazugekommen war, entfiel das bei dem Geistbeschwörer. Shinru hingegen wurde damals schon, als einer der wenigen Telepathen, bereits eingesetzt. Bis heute sprach er nicht sonderlich gern über diese Zeit. Warum genau sind wir hergeschickt worden? Der Alte hatte sie nicht ohne Grund hierher beordert und die jungen Männer wollten den Grund erfahren. Es stand ohne Zweifel fest das es nicht nur um den genauen Hergang des Rennens ging.
    Geändert von hakuryu (25.07.2021 um 09:27 Uhr)

  15. #180
    Bürger Avatar von Auren
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    Besuch...

    Doug und Seyrah besprachen noch ein paar kleinere Details zu ihrem Tagesausflügen. Darunter war auch ein Besuch geplant.
    Beide stiegen in Seyrah´s Fahrzeug ein und verließen die Tiefgarage, dabei nahmen sie den Nebenausgang. Schön weit weg von dem Reportern.
    Die To Do Liste war lang. Die Akte, Yuma, sowie weitere Dinge standen an und ganz zum Schluss war ja wieder Cross dran.
    Unterwegs redeten die Beiden nicht viel. Seyrah musste sich auf die Straßen konzentrieren und Doug war mit seinen Gedanken bei der Akte. Immerhin standen einige Namen, die mit dem Fall zu tun hatten. Sogar Adressen waren vorhanden.
    Nur fehlte dem Ermittler die Zeit allem nach zu gehen. Immerhin wollte Cross die Akte unbedingt haben.
    Die Fahrt führte nun in den Außenbezirken und nach einer weiteren Stunde Autofahrt waren sie da.
    Sie fanden an dieser Adresse ein kleines gepflegtes Haus vor.
    Mit kleinem Garten. Draußen war um diese Uhrzeit niemand. Doug kannte ja den Grund. Die Kinder.





    Eins...

    "Er hat euch wohl nichts gesagt? Typisch. Der alte Mann hält nichts von großen Reden. Ihr seid im Prinzip nur hier um all dies zu sehen und noch viel mehr. Psycorp hat uns vieles genommen und dennoch uns vieles gegeben. Außer eines, unsere eigenen Gedanken. Genau deswegen konnten die meisten so handeln. Auch 729 war da nicht besser." Er überlegte kurz.
    "Wenn sie sich so sehr verändert hatte, warum ist sie nicht hier? Könnt ihr mir dies erklären?"
    Die Frage würden die beiden Arbitratoren erst später beantworten.
    "Ich schweife ab. Kommen wir zurück zum Thema. Diejenigen, die ihr sucht, haben jeweils ihre eigene Ziele. Einer wollte sterben. Die Anderen hingegen leben und der Welt zeigen, dass es sie noch gibt. Deswegen auch das Feuerwerk. Die Frau scheint unberechenbar zu sein, aber im inneren ist sie zerrissen. Ihr Anführer, tauchte vor ein paar Wochen hier auf. Er teilte uns seine Pläne mit und einige folgten ihm. Ich konnte sie nicht abhalten, immerhin war es ihr freier Wille."
    Erneut legte Eins eine Denkpause ein. Er musste sich auch noch von den Strapazen erholen und das weitere Vorgehen der Stadt planen. Immerhin wollten sie unabhängig von der Außenwelt Leben.
    "Ihr Anführer, war der erste aller Arbitratoren. Noch bevor es euch gab oder sogar vor eure Vorgänger. Ihm verdankt Psycorp die Erfolge unserer Fähigkeiten, die Schulen und zum Schluss auch die Einätze die sicher nicht leicht für euch waren. Der Krieg gegen die Außenbezirke forderte viele Opfer und zum Schluss gewannen sie, aber die High City gewann etwas zurück. Trotzdem war er mit diesem Ausgang nicht zufrieden und möchte weiter machen, aber ihm fehlt eine Stimme und die wird er sich zurück holen. Nur er kann uns wieder vereinen. Ich glaube ihr wisst, wenn ich meine."

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