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  1. #181
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    „Du meinst du erreichst hier was?“, wollte Seyrah noch wissen, aber Doug überhörte den Einwand seiner Kollegin einfach. Er öffnete das kleine Tor des Gartenzauns, welcher das Grundstück als solches abgrenzte und trat vor die Wohnungstür. Der Name stimmte, wie erwartet. Zu hören war nicht viel, die Kinder waren wohl in der Schule, zumindest eines der beiden. Er klopfte an der Tür, Seyrah nur einen Schritt hinter ihm und beide warteten darauf, dass jemand öffnete. Doch es tat sich nichts, als klopfte Douglas nochmal, etwas kräftiger und vernahm dann nach einigen Momenten doch ein Geräusch was sich deutlich der Eingangstür nährte. Die Tür wurde aufgemacht und wie erwartet sah Douglas jene Frau wieder, die er erwartet hatte auch zu treffen. „Yuma, wenn ich mich recht entsinne, oder ist ihnen die Bezeichnung 729 doch lieber?“ Douglas wusste, dass er grad ein Risiko einging, aber sein gegenüber sollte auch wissen, dass sie ihm nichts verheimlichen konnte oder sollte. „Es wäre schön, wenn wir uns unterhalten können, ich habe da so einige Fragen an sie.“

  2. #182
    Bürger Avatar von Auren
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    Es war nun an der Zeit sich der Vergangenheit zu stellen. Sonst hätte sie diesem Beamten nie ihre Adresse verraten.
    "Yuma. Es wäre mir angenehmer wenn sie mich beim Namen nennen würden, Herr Simons."
    Die junge Mutter öffnete die Tür nun ganz und trat zur Seite.
    "Kommt am besten rein. Einfach gerade aus. Drinnen können wir ihn ruhe reden."
    Yuma wollte die Nachbarn nicht beunruhigen. Deswegen bat sie beide Beamten in die Wohnung.
    Die Tür wurde geschlossen. Doug und Syerah fanden sich dann im Wohnzimmer wieder.
    Dieser Raum war ein wenig chaotisch. Es lag mal dort und da Spielzeug herum. Halt Hinterlassenschaften von den Kindern. Sie war gerade allein.

    "Ich muss mich für das durch einander entschuldigen, aber meine Kinder sind heute etwas stürmisch mit ihren Vater umgegangen. Bitte setzt euch." Sie wies auf das weiße, mit Kunstleder bezogene, Sofa hin. Yuma hingegen nahm auf einem Sessel platz.
    "Bevor wir damit anfangen, möchte ich gern darauf hinweisen, dass ich nicht vorhabe eure Gedanken zu lesen."

  3. #183
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    Als Douglas durch die Wohnungstür trat, sah er sich zuerst einmal um, soweit es ihm möglich war. Das Yuma dies bemerken würde, war ihm klar aber das würde er auch tun, wäre er ein ganz normaler Gast in jenem Haus. Es gab ein zweites Stockwerk, oben waren sicherlich ein Badezimmer und die Schlafzimmer der Eltern sowie der Kinder. Im Erdgeschoss waren zwei Türen geschlossen, eine stand offen und zeigte ihm die Küche, in welcher Yuma wohl grad zu Gange war. Es machte jedenfalls den Eindruck auf ihn. Das Wohnzimmer in dem er sich schließlich auf das Sofa setzte war nichts was ihn besonders überraschte, das Chaos kannte er ja schon, wobei er feststellte das seine Tochter alleine wohl mindestens genauso viel Chaos anrichten konnte, wie die beiden Kinder von Yuma. Das lag vielleicht daran das sie etwas älter war, aber so wichtig war das ja nun auch nicht. „Kinder… bei mir siehts oft nicht anders aus.“, meinte Douglas mehr zu Seyrah gerichtet als an die Gastgeberin.

    „Das sie das nicht tun wollen, ist schön, überprüfen kann ich das nur leider nicht.“, stellte Douglas fest. Er meinte das nicht mal als Vorwurf, aber es kam sicherlich so rüber, wie er nun wo er das gesagt hatte, selbst feststellen musste. Dennoch wollte er nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen, und sie über alles ausfragen wie bei einem Verhör. „Aber ich denke, ich kann ihnen glauben. Wenn sie mir etwas hätten tun wollen, hätten sie schon in jener Nacht genug Gelegenheiten gehabt. Aber seis drum. Wenn ich mir erstmal die Frage erlauben darf, sind das ihre Kinder?“ Douglas betrachtete dabei ein paar Familienfotos, die an der Wand hingen und praktisch unübersehbar waren. Allesamt zeigten meist eine sehr glückliche Familie.
    Douglas war neugierig, denn seines Wissens nach dürften Arbitratoren nicht dazu in der Lage sein, neues Leben in die Welt zu setzten. Oder aber er saß einfach einer alten Halbwahrheit auf, die mit der Zeit aus irgendeinem Fakt eine ‚Wahrheit‘ gemacht hatte, die so nie eine war. Wie zum Beispiel das Arbitratoren keine Kinder zeugen oder austragen können.

  4. #184
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    Doug wechselte ein paar Wörter mit seiner Begleitung, sah sich dabei gründlich um. Dann nahmen sie platz. Der Ermittler reagierte auf ihre Worte. Seine Wortwahl war anfangs nicht die Beste, aber dies klärte sich später von selbst auf.
    Die junge Mutter wirkte etwas angespannt. Immerhin ging es um sie, ihre Vergangenheit und vieles mehr. Wie versprochen wollte sie nicht in den Köpfen ihrer Besucher herum wühlen.
    Daher war sie auch von der ersten Frage etwas überrascht. Es ging um ihre Kinder.
    "Ja es sind meine Kinder. Ich trug sie in meinen Körper, brachte sie zur Welt. Auch wenn es nicht immer einfach war. Wir wurden dafür nicht unterrichtet und mein Mann ist da etwas..." Yuma überlegte kurz wie sie ihn zu damaliger Zeit beschreiben sollte.
    "Stürmisch gewesen? Er konnte es nicht einmal zu unserer Hochzeit abwarten. Zum Glück gab es noch ein paar Personen an denen ich mich wenden konnte, während meiner Schwangerschaft."
    Weiter wollte sie nicht ins Detail gehen.
    "Nur warum fragen sie mir das?"

  5. #185
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    „Ich bin vielleicht einem Hiurngespinnst aufgesessen, aber ich dachte immer, Arbitratoren können keine Kinder bekommen. Wie gesagt, das kann auch einfach nur ein verdrehter Fakt meinerseits sein, daher die Frage.“, gab Douglas auf ihre Frage hin zur Antwort. Dann aber wurde seine Mine wieder etwas ernster. „Aber nun ja, deswegen sind wir beide aber auch nicht da. Warum können sie sich ja denken.“ Douglas beugte sich etwas vor und sah Yuma dann direkt an.
    „Mich interessiert ihr Geschichte, ganz besonders den Teil, der ihre komplette Zeit bei Psycorps Elitetruppen betrifft. Wieviel gabs es eigentlich von ihnen und wieviel könnte es noch geben? Auswahlverfahren, Ausbildung, Einsätze und natürlich, wer die beiden waren, die wir desnachts angetroffen haben. Was könnten denn deren Motive sein?“

  6. #186
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    Sie schloss kurz ihre Augen. Atmete dabei ruhig und öffnete diese wieder.
    "Ein Auswahlverfahren gab es nicht wirklich. Zumindest ist mir keines bekannt. Immerhin war ich keine drei Jahre alt als er mich nahm. Maximal die Älteren kannten den Grund." Yuma überlegte kurz.
    "Ich glaube wir waren sehr viele. Vielleicht mehrere tausend. Wir haben nie nach gezählt. Dazu hatten wir keinen Grund. Es verschwanden täglich ein paar Kinder. Damals sagte man uns, sie wurden von ihren Eltern abgeholt. Später erfuhren wir die Wahrheit über den verbleib. Viele wurden entsorgt. Etwas was mir persönlich erspart blieb. Die Testergebnisse waren wohl der Grund."
    Sie erzählte weiter. Wie sie anfangs noch gut behandelt wurden und als die Schule begann, begann auch die Folter, sowie weitere Tests mit Experimenten und Aussortierungen.

    "Wir mussten seine Befehle befolgen. Einige nannten ihn auch Vater. Die Ausbildung fand nach meines Wissens in Amerika statt. In einen Bereich wo es kaum Menschen gab. Also konnte auch niemand unsere Schreie hören. Zum Schluss gaben wir uns ihm hin. Hätte ich es nicht getan, so würde nur eine Leiche vor euch sitzen. Viele wurden gebrochen, getötet und wenige stiegen auf. Man gab uns Zahlen. Namen wurden nicht erlaubt. Wer sie benutzte wurde hart bestraft."

    Ihre Erzählung ging nicht nur über die Strafen und das Leben bei Psycorp. Auch sehr genaue Inhalte des Ausbildungsprogramm. Auch wie Yuma unter Qualen ihre zweite Fähigkeit erhielt. Sogar von der Planung ihr eine dritte verpassen zu wollen.
    Training mit Waffen, Waffenloser Kampf, effizientes Töten und vieles mehr stand auf dem Lehrplan. Einsätze gab es in diesem Stadium nicht. Immerhin waren die Arbitratoren in der Pubertät und könnten außer Kontrolle geraten. Dies umging man in dem man sie weiß machte, dass es keine Geschlechter Trennung gäbe und die Gefühle die vielleicht aufkeimten nur ein kleiner Nebeneffekt des Trainings war.

    "Dann kam der Tag als wir unsere Ziele bekam. Alter, Name, Aufenthalt, Stärke und Bilder. Selbst die Teams wurden an diesem Tag zusammen gestellt. Man gab uns Waffen und wir gingen los. Ohne eine Möglichkeit zu haben uns diesen Befehl zu verweigern. Zum Glück muss ich sagen, dass die Menschen zu dieser Zeit mit dachten. Sie erkannten unsere Strategie und konnten uns ganz gut bekämpfen. Auch wenn ich dadurch meinen Partner verloren hatte. Nach dieser Schlacht irrte ich tagelang durch die Außenbezirke rum, bis ich meine Ziehmutter traf. Sie war nicht allein. Sie hatte ihr erstes Kind vor meinen Augen zur Welt gebracht. Dies brachte mich zum Nachdenken, ob alles bis her Falsch war."

    Es ging noch weiter. Ihre Aufnahme in der eher kleinen Gang. Ihr neuer Alltag mit vielen Pannen. Ihr Name und der Antrag ihres Mannes. Auch wenn sie es damals nicht verstanden hatte, sagte Yuma dennoch ja. Später wurde sie geschwängert, dann kam die Heirat und ihre Tochter durfte das Licht der Welt erblicken. Dies ging bis zur zweiten Tochter weiter.
    Dann legte die junge Mutter eine Pause ein. Immerhin war sie nun an der Gegenwart angekommen. Genau genommen jene brutale Nacht.

    "Die Frau, ihre Bezeichnung war 627. Sie konnte Geister erscheinen lassen und war da auch sehr gut darin. Selbst Fabelwesen waren keine Probleme für sie. Der Mann mit dem Fahrzeug war 999. Er fand seine Bezeichnung eher langweilig, aber seine Fähigkeit nicht. Hellsehen müsste seine gewesen sein. Ihre Motive sind mir unklar. Ich konnte nicht in ihre Köpfe schauen. Irgendwas hatte mich blockiert. Den anderen Telepathen erging es vermutlich nicht anders." Damit endete ihre Erklärung.

  7. #187
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    Vom Markt aus, ging er eine Weile durch die vermüllten und zugestellten engen Nischen und Gassen der Slums. Vorbei an Obdachlosen und Junkies, Zuhältern und ihren Frauen oder eben Taschendieben und Bettlern. In den Slums gab es alles, was es auch in den früheren, anderen Großstädten gab. Natürlich nicht alle, aber auch quer durch diese Schichten hinweg, kannte Ketel die ein oder anderen Personen. Unterhielt sich mit ihnen, holte Infos ein, gab die ein oder andere Info weiter. Er mochte es, nicht auf der hellen Seite der Gesellschaft zu stehen.

    Ketel bog nun am Ende seines Weges, wieder in eine kleine Gasse ein und blieb in mitten dieser Gasse vor einer kleinen Tür stehen. Er wartete kurz, ob ihm jemand gefolgt war, dann trat er ein und befand sich in einem kleinen Raum. Dieser diente ganz offensichtlich, dem Zweck der Umkleide. Doch etwas zum umkleiden hatte Kettel in diesem Augenblick nicht. Also hängte er seinen Ledermantel, vorsichtig an einen der Kleiderhaken, zog sich Schuhe und Socken aus, krempelte seine Hosenbeine knapp über den Knöchel und trat ein.
    Der Raum, welcher sich nun vor ihm zeigte, war im großen und ganzen leer. Er war mit Paket auslelegt, welches zwar durch Abnutzung an manchen Stellen heller geworden war, doch nach wie vor gab es keine Risse oder Brüche im Holz. Der Boden wurde also nach wievor gut gepflegt.
    Ketels Blick wanderte nun zu einigen Dingen, welche an den Wänden hingen. Es waren Bilder, manche zeigten Abläufe von Bewegungen und Stellungen, andere wiederum Personen.
    Ganz Besonders viel ein Bild ins Auge das weit oben hing. Es zeigte einen alten Mann, asiatischer Herkunft. Er schien von dort oben aus, alles im Raum mit ruhigen Augen, zu beobachten. Ketel stellte sich dem Bild gegenüber, stellte sich mit beiden Füßen zusammen aufrecht hin und neigte dann seinen Oberkörper, wobei seine Augen nie von denen des alten Mannes abliesen.
    Nachdem er sich wieder aufgerichtet hatte, begab er sich in Grundstellung und fing an.
    Nach einer Ewigkeit mit wechselnden Abläufen, hörte er eine vertraute, ältere Stimme.
    "Immer wieder schön zusehen, wie du alles zu einer einzigen fließenden Bewegung verbindest. Von der ersten Form bis hin zur letzten, hast du nicht einen Fehhler gemacht. Großmeister Yip Man wäre sicher sehr zufrieden mit deinem Können."
    Eine ältere Frau, saß auf einer Matte an einem Kopfende des Trainingraums.
    Sie deutete Ketel an, sich zu ihr zu setzen.
    Dieser Bitte kam der Waffenmmeister natürlich nach, doch neigte er auch vor ihr, bevor er sich setzte den Oberkörper. Nicht so sehr wie vor dem Bild des alten Mannes, doch immer noch respektvoll.
    Als er nun saß antwortete er
    "Ich habe es euch zu verdanken Sifu, das ich mich wieder so bewegen kann, wie vor meiner Ankunft in den Slums. Zwar verdanke ich dem Doc mein Leben, doch euch verdanke ich meine Freiheit. Hättet ihr mich nicht zum Training ermutigt, würde ich mich wohl mehr schlecht als recht von einem Ort zum anderen bewegen."
    "Es freut mich das du es so siehst, doch ich bin mir sicher du hättest es auch so geschaft." meint sie lächelnd und mit dem Zeigefinger schüttelnd vor seinem Gesicht. "Immer hin besitzt du ja auch noch andere Fähigkeiten. Mit diesen hättest du es sicherlich hinbekommen."
    Ketel hob beschwichtigend die Hände.
    "Ich würde aber zu sehr auffallen, so wie es jetzt gerade ist, ist es gut. Meine anderen Fähigkeiten setze ich auf meine Art ein, so wie es mir passt...nicht wahr?"
    Noch eine ganze Weile unterhielt Ketel sich mit der alten Frau und tauschte sich mit ihr über die verschiedensten Dinge aus, ehe er sich dann wieder von ihr verabschiedete und seiner Wege ging.

    Als Ketel wieder auf die Straßen hinaus ging, wurde es bereits dunkel. Zeit also eine gewisse Bar aufzusuchen und dort auf seinen Informanten zu warten.

  8. #188
    Bürger Avatar von hakuryu
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    Die Antworten die Eins ihnen gab brachten weder Tegan noch Shinru weiter. Stellenweise schien der Mann vor ihnen in Gedanken versuncken zu sein und auch keine Antworten ihrerseits zu erwarten. Die Beschreibung der Angreifer des Rennen war zutreffend. Der Tote wollte also wirklich sterben? Den leichten Weg muß man ja auch nicht unbedingt nehmen. Zumindest hätte der nicht so viel unbeteiligte mitnehmen müssen. Was ist eigentlich mit der Telepathin die Viktor geholfen hat? Also wenn du da nicht mehr weißt als ich, was ich nicht glaube, können wir da auch keine Auskunft geben.
    Die nächste Aussage verblüfte die beiden Arbitratoren. Ihr Anführer, war der erste aller Arbitratoren. Noch bevor es euch gab oder sogar vor eure Vorgänger. Ihm verdankt Psycorp die Erfolge unserer Fähigkeiten, die Schulen und zum Schluss auch die Einsätze die sicher nicht leicht für euch waren. Der Krieg gegen die Außenbezirke forderte viele Opfer und zum Schluss gewannen sie, aber die High City gewann etwas zurück. Trotzdem war er mit diesem Ausgang nicht zufrieden und möchte weiter machen, aber ihm fehlt eine Stimme und die wird er sich zurück holen. Nur er kann uns wieder vereinen. Ich glaube ihr wisst, wenn ich meine.
    Sie wollen uns jetzt bitte nicht weiß machen das hier ein 150 jähriger Kerl einfach mal so reingeschneit ist und völlig Fremde zum Kampf auffordert?
    Mitnichten. Selbst ich wollte nicht glauben das er es wirklich ist.
    Shinru legte beschwichtigend eine Hand auf die Schulter des Schwarzhaarigen. Der Geistbeschwörer war drauf und dran einfach zu gehen. Zero ist schon vor Jahren gestorben. An ihm hatte alles seinen Anfang genommen und einen Teil seiner DNA steckt in jedem einzelnen Arbitrator der heute lebt. Er starb mit 35 durch übermäßigen gebrauch seiner Fähigkeiten. Das lernt jeder und ist auch allgemein, zumindest in der High City, bekannt. Wie können Sie sicher sein das es wirklich Zero war? Der Mann wird ja wohl kaum gesagt haben: "Hallo ich bin Zero. Die Welt hier ist nicht das was ich haben wollte. Helft mit mal" Ein Lachen zog durch Tegan seine Gedanken. Selbst Eins fiel es schwer nicht zu lachen, was deutlich an seinen zuckenden Mundwinklen zu erkennen war. Ganz anders als 059. Sie plusterte sich auf und wollte schon eine gepfefferte Antwort raushauen. Nur Eins war schneller mit seiner Erwiederung. Sagen wir mal so, er sah genau so aus wie zu der Zeit als er "verstarb". Er wußte Dinge die heutzutage kaum noch einer weiß und er hat sehr eindrucksvoll seine Fähigkeiten demonstriert. Aus diesem Grund sind einige von uns ihm gefolgt. Wie viele waren das und was für Fähigkeiten haben sie? Noch mehr Eliten die in der Stadt durchdrehen brauchen wir nicht.
    Der Kopf von Eins ruckte zur Tür die genau in diesem Moment aufgerissen wurden und eine Horde Kinder in den Raum spühlte. Das Älteste war vielleicht zehn und der jüngste kleine Blondschopf war ein Mädchen von gerade mal sieben. Unsere Gespräch wird noch eine Weile warten müssen. Kinder halt. Beide Männer nickten. Es gab Sachen die gehörten einfach nicht in die Gegenwart von Kinderohren. Oder auch in die Gedanken. Das kleine Mädchen schaute Tegan aus großen Augen an. Ich komme bei dir nicht rein und in meinem Kopf hat es gebissen. Weißt du Süße, es gehört sich nicht in fremden Gedanken zu stöbern. Shinru hier lauscht ja auch nicht einfach ungefragt in deinen Gedanken. Aber ihr beiden unterhaltet euch doch auch in euren Köpfen. Wir beide kennen uns ja auch schon seit Jahren und sind sehr gute Freunde. Er hat auch die Erlaubnis in meinem Kopf zu sein. Das brachte die Kleine einen Moment zum grübeln. Shinru hatte zwischenzeitlich einen Zettel von Eins bekommen. Sogar mit der Bitte diesen nicht in der Höle zu lesen. Dem Blonden war klar warum.

    Interessiert beobachtete Eins wie Tegan mit dem kleinen Blodschopf umging. Er ist ganz anders als noch vor ein paar Minuten. Er klang erstaunt.
    Das ist doch normal. Warum sollte er ein kleines Kind anschnauzen? Wenn man in ruhe klären kann was das Kind falsch gemacht hat, dann ist das doch viel besser als drastische Strafen zu verhängen. Später wird sie vielleicht auf die gleiche Art mit Kindern umgehen. Kinder sind Spiegel von uns selbst.
    Erstauntes Rufen kam von der Kinderhorde als sich der Taschendrache in Kuschelfom zeigte. Einige der Kids wollten noch andere Tiere und der Schwarzhaarige kam deren Bitten gern nach. Mit der Meute im Schleptau bekamen die beiden Freunde einen Hölenrundgang. Die meisten Erwachsene und einige der älteren Jugendlich hielten auch jetzt weiterhin mißtrausch Abstand. Stolz wurde berichtet wer wo geholfen hatte und Tegan mußte mit erstaunen feststellen, das nicht nur eines der Kinder über mehr als eine Gabe verfügte. Ob das der Grund ist warum gerade diese Kids ausgesucht wurden? Dazu brauch man schon die genaue DNA und den jeweiligen Stammbaum. Sonst würde das keinen Sinn ergeben. Oder sie experimentieren um neue Arbitratoren zu erschaffen. Hast du nicht auch schon das Gerücht gehört das Arbitratoren keine Kinder bekommen können? Was für ein Schwachsinn. Bei mir waren beide Elternteile Arbitratoren und bei dir der Großvater. Eine Gabe zeigt sich zwar nicht unbedingt in jeder Generation, aber Kinder bekommen ist auf jeden Fall drin.
    Innerlich schwirrten Tegan seine Gedanken immer noch um das Rätzel von Zero. Wie konnte es sein das der wieder aufgetaucht war? Wie konnte es so viele Arbitratoren geben wenn der Mann doch keine Nachkommen gehabt hatte? Nach einiger Zeit bemerkte Tegan das sein Freund sich immer wieder die Seite hielt. Schmerzt die Wunde? Ja, der Schlag heute morgen war nicht sonderlich förderlich bei der Heilung. Ich würde sagen das wir uns auf den Heimweg machen. Der ist ja auch nicht gerade mal in fünf Minuten erledigt.
    Der kleine Blodschopf hatte die Unterhaltung mitbekommen und schaute die Freunde jetzt traurig an. 371 möchte wissen ob sie den Drachen behalten kann und ist traurig das Sie nicht bleiben. Sie sprechen die Kinder immer noch mit den Nummern an? Tegan verstand das nicht. So würden sie doch immer wieder an die vergangenen Torturen erinnert werden. Er hockte sich vor das kleine Mädchen hin und sah sie fest an. Ryu kann ich dir nicht hier lassen. Er ist ein Teil von mir. Und Ayano wäre traurig wenn er nicht mehr da wäre. Ayano? Meine Freundin. Ein warmes Glitzern trat in die Augen des Geistbeschwörers. Der Name klingt schön. Möchtest du denn auch einen richtigen Namen haben? Das zaghafte Nicken sprach Bände. Wie findest du Sienna? Ein paar mal wiederholte sie den Namen um Tegan dann freudestrahlend anzusehn. Sie umarmte ihn fest und innig, dann sprang sie davon um ihren Freunden ihren neuen Namen mitzuteilen. Eins sah den Dunkelhaarigen nachdenklich an.

  9. #189
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    Alles weitere...

    "Ihr solltet den Kindern keine falsche Hoffnung schenken. Selbst, wenn es nur bei einem Namen bleibt." Es war ihm lieber, seine Leute mit Zahlen anzusprechen. Es sorgte dafür, dass sie wussten, was sie waren und taten. Selbst die Kinder sollten dies nicht vergessen.
    Noch bevor Tegan und sein Freund dazu etwas erwidern konnte, setzte Eins fort.
    "Ihr solltet euch Verbündete suchen. Allein ist es unmöglich ihn aufzuhalten. Sobald er jene Person gefunden hat, wird Zero vermutlich nicht mehr aufzuhalten sein. Wir, alle in dieser Stadt können, ihn nicht aufhalten. Selbst wenn wir es wollten."



    Prost...

    Nach ihrem Abschied vom Büro und Cross ging es für Diamond zurück zu den Außenbezirken.
    Ihre Partei war am aufrüsten, noch nicht bereit. Sie konnte nur hoffen, dass die Eliten nicht ihren nächsten Zug ausführen.
    Kopfschüttelnd warf die Mafiabraut diesen Gedanken einfach fort.
    Um sich zu entspannen ging es zu einer allseits bekannten Bar. Mit einem Fahrzeug dauerte es gar nicht solang bis sie dort war.
    Am Eingang wurde sie und ihr kleiner Trupp begrüßt als wären sie hier die Könige.
    Schnell wurde ihnen einen ruhigen Platz zugewiesen und die ersten Getränke wurden bestellt.
    Viel war heute eh nicht drin. Ihre Verletzungen würden sie nur behindern und ihr Boss würde da noch kräftig Öl ins Feuer kippen. Sobald er Kenntnis von waghalsigen Aktionen ihrer seids bekommt. Deswegen hieß es den Ball flach halten. Naja, wenn es nur funktionieren würde.
    Immerhin fielen einige der Gäste auf.
    Sie waren jetzt nicht von der Sorte die auf einer Schlägerei aus sind. Nein eher nach etwas anderem und sind nur hier herab gestiegen um ungestört ihre Geschäfte nach zu gehen.
    Etwas was Diamond überhaupt nicht dulden kann. Die Konkurrenz muss weg. Auch wenn es nach kleinen Fischen aussah.

  10. #190
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    In der Bar war mal wieder viel los, ganz so wie Ketel es erwartet hatte. Was er nicht erwartet hatte, war das er noch einmal für die Arbeit hinterm Tresen eingespannt würde. Er hatte vor Jahren den Mädels bei der Eröffnung ihrer Bar geholfen und auch da schon den Barkeeper gegeben, doch war dies zum Teil aus Eigennutz passiert. Wo wenn nicht in Bars, kann man schnell Beziehungen zur Unterwelt knüpfen, oder wenigstens Informationen sammel.
    Doch das ganze machte ihm irgend wie auch Spaß. Immerhin konnte er seine Fähigkeiten, hier als kleine Kunststücke anwenden.
    Als gerade eine neue Gruppe Personen rein kam, wurde es kurz lauter, doch Ketel war mit einem Gast an der Bar beschäftig der eine kleine Einführung in das trinken von Absinth bekam.
    Ihm entging jedoch nicht, das sich eine weitere Person an den Tresen setzte.
    Noch mit dem Gast beschäfftigt meinte Ketel "...mit dem Löffel etwas Absinth aufnehmen, dann legst du ihn übers Glas auf die Ränder, legst den Zuckerwürfel auf den Löffel und wartest bis er sich voll gesogen hat und..."ein Finger schnippsen ist zu hören"...zündest ihn an, wartest bis der Würfel zerfällt und rührst dann die Flammen ins Glas darunter. Jetzt kannst du ihn brennend runter stürzen oder auspusten und trinken. Ich empfehle letzteres...nicht das du noch zur lebenden Fackel wirst."
    Sehr langsam, pustete der schon stark angetrunkene Gast seinen Absinth aus, stürzte ihn dann runter, schüttelte sich und stellte das Glas wieder vor Ketel ab. Er hob einen Zeigefinger und schien etwas sagen oder fragen zu wollen. Winkte nach kurzem überlegen dann doch aber ab und bezahlte bei den Mädels seine Zeche und ging dann nach Hause. Kopfschüttelnd aber mit einem kurzen Lächeln wandte Ketel sich dem neuen Gast am Tresen zu.
    Eine Frau, jung, jedoch nicht naiv. Sie wirkte mitgenommen. Ketel musterte sie, oder besser betrachtete sie ganz unverholen. Es war nur kurz und er sagte auch nichts zu ihrem auftreten. Trotzdem wollte er fragen, doch bei seinem Blick kam schon gleich die kurze, knappe Antwort.
    "Vodka, on the Rocks"
    Die Brauen von Ketel zogen sich bei dieser Bestellung kurz zusammen, doch er zuckte gleich daraufhin mit den Schultern und nickte nur knapp.
    Er nahm ein Rührglas, füllte es mit Eis und anschließend mit Vodka. Das ganze rührte Ketel solange bis das Glas beschlug. Nun nahm er ein "gefrostetes" Glas, tat auch hier einen Eiswürfel hinein und gab den gekühlten Vodka hin zu.
    Ohne ein weiteres Wort bekam die Frau ihr Glas und Ketel machte sich wieder an die nächsten Bestellungen.

  11. #191
    Bürger Avatar von hakuryu
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    Ihr solltet den Kindern keine falsche Hoffnung schenken. Selbst, wenn es nur bei einem Namen bleibt. Ihr solltet euch Verbündete suchen. Allein ist es unmöglich ihn aufzuhalten. Sobald er jene Person gefunden hat, wird Zero vermutlich nicht mehr aufzuhalten sein. Wir, alle in dieser Stadt, können ihn nicht aufhalten. Selbst wenn wir es wollten. Völlig entgeistert schaute Tegan den Mann vor sich an. Weniger irritierte ihn der plötzliche Themenwechsel als die eindeutig ernst gemeinte Aussage die Kinder betreffend. Ist Ihnen noch nicht mal ansatzweise in den Sinn gekommen das die Kinder nicht ihr gesamtes Leben hier unten verbringen wollen? Sie müssen irgendwann an die Oberfläche und dort ist nicht so einfach Ponyhof wie hier unten. Sie sind keine Nummern! Jedes Kind welches ich kennengelernt habe weiß was und wozu es fähig ist. Wenn die Erwachsenen der Meinung sind ihre Nummern beibehalten zu müssen dann bitte, mich stört das nicht. Aber verbauen Sie den Kindern nicht eine Zukunft die Sie mit ihrer Flucht erst möglich gemacht haben. Die Kleinen sind reifer als sie vielleicht vermuten. Welche Gründe Eins auch haben mochte, in den Schädel des Schwarzhaarigen wollten diese nicht rein. Kopfschüttelnd löste er die tierischen Geisterscheinungen auf, atmete noch mal durch und ließ seinen Blick durch die Höhle schweifen. Wen auch immer Zero sucht, ich kann mir nicht vorstellen das er denjenigen finden wird. Niemand lebt so lange. Falls das widererwartend doch passieren sollte, immerhin lebt der Mann ja auch noch, mit wem sollten wir uns groß verbünden wenn nicht einmal die Eliten eine Chance haben? Sie brauchen mir jetzt nicht antworten. Denken sie einfach darüber nach was die Kidis anbelangt. Kurz ließ er ein Model von Yuma auf seiner Hand erscheinen. Warum Yuma nicht hier ist können wir nicht sagen. Wir wissen nichts über sie. Sie tauchte einfach so auf nachdem ein telepathischer Ruf gebrüllt wurde und verschwand wieder nachdem der Amokschütze nichts mehr anrichten konnte. Shinru hatte die frühere Frage noch aufgegriffen. Seine Hand lag auf den Wunde die scheinbar mehr schmerzte als sein Freund dachte. Ein kurzer Pfiff signalisierte dem Taschendrachen das er zu seinem Herrn zurück kehren sollte. Nach einem letzten Kuscheln mit Sienna tat er auch genau das. Wir verabschieden uns. Der Rückweg ist lang und ich bezweifle das Sie uns eine andere Zugangsmöglichkeit zeigen werden. Das synchrone Kopfschütteln von Eins und 59 sprach Bände und überraschte die Freunde nicht. Die jüngeren Kids sollten vielleicht die Möglichkeit bekommen eine Schule zu besuchen. Sie haben sehr vieles hier unten geschaffen und erreicht, das stelle ich nicht in abrede. Nur wie er dabei wies er auf den Geistbeschwörer bereits angemerkt hat, werden die Kinder mit absoluter Sicherheit nicht ihr gesamtes Leben hier unten verbringen. Wenn Sie da Hilfe brauchen oder auch in anderen Dingen, dann geben Sie Bescheid. Damit drehten sich die Beiden grußlos von den Erwachsenen weg, winkten den sie umgebenen Kindern noch einmal zu und strebten dem Gang entgegen den sie auf dem Hinweg genommen hatten.




    Den größten Teil des Rückwegs legten sie schweigend zuück. Beide Männer hingen ihren Gedanken nach. Shinru teilte die Auffassung seines Freundes was die Kinder bertaf. Sie durften nicht weltfremd aufwachsen, dann hätte sie auch in ihren Einrichtungen bleiben können.
    Sie machten mehrere Pausen und brauchten wesentlich länger als auf dem Hinweg. Irgendwann knurrten die Mägen und beide mußten lachen. Sie stellten gemeinsame Überlegungen an was sie vielleicht wo essen könnten. Ich glaub Ayano fällt aus. Sie müßte noch bei Kyle sein. Der fällt auch flach wegen der vielen Patienten heute morgen. Meine Eltern sind nicht zu hause. Die besuchen ein paar Freunde. Ich würde auch lieber in den Außenbezirken essen als in der City. Auch wenn die Arbitratorenabteilung jetzt weiß das wir noch leben, ich hab keine Lust wieder überwacht zu werden. Wenn die was von mir wollen sollen die anrufen. Simmons hat übrigens meine Nummer. Hä? Wie das denn? Er hatte mir seine Karte gegeben. Von mir bekam er Infos wegen dem Rennen. Ich hatte vergessen die Nummernübertragung zu deaktivieren. Nicht dein ernst? Tegan bekam nur ein Schulterzucken. Die Nummern haben die ja jetzt eh. Wie wäre es mit dem Löwen? Tegan griff einfach die Essensfrage wieder auf. Waren schon ne Weile nicht da und so weit ist das auch nicht. Und es schmeckt. Gute Idee. Wie kommen wir hin? Caravan oder Bikes? Las uns schauen ob wir die Bikes in den Caravan bekommen. Zeit zum Trocknen hatte der ja.

    Gesagt getan. Sie begaben sich auf Umwegen zu ihrer Garage. Leider paßte keine der Maschinen in den Caravan, da würden sie wohl einen größeren brauchen. Das war aber erstmal keine Option. Die Grenze wurde ohne Probleme passiert und sie stellten das Gefährt drei Blöcke vom Löwen entfernt ab und gingen den Rest zu Fuß. Mitlerweile war es kurz vor 20 Uhr und ihre Mägen hingen ihnen quasi schon in den Kniekehlen.
    Mit einem Mal merkte der Taschendrache auf. Er strebte einem der Seitenwege zu. Leider ziehmlich stofflich. Geistesgegenwärtig legte Tegan einen Hundeskin auf den Blauen. Ryu scheint sich ja mächtig zu freuen. Jemand Bekanntes? Ein Nicken. Dann stiefelte Juri aus der Gasse. Das ganze schrille Gehabe von vor ein paar Tage fehlte diesmal und sie sah so aus wir vor drei Jahren. Ihre Aufmerksamkeit war auf ein Handy in ihrer Hand gerichtet. Der vermeintliche Hund sprang auf sie zu und begrüßte sie freudig. Sie schreckte aus ihren Gedanke hoch und schaute das Tier an. Kurz verengte sich ihre Augen als sie den Akita wiedererkannte.Du schon wieder? Wo ist denn dein Herrchen? Suchend sah sie sich um und entdeckte die beiden Männer. Diesmal will sie nicht sofort wegrennen. Sie will was erledigen. Dann werden wir sie nicht aufhalten. Hey, Ryu, komm her. Widerstrebend sah der Akita hin und her. Prompt setzte er sich neben Juri und schmiegte sich an. Shinru konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Dann ein laut vernehmlichen Grummeln vom Bauch des Schwarzhaarigen. Juri und Shinru brachen in Gelächter aus. Na toll, jetzt bin ich die Lachnummer der Stadt. Na kommt Kuro, laß uns was essen, du fällst mir sonst um. Beide Männer hatten immer noch das Versprechen an Yumiko im Kopf das Juri nichts über ihre Vergangenheit erfahren sollte. Außer sie fand es selber herraus, dann hätten die beiden nichts damit zu tun. Kurz sah Juri den Freunden hinterher um sich ihnen dann doch anzuschließen. Wie kommt das denn? Sie will das Handy zurückgeben. Die Augenbrauen des Dunkelhaarigen schnellten kurz nach oben. Der Taschendrache hatte seinen Spaß als Hund neben Juri herzulaufen.

    Als sie um die letzte Ecke bogen staunten die Arbitratoren nicht schlecht. Da standen zwei wahre Gorillas in Menschengestalt und dunklen Anzügen vor dem Eingang. Gerade verließ jemand recht hastig und scheinbar unfreiwillig die Bar. Die Nase des Mannes sprach da Bände. Was zum Geier ... Hab ich irgendwas verpaßt? Die Schränke sahen sich zwar jeden an und tasteten schnell nach Waffen ab, ließen die Gäste sonst aber ein. Der Hund muß aber draußen bleiben. Na klar. Ryu, geh auf das Auto aufpassen. Wie ein wohlerzogener Hund trottete der vermeintliche Akita von dannen. Kaum außer Sichtweite, löste Tegan den Skin, Ryu wechselte in fast unsichtbar und kehrte zu seinem Herrn zurück. Die Drei wurde ohne große Frage eingelassen. Trotz der Uhrzeit war schon einen Menge los. Shinru begab sich mit Tegan zusammen an den Tresen. Sie wußten was sie bestellen würden, immerhin war das immer das selbe. Als die Küchentür aufging sahen beide nur mit einem halben Auge hin. Dann noch mal. Ketel??? Diamond??? Wenn man einmal nicht vorher telephatisch sondiert.
    Geändert von hakuryu (10.10.2021 um 01:36 Uhr)

  12. #192
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    Nach diesem ernüchternden Tag setzte sich Diamond an den Tresen der Bar. Ihre Augen blickten durch das Umfeld un fanden etwas, was ihre Laune kurzzeitig verfinsterte.
    Der Barmann an den Getränken wollte gerade die Bestellung entgegennehmen doch sie war schneller.

    Während die Mädels die übrigen Gäste bediente, setzte Diamond zu einem großen Schluck an, leerte das Glas in einem Zug und bezahlte anschließend ihre Rechnung. Nebenbei musterten ihre kalten Augen Ketel vom Scheitel bis zur Sohle.

    Doch noch bevor sie ihn ansprach, erhob sich Diamond von ihrem Platz und schritt zielstrebig auf jene Gestalten zu die in ihrer Bar illegale Geschäften tätigten. Die Kleiderschränke an ihrem Stammtisch horchten auf, es wurde schlagartig still im Lokal.

    „Eures Gleichen ist hier nicht willkommen“, sprach Diamond ruhig mit autoritärer Stimme. Ihre Augen blieben auf jenen Gestalten haften. Der Mann, ein gutes Stück größer als sie sah hoch und rümpfte die Nase. „Verschwinde Süße sonst benutz ich dich als Wischlappen und für später mehr“, dreckiges Gelächter raunte.

    Eines der Mädels schaltete sofort und lief zu Diamond umarmte diese herzlich und drückte ihr einen Kuss auf. „Stifte nicht so viel Chaos ok?“, dabei lächelte diese liebreizenden und wollte die Bestellung aufnehmen. Doch der Gast wollte nicht so recht sich benehmen. Ein erschrockener Aufschrei war von der jungen Bedienung vernehmbar, wanderte dessen Hand dorthin wo Gäste nichts zu suchen hatten.

    Diamond schloss für eine Millisekunde ihre Augen ihre Handlanger aßen weiter, das Szenario aber weiter beobachtend.
    „ Ihr kommt in mein Lokal... geht euren Geschäften in meinem Bezirk nach... beleidigt mich und grabscht dann auch noch meine Angestellte an...“. „Dia es ist ok, es ist nichts paa-„, das Mädel errötete vor Scham.

    Das lachen des Mannes hörte nicht auf, er sah lüstern auf beide Frauen. „Willst’e nen flotten Dreier schieben oder was, wenn nicht verschwinde und lass mich in Ruhe mit meinen Freunden einen entspannten Abend genießen“.
    Diamond atmete tief aus. Trotz dessen, dass ihr Körper nach Ruhe schrie, spannte sie ihre Muskulatur an, die Hand zur Faust geballt, krachte mit brachialer Gewalt in das Gesicht des Dealers.

    Durch die Wucht des Schlages kippte der Mann nach hinten um schrie wie am Spieß. „Du Schlampe hast mir die Nase gebrochen“, die Handlanger blickten nun auf und waren nun nicht mehr entspannt. Langsam schritt die junge Frau auf den Mann zu, Blut tropfte auf den Boden. Diamond zog ihre Dessert Eagel und legte den Lauf an seine Stirn.

    Ihre kalten Augen strahlten eine Form des Wahnsinns aus die dem Dealer ein Schaudern entweichen ließ. Der Mann wurde kreidebleich. „Du verrichtest deine Geschäfte nicht in meiner Bar, nicht an Schulen oder bei Kindern, du drückst 50 Prozent an die golden Dears ab, und ich werde dich nicht sofort auf der Stelle kalt machen“.

    Ihre Stimme bebte. „Schau dich um.. niemanden würde es interessieren, wenn ich dir eine Kugel verpasse, niemand würde auch nur etwas wagen zu sagen“. Einer der Kleiderschränke stand nun neben Diamond und tippte ihr auf die Schulter. „Boss“, ein leises Seufzen entwich ihren Lippen.

    Ohne großartig nachzudenken, packte sie den Mann am Kragen und warf diesen hochkannt aus dem Lokal. Die Türsteher kümmerten sich um den Rest. Die Gäste aßen in der Zwischenzeit weiter, es herrschte wieder eine ausgelassene Stimmung.

    Das junge Mädel reichte Diamond ein Tuch damit sie sich ihre blutende Hand abwischen konnte. „Du kannst dir frei nehmen, wenn du möchtest“, ein Kopfschütteln war die Antwort. Es folgte ein weiterer Kuss auf ihre Wange ehe diese zu Ketel an die Bar ging. „Hallo schöner Mann machst du mir einen Vodka on the Rocks?“, „die Chefin ist durstig“.

    Diamond blickte auf die übrigen Gäste. „Die ersten Drinks gehen aufs Haus“, kurz darauf brach euphorische Stimmung auf.
    Als wäre nichts gewesen, setzte sich Diamond wieder an den Tresen und beobachtete das Treiben. Ihre Handlanger machten es den Gästen gleich und bestellten kräftig.

    Diamonds Augen blieben nun bei Ketel haften. „Ich hoffe diese kleines Missverständnis hat dich nicht zu sehr abgeschreckt und du bleibst uns erhalten“. „Die Mädchen scheinen sich bei dir wohl zu fühlen“, das junge Mädel stellte in des den zweiten Drink bei Diamond ab und warf Ketel ein Lächeln zu ehe sie wieder bei den feiernden Gästen verschwand. Während der ganzen Aktion war ihr das Auftauchen von zwei bekannten Gesichtern am Eingang natürlich nicht entgangen. Die beiden Männer saßen am Tresen und wirkten recht erstaunt. Diamond grüßte die beiden kurz mit einem Lächeln ehe sie sich wieder dem Barmann widmete.
    Geändert von Constantine (13.10.2021 um 10:39 Uhr)

  13. #193
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    Gerade als Ketel zu einer Erwiederung ansetzen wollte, legten sich von hinten zwei Hände auf seine Schultern. Der Kopf eines der Mädel tauchte neben seinen auf.
    "Mach dir darum mal keinen Kopf Chefin, die Sache mit dir, ist noch das harmloseste was wir hier schon erlebt haben...nicht wahr?"
    Bei der Frage drehte sie den Kopf leicht und schaute zu Ketel, welcher kurz und leicht mit geschlossenen Augen lachte.
    "Das stimmt...es gibt kaum etwas das diese Bar nicht gesehen hat..."
    "Und ob er uns erhalten bleibt, muss keiner fragen, wann immer wir mal Hilfe brauchten, so wie jetzt hinterm Tresen, ist er da. Und ja, wir wissen das wir ihm vertrauen können..."
    Nach diese Worten drückte sie Ketel noch kurz mit einem Lächeln und ging zu den beiden Männern die neu am Tresen waren um deren Bestellung aufzunehmen. Sie schien die beiden zu kennen, was Ketel etwas überraschte, da auch er sie kannte. Doch er lies es unkomentiert und blickte wieder zur jungen Frau vor ihm.
    Er nahm sich ein nasses Glass und begann es abzutrocknen, ehe er zu einer Frage ansetzte.
    "Ihr seht etwas..."mitgenommen" aus, hatte ihr in letzter Zeit viel zu tun?"

  14. #194
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    Diamond beließ es bei der Diskussion und sah dem Mädchen noch aus dem Augenwinkel bei der Arbeit zu ehe sie einen kurzen Schluck aus dem neuen Glas nahm.

    Die Kühlung war perfekt. Ihre Augen beobachteten Ketel bei jeden seiner Bewegungen. Auf seine Frage hin, hob sich eine Augenbraue nach oben. Doch es wäre jetzt unhöflich oder gar respektlos seine Frage unbeantwortet zu lassen.

    „Nur der übliche Wahnsinn in den Slums“. „Diese Bar bekommt einen sagen wir es mal neuen touch“. „Die Mädchen wissen schon bescheid“. „Es wird in Zukunft etwas stilvoller zugehen“. Diamond setzte das gekühlte Glas an ihre Schläfe an. Diese kleine Aktion war kräfte zehrender, als geplant.
    Eines der weiteren Mädchen gesellte sich plötzlich zu Diamond und Ketel an den Tresen, legte ihre schlanken Arme um den Hals der Mafiosi um ihr dann einen Kuss auf die Wange zu drücken.

    Kurz darauf wurden weitere Bestellungen ausgetragen. Diamond ließ das ganze Prozedere über sich ergehen. „Ich muss ja richtig beschissen aussehen, wenn man so um mein Wohlbefinden besorgt ist...“.

    Sie streckte ihre Arme. Ein knacken in den Sehnen war hörbar. „Für die Zukunft junger Barmann, ihr braucht euch nicht genötigt fühlen mit mir eine belanglose Diskussion anzufangen, ich bin kein Kunde“.

    „Was ich von euch allerdings möchte, sind Informationen“. „Ihr merkt euch gewisse Individuen aus höheren Kreisen die hier absteigen werden, ich brauche Augen und Ohren überall“. „Natürlich ist der Job nicht umsonst“.

    „Eine Sache noch...“, „ich bin auf der Suche nach einem Waffenmeister... der hier in den Slums leben soll“. „Ich hätte da einen lukrativen Auftrag, ihr seid ja ständig hinter dem Tresen.. hört dies und das“. „Ist euch eine solche Person bekannt?“.

    Während des ganzen Gespräches hafteten ihre Augen an denen des Barmanns. Dieser hatte keine Scheu gezeigt, ein Umstand den die Mafiosi sichtlich positiv stimmte.
    Geändert von Constantine (13.10.2021 um 10:39 Uhr)

  15. #195
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    Langsam und gründlich trocknete er das Glas ab und entfernte etwaige Flecken. Ketel antwortete nicht sofort auf die Worte und Fragen der Frau vor ihm. Es schien glatt so als müsse er kurz überlegen. In Wahrheit aber musste er ein Grinsen, ja fast ein Lachen verbergen, angesichts der Unwissenheit seines Gegenübers.
    Doch dann wurde er auch innerlich wieder ruhig und antworte
    "Nun gute Frau, belanglose Unterhaltungen, oder wie ihr unser Gespräch nennt, sind oft der Schlüssel dazu, um heraus zu finden, wer einem gegenüber sitzt." Ketel zuckte mit den Achseln. "Aber wie ihr wünscht..." als wüsste er nicht eh schon wer sie war.
    "Jedoch möchte ich euch noch wenigstens auf eure Frage antworten. Ja ich kenne Waffenmeister...oder Waffentechniker. Es gibt einige von Ihnen, die meisten findet man auf dem größeren Markt im hiesigen Teil der Slums. Wenn ihr euch da umschaut findet ihr sicher denjenigen welcher euch helfen kann. Was die Sache mit den Informationen angeht...da muss ich euch enttäuschen. Wie ich bereits sagte, ich helfe den Damen hier nur aus, ich bin kein Barkeeper der das immer macht. Ich bin mir aber sicher das ein oder andere der Mädchen hier, übernimmt den Job sicher gern."
    Das Glas wurde nun abgestellt und ein neues, nasses zur Hand genommen. Beim abtrocknen, lies Ketel seinen Blick durch den Raum wandern.
    "Ich hoffe doch das Ihr nicht vor habt, diese Bar...nun wie sagt man...einen höheren, gehobenen Standart zu verpassen. Denn dann würden unweigerlich die jetzigen Gäste aus bleiben. Gerade weil diese Bar so normal ist, kommen hier viele einfache Leute her. Wenn nun alles edler und teurer würde, wären sie vielleicht abgeschreckt...vielleicht aber auch nicht. An sich könnte es mir egal sein, aber ich mag die Bar so wie sie ist. Außerdem habt ihr doch schon mitbekommen, das sie auch die "kleinen Fische" anlockt. Eure Männer bräuchten so ja nur einbisschen zuhören, warten und könnte die Typen dann selber beseitigen. Ohne das ihr Chef selber aktiv werden muss. Lediglich die Tische und Stühle...die müsste man wirklich mal gegen härtere austauschen."

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