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  1. #181
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    „Du meinst du erreichst hier was?“, wollte Seyrah noch wissen, aber Doug überhörte den Einwand seiner Kollegin einfach. Er öffnete das kleine Tor des Gartenzauns, welcher das Grundstück als solches abgrenzte und trat vor die Wohnungstür. Der Name stimmte, wie erwartet. Zu hören war nicht viel, die Kinder waren wohl in der Schule, zumindest eines der beiden. Er klopfte an der Tür, Seyrah nur einen Schritt hinter ihm und beide warteten darauf, dass jemand öffnete. Doch es tat sich nichts, als klopfte Douglas nochmal, etwas kräftiger und vernahm dann nach einigen Momenten doch ein Geräusch was sich deutlich der Eingangstür nährte. Die Tür wurde aufgemacht und wie erwartet sah Douglas jene Frau wieder, die er erwartet hatte auch zu treffen. „Yuma, wenn ich mich recht entsinne, oder ist ihnen die Bezeichnung 729 doch lieber?“ Douglas wusste, dass er grad ein Risiko einging, aber sein gegenüber sollte auch wissen, dass sie ihm nichts verheimlichen konnte oder sollte. „Es wäre schön, wenn wir uns unterhalten können, ich habe da so einige Fragen an sie.“

  2. #182
    Bürger Avatar von Auren
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    Es war nun an der Zeit sich der Vergangenheit zu stellen. Sonst hätte sie diesem Beamten nie ihre Adresse verraten.
    "Yuma. Es wäre mir angenehmer wenn sie mich beim Namen nennen würden, Herr Simons."
    Die junge Mutter öffnete die Tür nun ganz und trat zur Seite.
    "Kommt am besten rein. Einfach gerade aus. Drinnen können wir ihn ruhe reden."
    Yuma wollte die Nachbarn nicht beunruhigen. Deswegen bat sie beide Beamten in die Wohnung.
    Die Tür wurde geschlossen. Doug und Syerah fanden sich dann im Wohnzimmer wieder.
    Dieser Raum war ein wenig chaotisch. Es lag mal dort und da Spielzeug herum. Halt Hinterlassenschaften von den Kindern. Sie war gerade allein.

    "Ich muss mich für das durch einander entschuldigen, aber meine Kinder sind heute etwas stürmisch mit ihren Vater umgegangen. Bitte setzt euch." Sie wies auf das weiße, mit Kunstleder bezogene, Sofa hin. Yuma hingegen nahm auf einem Sessel platz.
    "Bevor wir damit anfangen, möchte ich gern darauf hinweisen, dass ich nicht vorhabe eure Gedanken zu lesen."

  3. #183
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    Als Douglas durch die Wohnungstür trat, sah er sich zuerst einmal um, soweit es ihm möglich war. Das Yuma dies bemerken würde, war ihm klar aber das würde er auch tun, wäre er ein ganz normaler Gast in jenem Haus. Es gab ein zweites Stockwerk, oben waren sicherlich ein Badezimmer und die Schlafzimmer der Eltern sowie der Kinder. Im Erdgeschoss waren zwei Türen geschlossen, eine stand offen und zeigte ihm die Küche, in welcher Yuma wohl grad zu Gange war. Es machte jedenfalls den Eindruck auf ihn. Das Wohnzimmer in dem er sich schließlich auf das Sofa setzte war nichts was ihn besonders überraschte, das Chaos kannte er ja schon, wobei er feststellte das seine Tochter alleine wohl mindestens genauso viel Chaos anrichten konnte, wie die beiden Kinder von Yuma. Das lag vielleicht daran das sie etwas älter war, aber so wichtig war das ja nun auch nicht. „Kinder… bei mir siehts oft nicht anders aus.“, meinte Douglas mehr zu Seyrah gerichtet als an die Gastgeberin.

    „Das sie das nicht tun wollen, ist schön, überprüfen kann ich das nur leider nicht.“, stellte Douglas fest. Er meinte das nicht mal als Vorwurf, aber es kam sicherlich so rüber, wie er nun wo er das gesagt hatte, selbst feststellen musste. Dennoch wollte er nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen, und sie über alles ausfragen wie bei einem Verhör. „Aber ich denke, ich kann ihnen glauben. Wenn sie mir etwas hätten tun wollen, hätten sie schon in jener Nacht genug Gelegenheiten gehabt. Aber seis drum. Wenn ich mir erstmal die Frage erlauben darf, sind das ihre Kinder?“ Douglas betrachtete dabei ein paar Familienfotos, die an der Wand hingen und praktisch unübersehbar waren. Allesamt zeigten meist eine sehr glückliche Familie.
    Douglas war neugierig, denn seines Wissens nach dürften Arbitratoren nicht dazu in der Lage sein, neues Leben in die Welt zu setzten. Oder aber er saß einfach einer alten Halbwahrheit auf, die mit der Zeit aus irgendeinem Fakt eine ‚Wahrheit‘ gemacht hatte, die so nie eine war. Wie zum Beispiel das Arbitratoren keine Kinder zeugen oder austragen können.

  4. #184
    Bürger Avatar von Auren
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    Doug wechselte ein paar Wörter mit seiner Begleitung, sah sich dabei gründlich um. Dann nahmen sie platz. Der Ermittler reagierte auf ihre Worte. Seine Wortwahl war anfangs nicht die Beste, aber dies klärte sich später von selbst auf.
    Die junge Mutter wirkte etwas angespannt. Immerhin ging es um sie, ihre Vergangenheit und vieles mehr. Wie versprochen wollte sie nicht in den Köpfen ihrer Besucher herum wühlen.
    Daher war sie auch von der ersten Frage etwas überrascht. Es ging um ihre Kinder.
    "Ja es sind meine Kinder. Ich trug sie in meinen Körper, brachte sie zur Welt. Auch wenn es nicht immer einfach war. Wir wurden dafür nicht unterrichtet und mein Mann ist da etwas..." Yuma überlegte kurz wie sie ihn zu damaliger Zeit beschreiben sollte.
    "Stürmisch gewesen? Er konnte es nicht einmal zu unserer Hochzeit abwarten. Zum Glück gab es noch ein paar Personen an denen ich mich wenden konnte, während meiner Schwangerschaft."
    Weiter wollte sie nicht ins Detail gehen.
    "Nur warum fragen sie mir das?"

  5. #185
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    „Ich bin vielleicht einem Hiurngespinnst aufgesessen, aber ich dachte immer, Arbitratoren können keine Kinder bekommen. Wie gesagt, das kann auch einfach nur ein verdrehter Fakt meinerseits sein, daher die Frage.“, gab Douglas auf ihre Frage hin zur Antwort. Dann aber wurde seine Mine wieder etwas ernster. „Aber nun ja, deswegen sind wir beide aber auch nicht da. Warum können sie sich ja denken.“ Douglas beugte sich etwas vor und sah Yuma dann direkt an.
    „Mich interessiert ihr Geschichte, ganz besonders den Teil, der ihre komplette Zeit bei Psycorps Elitetruppen betrifft. Wieviel gabs es eigentlich von ihnen und wieviel könnte es noch geben? Auswahlverfahren, Ausbildung, Einsätze und natürlich, wer die beiden waren, die wir desnachts angetroffen haben. Was könnten denn deren Motive sein?“

  6. #186
    Bürger Avatar von Auren
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    Sie schloss kurz ihre Augen. Atmete dabei ruhig und öffnete diese wieder.
    "Ein Auswahlverfahren gab es nicht wirklich. Zumindest ist mir keines bekannt. Immerhin war ich keine drei Jahre alt als er mich nahm. Maximal die Älteren kannten den Grund." Yuma überlegte kurz.
    "Ich glaube wir waren sehr viele. Vielleicht mehrere tausend. Wir haben nie nach gezählt. Dazu hatten wir keinen Grund. Es verschwanden täglich ein paar Kinder. Damals sagte man uns, sie wurden von ihren Eltern abgeholt. Später erfuhren wir die Wahrheit über den verbleib. Viele wurden entsorgt. Etwas was mir persönlich erspart blieb. Die Testergebnisse waren wohl der Grund."
    Sie erzählte weiter. Wie sie anfangs noch gut behandelt wurden und als die Schule begann, begann auch die Folter, sowie weitere Tests mit Experimenten und Aussortierungen.

    "Wir mussten seine Befehle befolgen. Einige nannten ihn auch Vater. Die Ausbildung fand nach meines Wissens in Amerika statt. In einen Bereich wo es kaum Menschen gab. Also konnte auch niemand unsere Schreie hören. Zum Schluss gaben wir uns ihm hin. Hätte ich es nicht getan, so würde nur eine Leiche vor euch sitzen. Viele wurden gebrochen, getötet und wenige stiegen auf. Man gab uns Zahlen. Namen wurden nicht erlaubt. Wer sie benutzte wurde hart bestraft."

    Ihre Erzählung ging nicht nur über die Strafen und das Leben bei Psycorp. Auch sehr genaue Inhalte des Ausbildungsprogramm. Auch wie Yuma unter Qualen ihre zweite Fähigkeit erhielt. Sogar von der Planung ihr eine dritte verpassen zu wollen.
    Training mit Waffen, Waffenloser Kampf, effizientes Töten und vieles mehr stand auf dem Lehrplan. Einsätze gab es in diesem Stadium nicht. Immerhin waren die Arbitratoren in der Pubertät und könnten außer Kontrolle geraten. Dies umging man in dem man sie weiß machte, dass es keine Geschlechter Trennung gäbe und die Gefühle die vielleicht aufkeimten nur ein kleiner Nebeneffekt des Trainings war.

    "Dann kam der Tag als wir unsere Ziele bekam. Alter, Name, Aufenthalt, Stärke und Bilder. Selbst die Teams wurden an diesem Tag zusammen gestellt. Man gab uns Waffen und wir gingen los. Ohne eine Möglichkeit zu haben uns diesen Befehl zu verweigern. Zum Glück muss ich sagen, dass die Menschen zu dieser Zeit mit dachten. Sie erkannten unsere Strategie und konnten uns ganz gut bekämpfen. Auch wenn ich dadurch meinen Partner verloren hatte. Nach dieser Schlacht irrte ich tagelang durch die Außenbezirke rum, bis ich meine Ziehmutter traf. Sie war nicht allein. Sie hatte ihr erstes Kind vor meinen Augen zur Welt gebracht. Dies brachte mich zum Nachdenken, ob alles bis her Falsch war."

    Es ging noch weiter. Ihre Aufnahme in der eher kleinen Gang. Ihr neuer Alltag mit vielen Pannen. Ihr Name und der Antrag ihres Mannes. Auch wenn sie es damals nicht verstanden hatte, sagte Yuma dennoch ja. Später wurde sie geschwängert, dann kam die Heirat und ihre Tochter durfte das Licht der Welt erblicken. Dies ging bis zur zweiten Tochter weiter.
    Dann legte die junge Mutter eine Pause ein. Immerhin war sie nun an der Gegenwart angekommen. Genau genommen jene brutale Nacht.

    "Die Frau, ihre Bezeichnung war 627. Sie konnte Geister erscheinen lassen und war da auch sehr gut darin. Selbst Fabelwesen waren keine Probleme für sie. Der Mann mit dem Fahrzeug war 999. Er fand seine Bezeichnung eher langweilig, aber seine Fähigkeit nicht. Hellsehen müsste seine gewesen sein. Ihre Motive sind mir unklar. Ich konnte nicht in ihre Köpfe schauen. Irgendwas hatte mich blockiert. Den anderen Telepathen erging es vermutlich nicht anders." Damit endete ihre Erklärung.

  7. #187
    Siedler Avatar von Survivor
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    Vom Markt aus, ging er eine Weile durch die vermüllten und zugestellten engen Nischen und Gassen der Slums. Vorbei an Obdachlosen und Junkies, Zuhältern und ihren Frauen oder eben Taschendieben und Bettlern. In den Slums gab es alles, was es auch in den früheren, anderen Großstädten gab. Natürlich nicht alle, aber auch quer durch diese Schichten hinweg, kannte Ketel die ein oder anderen Personen. Unterhielt sich mit ihnen, holte Infos ein, gab die ein oder andere Info weiter. Er mochte es, nicht auf der hellen Seite der Gesellschaft zu stehen.

    Ketel bog nun am Ende seines Weges, wieder in eine kleine Gasse ein und blieb in mitten dieser Gasse vor einer kleinen Tür stehen. Er wartete kurz, ob ihm jemand gefolgt war, dann trat er ein und befand sich in einem kleinen Raum. Dieser diente ganz offensichtlich, dem Zweck der Umkleide. Doch etwas zum umkleiden hatte Kettel in diesem Augenblick nicht. Also hängte er seinen Ledermantel, vorsichtig an einen der Kleiderhaken, zog sich Schuhe und Socken aus, krempelte seine Hosenbeine knapp über den Knöchel und trat ein.
    Der Raum, welcher sich nun vor ihm zeigte, war im großen und ganzen leer. Er war mit Paket auslelegt, welches zwar durch Abnutzung an manchen Stellen heller geworden war, doch nach wie vor gab es keine Risse oder Brüche im Holz. Der Boden wurde also nach wievor gut gepflegt.
    Ketels Blick wanderte nun zu einigen Dingen, welche an den Wänden hingen. Es waren Bilder, manche zeigten Abläufe von Bewegungen und Stellungen, andere wiederum Personen.
    Ganz Besonders viel ein Bild ins Auge das weit oben hing. Es zeigte einen alten Mann, asiatischer Herkunft. Er schien von dort oben aus, alles im Raum mit ruhigen Augen, zu beobachten. Ketel stellte sich dem Bild gegenüber, stellte sich mit beiden Füßen zusammen aufrecht hin und neigte dann seinen Oberkörper, wobei seine Augen nie von denen des alten Mannes abliesen.
    Nachdem er sich wieder aufgerichtet hatte, begab er sich in Grundstellung und fing an.
    Nach einer Ewigkeit mit wechselnden Abläufen, hörte er eine vertraute, ältere Stimme.
    "Immer wieder schön zusehen, wie du alles zu einer einzigen fließenden Bewegung verbindest. Von der ersten Form bis hin zur letzten, hast du nicht einen Fehhler gemacht. Großmeister Yip Man wäre sicher sehr zufrieden mit deinem Können."
    Eine ältere Frau, saß auf einer Matte an einem Kopfende des Trainingraums.
    Sie deutete Ketel an, sich zu ihr zu setzen.
    Dieser Bitte kam der Waffenmmeister natürlich nach, doch neigte er auch vor ihr, bevor er sich setzte den Oberkörper. Nicht so sehr wie vor dem Bild des alten Mannes, doch immer noch respektvoll.
    Als er nun saß antwortete er
    "Ich habe es euch zu verdanken Sifu, das ich mich wieder so bewegen kann, wie vor meiner Ankunft in den Slums. Zwar verdanke ich dem Doc mein Leben, doch euch verdanke ich meine Freiheit. Hättet ihr mich nicht zum Training ermutigt, würde ich mich wohl mehr schlecht als recht von einem Ort zum anderen bewegen."
    "Es freut mich das du es so siehst, doch ich bin mir sicher du hättest es auch so geschaft." meint sie lächelnd und mit dem Zeigefinger schüttelnd vor seinem Gesicht. "Immer hin besitzt du ja auch noch andere Fähigkeiten. Mit diesen hättest du es sicherlich hinbekommen."
    Ketel hob beschwichtigend die Hände.
    "Ich würde aber zu sehr auffallen, so wie es jetzt gerade ist, ist es gut. Meine anderen Fähigkeiten setze ich auf meine Art ein, so wie es mir passt...nicht wahr?"
    Noch eine ganze Weile unterhielt Ketel sich mit der alten Frau und tauschte sich mit ihr über die verschiedensten Dinge aus, ehe er sich dann wieder von ihr verabschiedete und seiner Wege ging.

    Als Ketel wieder auf die Straßen hinaus ging, wurde es bereits dunkel. Zeit also eine gewisse Bar aufzusuchen und dort auf seinen Informanten zu warten.

  8. #188
    Bürger Avatar von hakuryu
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    Die Antworten die Eins ihnen gab brachten weder Tegan noch Shinru weiter. Stellenweise schien der Mann vor ihnen in Gedanken versuncken zu sein und auch keine Antworten ihrerseits zu erwarten. Die Beschreibung der Angreifer des Rennen war zutreffend. Der Tote wollte also wirklich sterben? Den leichten Weg muß man ja auch nicht unbedingt nehmen. Zumindest hätte der nicht so viel unbeteiligte mitnehmen müssen. Was ist eigentlich mit der Telepathin die Viktor geholfen hat? Also wenn du da nicht mehr weißt als ich, was ich nicht glaube, können wir da auch keine Auskunft geben.
    Die nächste Aussage verblüfte die beiden Arbitratoren. Ihr Anführer, war der erste aller Arbitratoren. Noch bevor es euch gab oder sogar vor eure Vorgänger. Ihm verdankt Psycorp die Erfolge unserer Fähigkeiten, die Schulen und zum Schluss auch die Einsätze die sicher nicht leicht für euch waren. Der Krieg gegen die Außenbezirke forderte viele Opfer und zum Schluss gewannen sie, aber die High City gewann etwas zurück. Trotzdem war er mit diesem Ausgang nicht zufrieden und möchte weiter machen, aber ihm fehlt eine Stimme und die wird er sich zurück holen. Nur er kann uns wieder vereinen. Ich glaube ihr wisst, wenn ich meine.
    Sie wollen uns jetzt bitte nicht weiß machen das hier ein 150 jähriger Kerl einfach mal so reingeschneit ist und völlig Fremde zum Kampf auffordert?
    Mitnichten. Selbst ich wollte nicht glauben das er es wirklich ist.
    Shinru legte beschwichtigend eine Hand auf die Schulter des Schwarzhaarigen. Der Geistbeschwörer war drauf und dran einfach zu gehen. Zero ist schon vor Jahren gestorben. An ihm hatte alles seinen Anfang genommen und einen Teil seiner DNA steckt in jedem einzelnen Arbitrator der heute lebt. Er starb mit 35 durch übermäßigen gebrauch seiner Fähigkeiten. Das lernt jeder und ist auch allgemein, zumindest in der High City, bekannt. Wie können Sie sicher sein das es wirklich Zero war? Der Mann wird ja wohl kaum gesagt haben: "Hallo ich bin Zero. Die Welt hier ist nicht das was ich haben wollte. Helft mit mal" Ein Lachen zog durch Tegan seine Gedanken. Selbst Eins fiel es schwer nicht zu lachen, was deutlich an seinen zuckenden Mundwinklen zu erkennen war. Ganz anders als 059. Sie plusterte sich auf und wollte schon eine gepfefferte Antwort raushauen. Nur Eins war schneller mit seiner Erwiederung. Sagen wir mal so, er sah genau so aus wie zu der Zeit als er "verstarb". Er wußte Dinge die heutzutage kaum noch einer weiß und er hat sehr eindrucksvoll seine Fähigkeiten demonstriert. Aus diesem Grund sind einige von uns ihm gefolgt. Wie viele waren das und was für Fähigkeiten haben sie? Noch mehr Eliten die in der Stadt durchdrehen brauchen wir nicht.
    Der Kopf von Eins ruckte zur Tür die genau in diesem Moment aufgerissen wurden und eine Horde Kinder in den Raum spühlte. Das Älteste war vielleicht zehn und der jüngste kleine Blondschopf war ein Mädchen von gerade mal sieben. Unsere Gespräch wird noch eine Weile warten müssen. Kinder halt. Beide Männer nickten. Es gab Sachen die gehörten einfach nicht in die Gegenwart von Kinderohren. Oder auch in die Gedanken. Das kleine Mädchen schaute Tegan aus großen Augen an. Ich komme bei dir nicht rein und in meinem Kopf hat es gebissen. Weißt du Süße, es gehört sich nicht in fremden Gedanken zu stöbern. Shinru hier lauscht ja auch nicht einfach ungefragt in deinen Gedanken. Aber ihr beiden unterhaltet euch doch auch in euren Köpfen. Wir beide kennen uns ja auch schon seit Jahren und sind sehr gute Freunde. Er hat auch die Erlaubnis in meinem Kopf zu sein. Das brachte die Kleine einen Moment zum grübeln. Shinru hatte zwischenzeitlich einen Zettel von Eins bekommen. Sogar mit der Bitte diesen nicht in der Höle zu lesen. Dem Blonden war klar warum.

    Interessiert beobachtete Eins wie Tegan mit dem kleinen Blodschopf umging. Er ist ganz anders als noch vor ein paar Minuten. Er klang erstaunt.
    Das ist doch normal. Warum sollte er ein kleines Kind anschnauzen? Wenn man in ruhe klären kann was das Kind falsch gemacht hat, dann ist das doch viel besser als drastische Strafen zu verhängen. Später wird sie vielleicht auf die gleiche Art mit Kindern umgehen. Kinder sind Spiegel von uns selbst.
    Erstauntes Rufen kam von der Kinderhorde als sich der Taschendrache in Kuschelfom zeigte. Einige der Kids wollten noch andere Tiere und der Schwarzhaarige kam deren Bitten gern nach. Mit der Meute im Schleptau bekamen die beiden Freunde einen Hölenrundgang. Die meisten Erwachsene und einige der älteren Jugendlich hielten auch jetzt weiterhin mißtrausch Abstand. Stolz wurde berichtet wer wo geholfen hatte und Tegan mußte mit erstaunen feststellen, das nicht nur eines der Kinder über mehr als eine Gabe verfügte. Ob das der Grund ist warum gerade diese Kids ausgesucht wurden? Dazu brauch man schon die genaue DNA und den jeweiligen Stammbaum. Sonst würde das keinen Sinn ergeben. Oder sie experimentieren um neue Arbitratoren zu erschaffen. Hast du nicht auch schon das Gerücht gehört das Arbitratoren keine Kinder bekommen können? Was für ein Schwachsinn. Bei mir waren beide Elternteile Arbitratoren und bei dir der Großvater. Eine Gabe zeigt sich zwar nicht unbedingt in jeder Generation, aber Kinder bekommen ist auf jeden Fall drin.
    Innerlich schwirrten Tegan seine Gedanken immer noch um das Rätzel von Zero. Wie konnte es sein das der wieder aufgetaucht war? Wie konnte es so viele Arbitratoren geben wenn der Mann doch keine Nachkommen gehabt hatte? Nach einiger Zeit bemerkte Tegan das sein Freund sich immer wieder die Seite hielt. Schmerzt die Wunde? Ja, der Schlag heute morgen war nicht sonderlich förderlich bei der Heilung. Ich würde sagen das wir uns auf den Heimweg machen. Der ist ja auch nicht gerade mal in fünf Minuten erledigt.
    Der kleine Blodschopf hatte die Unterhaltung mitbekommen und schaute die Freunde jetzt traurig an. 371 möchte wissen ob sie den Drachen behalten kann und ist traurig das Sie nicht bleiben. Sie sprechen die Kinder immer noch mit den Nummern an? Tegan verstand das nicht. So würden sie doch immer wieder an die vergangenen Torturen erinnert werden. Er hockte sich vor das kleine Mädchen hin und sah sie fest an. Ryu kann ich dir nicht hier lassen. Er ist ein Teil von mir. Und Ayano wäre traurig wenn er nicht mehr da wäre. Ayano? Meine Freundin. Ein warmes Glitzern trat in die Augen des Geistbeschwörers. Der Name klingt schön. Möchtest du denn auch einen richtigen Namen haben? Das zaghafte Nicken sprach Bände. Wie findest du Sienna? Ein paar mal wiederholte sie den Namen um Tegan dann freudestrahlend anzusehn. Sie umarmte ihn fest und innig, dann sprang sie davon um ihren Freunden ihren neuen Namen mitzuteilen. Eins sah den Dunkelhaarigen nachdenklich an.

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