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  1. #91
    Siedler Avatar von Survivor
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    Bei den zuletzt gesprochenen Worten, kniff Ketel sich mit Daumen und Zeigefinger, erst in den Nasenrücken und schloss die Augen. Er atmete einmal tief durch, ehe er zu einer Erwiderung ansetzte. Er wandte sich in Richtung der jungen Frau.
    „Da sie scheinbar nicht gewillt oder in der Lage sind, eine vernünftige Konversation zu führen, lassen sie mich, ganz unumwunden, eines klar stellen. Ihr Anblick und Aussehen gute Frau, wirken auf mich so reizend, als säße man in einem absolut schalldichten, schwarzen Raum. Gar nicht.“
    Der Waffenmeister schaute kurz zu den Monitoren hinauf um zusehen wie es um das Rennen stand.
    Dann blickte er wieder zurück.
    „Das selbe, gilt für die Körper und das Aussehen, der meisten anderen Personen hier auf diesem Platz. Ich bin gewiss nicht hier um mir die hier anwesenden Menschen anzuschauen, sondern bin lediglich wegen eines Treffens, welches bereits passiert ist, hier. Nun wollte ich mir diese Verschwendung von Ressourcen etwas genauer anschauen und mich dann wieder zurück ziehen.
    Für den Fall, dass diese meine Wort, für sie nun nicht verständlich waren, kann ich mich auch anders ausdrücken.“
    Im nächsten Augenblick merkte man an Ketels Tonfall und Art, was er von der jungen Frau neben sich hielt.
    „Eure Scheiß Kinderkörper interessieren mich soviel, wie der nasse Dreck auf dem wir gerade stehen. Die meisten von euch, dich eingeschlossen, besitzen nicht mal im Ansatz genug Kurven, damit ich auch nur den Ansatz von Interessen entwickeln könnte. Wenn du also nicht dein dreckige Fresse halten kannst oder willst, kann ich gerne dafür sorgen dass sie dir gestopft wird.“
    Kurz schwieg Ketel nach diesen Wort und holte noch einmal tief und ruhig Luft.
    „Ich hoffe nun inständig, das diese unsere Konversation, wenn dann einen anderen Weg einschlägt oder aber und dies würde mich freuen, vielleicht beendet ist.“
    Nach diesen Worten richtete er seinen Blick erneut zu den Monitoren.

  2. #92
    Händler Avatar von Rosered_Strauss
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    Viktor war von der gesamten Situation überfordert. Nun, wenn man es ernst nahm war 'überfordert' nicht das richtige Wort. Alles an der Situation war ihm unbekannt - doch er ertrug das Chaos, in das er jetzt hinein gestolpert war, mit Fassung. Denn das Einzige, was ihn gerade wirklich interessierte, war der simple Umstand dass es still war. Zumindest für ihn - der Lärm der Menge, des Rennens und aller Umstände waren unvermindert, doch er konnte sich dazu entschließen wegzuhören! Der Lärm, der ihn sonst in die Knie gezwungen hätte, blieb aus. Und auch wenn er keinen Beweis dafür hatte schien eine der hier Anwesenden dafür verantwortlich zu sein. Oder gar mehrere - das konnte er schlicht nicht feststellen. Sein Fluch war jedoch nicht gänzlich fort, das spürte er - wie ein Flüstern, dass knapp ausser seiner Hörreichweite an sein Ohr drang; eine bloße Ahnung dass da etwas war.

    Die aktuelle Konversation - oder besser gesagt das drohende Streitgespräch - schlich sich in den Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit. "Verzeihung, wenn ich mich hier einschalte..." begann er, "... aber ich habe mich noch gar nicht richtig bei Ihnen bedankt." Diese Worte richtete er an die junge Frau, die sich gerade einen verbalen Schlagabtausch mit einem anderen Anwesenden lieferte. "Das ist doch Ihnen zu verdanken, oder? Die Stille." Unweigerlich wanderte seine Hand zu seinem Schädel, der wegen des heutigen Tages brummte. Auch wenn er gerade nicht von den Gedanken und Emotionen aller Personen im Umkreis geplagt wurde so war er doch heute erst aus seiner Wohnung - aus seinem Leben - geworfen worden, die ruppige Behandlung dieser jungen Schläger hatte unterdess ihr übriges dazu beigetragen. Aber all das war unweigerlich. Sein Blick offenbarte eine verzehrende Sehnsucht, als er Yuma anstarrte als könnte ein Wort von ihr ihn aus der Hölle erlösen, die ihn tagtäglich malträtierte. "Bitte, ich flehe Sie an - können Sie mir sagen, wie Sie das gemacht haben? Diese Stille? Ich... ich hatte schon beinahe die Hoffnung aufgegeben, dass ich jemals wieder nur meine eigenen Gedanken hören kann..."

  3. #93
    Bürger Avatar von Auren
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    So etwas sagte er zu ihr? Ein Kind soll sie ein? Dazu noch andere Beleidigungen? Dies ging schon zu weit am liebsten würde Yuma diesen Mann mit einem Stahlträger erschlagen, aber sie musste sich zurückhalten.
    "Na warte." Flüsterte sie zu sich und eigentlich sollte genau dieser Mann nun im Dreck liegen, aber da mischte sich Viktor ein.
    Etwas, was Yuma zwar nicht gebrauchen konnte, aber irgendwie begrüßte sie den Themenwechsel und hörte ihn sogar zu.
    "Dies ist sehr schwer zu erklären. Es gibt mehrere Möglichkeiten und ich kenne leider nur eine. Eine die nichts mit Menschlichkeit zu tun hat. Du würdest daran zerbrechen."
    Yuma überlegte kurz und setzte fort.
    "Ich kann dir helfen. Momentan scheinst du nur Gedanken zu empfangen. Dies scheint bei ihnen im Unterbewusstsein zu passieren, weshalb sie es nicht aktiv kontrollieren können. Dies kann bei jeden Telepathen vorkommen. Ich werde ihnen etwas zeigen."
    Sie ging zu Viktor rüber. Ketel interessierte sie nicht mehr. Sofern er ruhig bleibt.
    Yuma legte ihre Hand auf die Stirn von Viktor.
    Dann ging es eigentlich ganz schnell. Sie tauchte in seinen Kopf ein. Konnte alles sehen. Vergangenheit und die Gegenwart.
    Sie suchte die Ursache für sein Problem, fand aber nichts in der Richtung.
    "Hm, es könnte funktionieren, wenn ich es dir direkt zeige, aber die Bilder, die Gefühle, die aufkommen werden waren echt. Breche also nicht zusammen."
    Das Gesprochene erklang nur ins einen Kopf. Es war nur für ihn bestimmt.
    Yuma begann kurz ihre Gedanken, ihre Erinnerungen zu sortieren. Immerhin wollte sie ihm nur das wesentliche zeigen. Dann ging es auch schon los.
    Ihm wurde erst nur ein kleiner Ausschnitt aus ihrem Leben gezeigt.
    Damals war Yuma gerade einmal fünf Jahre und musste die ganze Theorie begreifen und schon damals griffen die Ärzte und Forscher hart durch. Prügelstrafen waren da gar nichts.
    Sobald Viktor das theoretische begriffen hatte, würde Yuma langsam weiter machen. Ihm den nächsten Schritt zeigen. Sofern er nicht wegen den Bildern, Yuma´s Vergangenheit nicht zusammenbricht.

  4. #94
    Tourist Avatar von Gosti
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    Juri verdiente es wirklich nicht so eine Freundin zu haben, aber Yumikos Worte brachten zumindest ihre Zuversichtlichkeit wieder zurück. "Danke, aber, es ging mir nicht darum dass du mir ein Klotz am Bein sein würdest, sondern eher umgekehrt. Auch wenn ich es nicht gesagt habe ist mir doch aufgefallen wie unzufrieden du bist, nach einer Aufgabe, einem Ziel suchst, und... auch wenn ich nicht weiß wie will ich dich einfach unterstützen." erklärte sie und hiel sie fest an sich so dass die beiden Mädchen den nervösen Puls der jeweilig anderen in ihrer Brust spüren konnten... Aber da diese Hemmung nun überwunden war konnte Juri nun endlich auch die Frage stellen wo sie sich die letzten Stunden im Kreis gedreht hatte wie sie es sagen sollte, nur dieses Mal ohne groß darüber nachzudenken. Gemeinsam zum heutigen Rennen zu gehen, nicht unter die Leute, sondern das ganze vom Dach aus, wo man erstens einen guten Überblick hatte, von allem weit weg war, und die Dächer so oder so etwas waren wo sich beide ja immer recht wohl fühlten. Juri wollte einfach etwas Zeit mit Yumiko verbringen, und ihr halt auch Zeigen wie sehr dieser Sport die Leute zusammen bringen konnte, auch wenn nicht immer alles Sicher und Zivilisiert ablief. Es war aber auf jeden Fall besser als was früher so immer los war.

    Stunden später fanden sie sich dann dort auch wieder, Yumiko schick in einem Kleid, und Juri... naja, eigentlich wie fast immer, nur dass ihre Haare mal richtig durchgekämmt und zusammen gebunden waren, und ein bisschen Makeup. Nichts auffälliges, jedoch mehr als normal, und deffinitiv weniger als wenn sie sonst unter der Menge war. Sie war ja als Juri hier, nicht als das schrille Boxen-Girl das alle unauffällig ausnahm. Außerdem würde sie niemand hier so erkennen, selbst wenn man sie auf den Übertragungen sehen sollte, bis auf ein paar wenige mit denen sie ja selbst zusammen arbeitete, so musste sie sich auch keine Sorgen wegen der Drohnen machen.

    Von dem Dach aus hatten die Beiden einen recht guten Ausblick auf alles, und sie waren genau genommen nicht die einzigen die von hier oben alles beobachteten, aber dieses Dach hatten sie für sich. All der Trubel unten war immer recht witzig mitanzusehen, und oberflächlich versuchte Juri zu erklären um was es ging, wer der Favorit war, und sonstiges ohne wirklich ins Detail zu gehen. Gerade genug dass Yumiko besser verstehen würde was sich genau abspielte ohne sie mit unnötigen Details zu langweilen. Sie wusste ja wie sie eigentlich dazu stand, und wenn man so beim Start die Unfälle aus der Distanz sah war es sogar leichter zu verstehen als wenn man unten von all dem Trubel, Jubel und Schreien mitgerissen war. Aus dieser Entfernung war das einfach ein anderes Bild, auch weil man nicht alles von hier oben mitbekam, wie etwa die Außeinandersetzung die sich da unten gerade anbahnte. Aber Juri war auch noch wegen etwas anderem etwas unruhig, wesshalb ihr Blick auch immer wieder zu der Kaserne viel. Ihr gefiel es einfach nicht dass sie heute hier das Rennen abhielten, so als wollten sie gerade zu einen Konflikt provozieren, ein Grund wieso sie sich heute ja komplett aus allem raus hielt und die Zeit nutzte mit ihrer Freundin sich zu binden.
    "Ach ja. Fast hätte ich es vergessen. Du weißt ja dass ich nie wirklich Handies oder anderes Zeugs mit mir rum trage das man nutzen könnte um mich zu tracken oder zu überwachen, aber ich wollte auch dass du mich erreichen kannst, oder mich findest wenn du etwas brauchst. Aus diesem Grund habe ich mir so einen alten Pager zugelegt, ein etwas modifiziertes Ding. Damit kannst du mir Nachrichten schicken, und es hat auch ein GPS um mich zu orten. Niemand kennt die Nummer, das ist nur für dich, damit ich für dich immer erreichbar bin, und du sehen kannst was ich tue." Ein ziemlicher Vertrauensbeweis. "Die Nummer habe ich vorhin übrigens auch heimlich in dein Handy gespeichert..."

  5. #95
    Bürger Avatar von Auren
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    Der Welpenfriedhof...

    Das Rennen ging ungestört weiter. Die Zuschauer verfolgten gespannt das Geschehen.
    Es lief im Prinzip alles sehr friedlich ab. Auch wenn einige Wetten bereits in den Sand gesetzt waren. Nur durch einige ausgeschiedene Fahrer. Genauso sollte ein Rennen ablaufen, keine Gewalt, Drogen oder Tode.
    Wäre es doch immer so.

    Die Schatten waren noch da, warteten auf den richtigen Augenblick.
    "Ich übernehme das."
    "Lass aber 729 am Leben. Selbst wenn sie dagegen ist."
    "Dieses Miststück? Du hast sie doch früher sehr gern gehabt. Wenn ich mich richtig zurück erinnere, sogar so sehr, dass du ihr, einmal fast den Schädel gebrochen hast."
    "Klappe 189. Halte dich an meine Anweisungen.
    "Ja ja. Den Waffennarren soll ich auch kein Haar krümmen?"
    Darauf antwortete eine Frau.
    "Er gehört mir. Ein Tritt in die Eier überlebt er schon. Er hat seine Aufgabe noch nicht erledigt."
    Sie und eine weitere Person zogen sich zurück. Während die letzte sich langsam bereit machte.

    "Na, meine Liebe, bald bin ich bei dir. Doch zuvor werde ich diese Bastarde direkt in die Hölle schicken."
    Diese Person öffnete eine schwere Kiste. Holte seine Waffe und anderen Kram heraus.
    "Ich bin Gott. Ihr seid Vieh. Das Vieh, welches auf meinen Boden herum trampelt. Ihr verdient es nicht einmal zu leben."
    Noch einmal richtete die Person, die Kleidung.
    "Es wird nun Zeit. Zeit, dass ihr an uns erinnert. Ihr nutzloses Vieh."

    Vorbereitet, sprang er aus einem Fenster. Im Erdgeschoss.
    "Möge die Hölle, genau hier rein brechen. An dem Ort, wo ihr sie mir genommen habt. Endlich bekomm ich meine Rache."

    Das Kasernentor setzte sich in Bewegung und nicht nur das eine. Nein alle vier waren in Bewegung und versperrten die Ausgänge. Damit waren alle gefangen ohne es zu bemerken. Niemand wäre in der Lage, die schweren Stahltore, auch nur einen Millimeter zu bewegen.

    Aus den Lautsprechern war plötzlich ein lautes und unangenehmes Pfeifen zu hören. Die Bildschirme wurden kurz schwarz. Dann sah man anstatt des Rennens, einen Mann. Er trug einen Anzug. Ketel erkannte das Gewehr, welches der Fremde um die Schulter geschnallt hatte. Er hatte es ja wieder in Schuss gebracht.
    "Meine lieben Slumbewohner. Mein Vieh."
    Begann diese Person zu sprechen.
    "Vor drei Jahren, habt ihr mir etwas genommen. Eine Person, um genau zu sein. Sie bedeutete mir alles." Aus einer Innentasche holte er ein Foto heraus und zeigte es schön in die Kamera.
    "Sie starb durch eure dreckigen Hände. Genau an diesem Ort."
    Er steckte das Foto wieder weg.
    "Nun werde ich über euch richten. Jeden der Anwesenden abschlachten. Egal ob Kind, Frau, Mann, Bulle und andere Arbitratoren. Ihr habt nur eine Möglichkeit zu überleben. Indem ihr mich jetzt tötet. Übrigens mein Name lautet 189. Elitearbitrator von Psycorp. Entkommen könnt ihr nicht!"

    Aus einer anderen Tasche holte er einen Fernzünder raus und betätigte ihn. Explosionen folgten und legten damit die schweren Stahltore lahm. Der Zünder wurde weggeworfen. Das Gewehr lud er einmal durch. Zielte auf einen Fahrzeug, drückte ab, traf und das Sprenggeschoss zerstörte das Fahrzeug mit einem lauten knall.
    Jetzt wurde wirklich allen klar. Das dies kein Irrer war. Panik brach sofort aus. Das Rennen, war nun vorbei.
    Die Jugendlichen rannten zu den Toren, aber sie waren verschlossen. Wer dabei zu Boden ging, wurde unweigerlich zu Tode getrampelt. Es gab kein Entkommen. Ein weiter Schuss folgte. Diesmal in die Menge.
    Wodurch ein einziges Sprenggeschoss mehrere Menschen regelrecht zerfetzte. Die panischen Schreie wurden lauter.
    Einige wollten sich ihm entgegen stellen. Jedoch ohne Erfolg. Sie gingen zu Boden, waren sofort Tod ohne dass sie auch nur eine Kugel abfeuern konnten.

    Einige versuchten verzweifelt einige Nachrichten abzusetzen, aber alle Verbindungen waren Gestört. Weder Smartphone noch Funkgeräte konnten niemanden außerhalb der Kaserne erreichen.
    Damit würde keiner zur Rettung kommen und das Gelände wurde nun zur Schlachtbank.
    Der Mann hatte es relativ einfach.
    Er sah schon lange voraus, wann ihn jemand angreifen wollte und so konnte er die Personen einfach erschießen.
    Selbst in den Momenten wo er das Magazin wechselte, bediente er sich einer Glock.
    Er schien unverwundbar zu sein. Selbst verstecken oder wegrennen waren keine Lösung. Er bekam sie alle und mit dem Kaliber blieb von der getroffenen Person nicht mehr allzu viel übrig.

  6. #96
    Händler Avatar von Constantine
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    Jack lieferte sich mit dem Mustang jede weitere Runde einen spannenden Schlagabtausch. Diamond war regelrecht euphorisch von der ganzen Atmosphäre gefangen, bemerkte sie erst ziemlich spät, dass die umherstehenden Jugendlichen in einer Massenpanik ausbrachen. Plötzlich folgten Explosionsgeräusche. Irgendwo in der Nähe gab es eine Erschütterung gefolgt von einer kleinen Druckwelle.

    „Scheisse, was?,“, fluchte Jack und hatte große Mühe das Fahrzeug wieder unter Kontrolle zu bekommen. „Sorry Kleine!“, schrie dieser nur noch. Diamond konnte gar nicht so schnell reagieren da hatte der junge Mann bereits seinen Fahrergurt gelöst, die Tür aufgerissen und sprang unsanft auf den Boden landend aus dem Mercedes.

    Das Fahrzeug schwenkte gefährlich aus. Mit leicht geschocktem aber nicht überraschenden Ausdruck in den Augen griffen ihre Hände in das Lenkrad doch das Auto unterlag den Kräften der Physik und überschlug sich bis es dann irgendwann zum Stillstand kam.

    Stille. Nichts als Stille herrschte in ihrem Kopf. Ihr Mund war vollkommen trocken und ein erdrückendes Gefühl in ihrem linken Arm ließ das Atmen erschweren. Ein Husten war vernehmbar. Diamond öffnete langsam ihre in Blut getränkten Augen. Die panischen Schreie der Jugendlichen waren nur dumpf wahrnehmbar.

    Langsam wurde ihre Sicht klarer. Auch ihre Ohren wieder besser. Der Geruch von Benzin drang in ihre Nasenlöcher. Erneut hustete Diamond aus und unterdrückte den aufkeimenden Schmerz. Hastige Gedanken rasten in ihrem Schädel, Panik wollte sich ausbreiten und jegliche logische Handlung unterbinden.

    Ihre rechte Hand griff sofort nach dem Anschnallgurt. Der Verschluss klemmte. Diamond zog wie verzweifelt immer wieder an dem Leder, schnitt sich sogar mit der Handinnenfläche doch das war gerade vollkommen egal. Sie musste irgendwie aus dem Fahrzeug raus bevor noch der Tank Feuer fing.
    Geändert von Constantine (24.03.2021 um 21:38 Uhr)

  7. #97
    Siedler Avatar von hakuryu
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    Das Rennen verlief recht amüsant wie Shinru fand. Das Yuma einen Mann quasi ampflaumte und als Perversen bezeichnete gefiel ihm hingegen nicht wirklich. Zum intervenieren kam er aber nicht. Das tat der Mann dann schon selbst. Und das auf eine Art und Weise die dem weißgekleideten unter anderen Umständen zum lachen gebracht hätte. Nur Yuma war eine starke Telepathin und könnte so dem Langhaarigen das Hirn rösten. Leicht hob er die Hände und wollte einschreiten als Viktor sich einmischte. Das ersparte ihm eine Diskusion die sich hätte vermeiden lassen können. Ihre Umgangsformen lassen wirklich zu wünschen übring. Ich will gar nicht wissen wie ihre Ausbildung aussah. Das werde ich aber noch überprüfen. Das in den USA auch Niederlassungen waren wußte ich nicht.
    Jetzt musterte er erstmal den Weißhaarigen. Der schien etwas älter als er und Tegan zu sein und machte den Eindruck als wollte er gar nicht hier sein. Sein Stand ließ darauf schließen das er Schmerzen hatte. An einer Stelle wo sich der Arbitrator fragte wie sich der Typ so eine Reaktion verdient hatte. Die verärgerte Reaktion auf Yuma konnt er nachvollziehen, er selbst hätte das auch nicht anders gemacht. Nur wäre seine Wortwahl eine deutlich andere gewesen. Das etwas telepathisches zwischen ihr und Viktor stattfand war für ihn offensichtlich. Ob das dem Langhaarigen auch bewußt war oder auffiel konnte der Blonde nicht sagen. Das Kopfschütteln des Mannes entging ihm aber nicht. Klar hätte er in den Gedanken nachschauen können, nur wollte er den fremden Telepathen nicht auf sich aufmerksam machen. So verfolgte er auf den Bildschirmen weiter das Rennen.
    Sein Partner schaffte es sich in der Spitezngruppe zu behaupten. Sowohl der Porsche als auch der Mercedes waren mit von der Partie. Immer wieder gab es Driftduelle mit dem Mercedes und mal lag der eine, dann der andere vorn. Der Porsche blieb beiden aber dicht auf den Fersen. Dann verreckte das führende Fahrzeug wohl an Benzinmangel. Alle drei Verfolger wichen gekonnt aus, später ankommende hatten leider weniger Glück. So schieden gleich vier Teilnehmer mit einmal aus.

    Dann ein hoher sehr unangenehmer Pfeifton aus den Lautsprechern und eine Bildstörung in sämtlichen Monitoren. Der Fremde im Anzug der jetzt zu den Zuschauern sprach, machte einen grimmig entschlossenen Eindruck. Shinru kannte ihn nicht, aber was der Kerl sagte katapultierte ihn zurück in seine aktive Zeit bei Psycorp. Erinnerungen die er am liebsten verdrängt hätte. Das Bild der Frau welches er aus seinet Innentasche holte, ließ ihn erblassen. Er kannte sie. Hatte gegen sie gekämpft, zusammen mit Tegan, Seyrah, Juri, Yumiko, Shana, Odysseus und Miss Herley. Sie waren Schuld am Tod der Frau. Letztendlich war es eine der Raubkatzen von Tegan gewesen der der Frau den Rest gegeben hatte. Aber damals hieß es sie oder die Elite. Die Frau hatte alles versucht um sie zu töten, bei Shana hatte sie es im nachhinein geschafft. Das war doch gar nicht hier und die Slumbewohner hatte nichts damit zu tun. Sie war im Hauptquartier von Psycorp. Ich bezweifle das sie ne Zwillingsschwester hatte. Nun werde ich über euch richten. Jeden der Anwesenden abschlachten. Egal ob Kind, Frau, Mann, Bulle und andere Arbitratoren. Ihr habt nur eine Möglichkeit zu überleben. Indem ihr mich jetzt tötet. Übrigens mein Name lautet 189. Elitearbitrator von Psycorp. Entkommen könnt ihr nicht! Was zum... Psycorp existiert doch gar nicht mehr? Shinru war verwirrt. Die Firma wurde nach dem Odysseusfall aufgelöst und die meisten Arbitratoren wurden inhaftiert. Auf die Eliten wurde Jagd gemacht und zumeist wurden diese regelrecht vernichtet. Daran hatten weder er noch Tegan sich beteiligt. Mord gehörte nicht zu ihren Aufgaben. Sie wollte immer nur beschützen und helfen wo Hilfe benötig wurde. Das hatte sie bis heute auch so gehalten und danach gelebt.

    Dumpfe Explosionen rissen Shinru aus seinen Gedanken. Als dann auch noch eines der Rennautos aus dem Haupfeld in die Luft flog brach endgültig Panik aus. Dann weitere Schüsse die mehrere Menschen regelrecht in Stücke riß. TEGAN ABBRUCH. HINTERHALT! Wie hatte alles nur so aus dem Ruder laufen können? Immer wieder übertönten Schüsse die Schreie der panischen Menge. Die strebte den Ausgängen zu die offensichtlich blockiert waren und viele fanden unter den Füßen der schieren Masse an Menschen den Tod. Das Gelände war von einer Betonmauer umgeben. Ein einfaches Entkommen würde es nicht geben. Nicht bei so einer Panik. Eine Explosion ganz in seiner Nähe verschärfte auch hier die Panik und er wurde einfach mitgerissen. Verbissen kämpfte er dagegen an und kassierte viele blaue Flecke. Dann wieder eine Explosion und ihn traf eins der Schrapnelle in die Seite. SCHEIßE! Jetzte hatte er allerdings Platz und schaffte es sich hinter einer Gebäudemauer in relativer Sicherheit zu bringen. Die Schmerzen in seiner linken Seite waren mörderisch, würde ihn aber nicht so schnell umbringen. Zumindest hoffte er das. Das keine Hilfe kommen würde war ihm sehr schnell klar geworden. Viele hatten das Rennen live ins Netz übertragen und sich dann beschwert das die Verbindung abgerissen war. Es gab nur eine Möglichkeit doch noch welche anzufordern. Shinru hoffte das seine Kräfte dafür ausreichten und der fremde Telepath nicht auch diesen Weg blockiert hatte. ERBITTEN SOFORTIGE HILFE! ATTENTATE VON ELITEN IM ALTEN KASERNENGLÄNDE. VIELE TOTE UND VERLETZTE! Seine Hand auf die blutende Wunde gepreßt ließ er sich an der Mauer runter rutschen. Jetzt konnte er seinen Freund noch besser verstehen und warum dieser Schußwaffen gern aus dem Weg ging und selbst seine eigene Baretta nur sehr ungern gegen Andere einsetzte. Was aus Yuma, Viktor und dem Weißhaarigen geworden war wußte er nicht. Bei Beginn der Panik hatte er sie aus den Augen verloren.




    Es machte wirklich verdammt spaß. Als sich der Mercedes zurückfallen ließ machte sich ein wenig Entäuschung in ihm breit. Diese hielt aber nicht lang als das andere Fahrzeug regelrecht an ihm vorbei schoß. Na das nenn ich doch mal ne Überraschung. Sowas brauch ich nicht. Ein Grinsen trat in sein Gesicht und er drückte noch ein wenig mehr aufs Gaspedal. Immer wieder gab es mit dem Mercedes Kopf an Kopfrennen und er genoß es. Interessanterweise blieb ihnen auch der Porsche immer dicht auf den Fersen in dem Seyrah saß. Einige Fahrer waren mitlerweile aus den verschiedensten Gründen ausgeschieden. Und dann erwischte es das führende Fahrzeug. Mit Geschick konnte er dem ausweichen wie die andern beiden auch. Ayano war mitlerweile weiß im Gesicht, ihre Fingerknöchel sahen da auch nicht viel besser aus. Durch Ryu wußte Tegan das er bei der nächsten Runde vorsichtiger sein mußte. Der war doch schon von weitem zu sehen. Selbst schuld wenn die nicht ausweichen.

    Als es in die nächste Runde ging wurden die Ersten überrundet nur zum freuen blieb da keine Zeit. Erst bekam er über Ryu einen schmerzhaft hohen Pfeifton, dann explodierte irgendetwas. Die folgende Druckwelle ließ Ayano aufschreien und Tegan hatte mühe den Mustang nicht ausbrechen zu lassen. Bei einer Geschwindigkeit von knapp 200 nicht gerade einfach. TEGAN ABBRUCH.HINTERHALT! Was zum... Instinktiv trat der Arbitrator auf die Bremse. Der Mercedes schoß noch an ihm vorbei und kurz danach sprang der Fahrer aus dem Fahrzeug. Knapp verfehlt ihn der Mustang und auch der Porsche konnte ausweichen. Seltsamerweise einen Tick eher als der Lilahaarige. Das nun führerlose Auto schwankte gefährlich, stabilisierte sich kurz und folgte dann doch den physikalischen Gesetzen und wurde aus der Kurve getragen nur um sich dann mehrfach zu überschlagen. Oh mein Gott. Die Frau sitzt noch drin. Ich weiß. Mittlerweile waren der Mustang und der Porsche zum Stillstand gekommen. Seine Freundin hatte sich schneller abgeschnallt und war aus dem Auto als Tegan gucken konnte. Ihr schien es wirklich Angst gemacht zu haben bei solchen Geschwindigkeiten zur Tatenlosigkeit verdammt zu sein. Der Taschendrache, fast komplett unsichtbar, war schon am Mercedes und bearbeitete mit seinen Krallen die Beifahrertür. Völlig verzogen würde er die nicht aufbekommen.
    Mit Blut überströmten Gesicht mühte sich die Mafiabraut den Gurt zu lösen. Ihre Bewegungen ware fahrig und ungelenk. Sie hatte offensichtlich mehr einstecken müssen als auf dem ersten Blick zu sehen war. Da die Fenster zersplittert waren konnte er besser zugreifen und versuchte mit Gewalt die Tür zu öffnen. Leider gelang ihm das nicht. Nicht mal mit Hilfe von Antonio der zu ihm getreten war. Mitlerweile war Not am Mann, die aufsteigenden Benzindämpfe zeigten das der Tank etwas abbekommen hatte und irgendetwas brannte amMercedes . Auf seine Tarnung pfeifend erschuf der Arbitrator eine Brechstange und versuchte die Tür aufzustemmen. Seyrah, hilf mir mal. Ohne Widerrede trat sie zu ihm und so bekamen sie die Tür endlich auf und konnten sich der Frau auf dem Beifahrersitz widmen. Mit einem erschaffenem Messer durchtrennte der Dunkelhäutige den Gurt und zog dann die Frau aus dem mitlerweile brennenden Auto. Wir müssen hier weg. Das nächste Auto kracht gleich in den Mercedes. Zum wundern blieb Tegan keine Zeit. Mit ein wenig Mühe verfrachteten sie die junge Frau auf die Rückbank vom Mustang. Sie schafften es gerade so den Unfallort zu verlassen als auch genau das passierte was Antonio prophezeit hatte. Scheint Präkognition zu haben. Wie geht es ihr? Ayano hatte sich zur Mafiabraut auf die Rückbank gesellt und tupfte ihr das Blut vom Gesicht. Auf jeden Fall lebt sie. Ein paar Schnittwunden. Mehr kann ich noch nicht sagen. Ich denke das da noch mehr ist. So wie sich das Auto überschlagen hat wäre es ein Wunder wenn da nichts weiter ist.

    Tegan folgte unterdessen dem Prosche. Dessen Fahrer schien zu wissen wohin sie mußten. Die panischen Zuschauer strebten den Ausgängen zu doch etwas stimmte dort ganz und gar nicht. Es hatten sich riesige Menschentrauben gebildet und es schien wenn dann nur sehr langsam voran zu gehen. Immer wieder fielen Schüsse. Der kleine Geisterdrache hatte ausgemacht von wem das kam und auch wie es denen erging die ihn davon abzuhalten versuchten. Warum der Anzugträger das tat was er tat war ihm schleierhaft. Ryu unterließ es sich dem Mann zu nähern und doch schaute der Kerl direkt in seine Richtung. Als sich die Glock auf die Geisterscheinung richtete verpuffte dieser. Daraufhin wurden zwei weitere Besucher erschossen und dann war das Gewehr wieder geladen.
    Der kleine Drache tauchte direkt neben Tegan auf dem Beifahrersitz wieder auf. Erleichtert atmete dieser auf, nur um scharf und schmerzvoll einzuatmen. Ein Kopfschmerz der sich seltsamer Weise in die linke Bauchseite ausweitete störte ihn in seiner Konzentration. So verpaßte er beinahe das Halten des Porsches vor ihm. Nur mit verdammt viel Glück verhinderte er den Zusammenstoß mit selbigen. Er versuchte Shinru auf geistiger Ebene zu erreichen. Auch wenn er kein Telepath war, hielt sein Freund die Verbindung in der Regel offen. Seine Warnung hatte er nicht ohne Grund gemacht und sollte zu erreichen sein. Lediglich ein schmerzhafter Nachhall kam bei ihm an. Mit Shinru stimmt was nicht. Können wir ihn denn in dem Gewimmel finden? Beide sahen sich um. Seyrah und Antonio traten zu ihnen. Wir müssen weg. Ja ich weiß ich wiederhole mich. Ich kenne die Ausgänge. Die Geschlechtslose drehte sich zu ihrem Fahrer um und fauchte ihn regelrecht an. Fals es ihm nicht entgangen sein sollte, waren die Ausgänge alle versperrt und sie seien von Betonmauern umgeben. Beschwichtigend hob Antonio die Hände und meinte das es auch andere Wege hier raus gäbe. Laßt es uns versuchen. Ayano, du gehst mit ihm und nimm sie hier mit.Damit zeigte er auf die Mafiabraut. Ich muß Shin finden. Sie wollte widerspreche doch der Arbitrator schüttelte nur den Kopf. Geh. Zu Antonio gewand versteinerte sein Gesichtsausdruck. Sollte ihr etwas passieren, sorge ich dafür das du nie wieder Freude an irgendetwas hast.
    Ayano wußte wohin sie mußte. Den Treffpunkt hatten sie zur Sicherheit ausgemacht. Wenn sie nach drei Tagen nichts von ihm oder Shinru hörte, war in einem Umschlag eine Nummer hinterlegt bei der sie sich melden sollte. Mit Tränen in den Augen drehte sie sich zu inm um und küßte ihn. Ich liebe dich. Flüserte sie noch in sein Ohr bevor sie ging. Tegan wandte sich in die andere Richtung. Seyrah folgte ihm. Tegan? Bist du das wirklich? Er reagierte nicht auf die Frage. Ryu, such Shin. Und bleib aus dem Schußfeld. Die Entscheidung war ihm nicht leicht gefallen. An liebsten hätte er gerade zwei von den Drachen gehabt. Einen kleinen Käfer hatte er Ayano unbemerkt zugesteckt. Dann explodierte ein weiteres Auto weiter vorn in mitten der Menge.
    Geändert von hakuryu (21.03.2021 um 09:55 Uhr)

  8. #98
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    Hilfe kam. Der Gurt wurde endlich gelöst. Mehrere Personen eilten zu der Unfallstelle. Als Diamond aus dem Wrack gezogen wurde, war ihre erste Reaktion mit zitternden Armen gen Boden zu stemmen und ihren Mageninhalt zu entleeren. Erdrückende Kopfschmerzen machten das Denken nicht gerade einfach.

    Die ganze Szenerie war vollkommen surreal. Sie bekam zwar alles mit konnte aber nur schwerlich reagieren. Sie wurde auf der Rückbank des Mustangs verfrachtet, hustete erneut Speichel aus. Ihre rechte Hand glitt über ihren linken Arm woraufhin ein widerlicher Schmerz bis in jede Faser des Körpers wahrnehmbar war.

    Und dennoch hörte man kein Gejammer aus ihrem Munde. Ihre Augen wanderten durch den Mustang. Sie merkte sich die einzelnen Gesichter und konnte nicht auf die Fragen der jungen Frau reagieren, die sie gerade behandelte.

    „Ausgekugelte Schulter, Schädel-Hirn-Traume“, Diamond tastete weiter ihren Körper ab. Ein erneuter Schmerz ließ sie dieses Mal eine Reaktion zeigen, „wahrscheinlich die ein oder andere Rippe angeknackst“, ein leichtes Stöhnen drang aus ihren Mund. „Doch wenigstens am Leben...“, ihr entging natürlich nicht der besorgt wirkende Ausdruck von Ayano. Das Fahrzeug stoppte.

    Die Gruppe schien sich dann jedoch zu trennen. Erneut musste Diamond husten. Ihre Gedanken überschlugen sich. Es machte jetzt keinen Sinn nach ihren Männern zu suchen. Und die entstandene Massenpanik machte es nicht gerade einfach. Schüsse fielen durch die Menge. Schreie folgen.

    Trotz der Tatsache, dass die Gruppe gerade Zeuge einer öffentlichen Hinrichtung war, blieb Diamond viel zu gelassen. Fast schon kalt. „Erst werden wir alle wie Vieh zusammen geworfen und dann auseinander gerissen“. „Das sind eindeutig Profis“, Diamond musste die Situation verbal analysieren um das ganze Ausmaß zu begreifen. „Alle Ausgänge sind wahrscheinlich blockiert.. zumindest lässt es die Massentrauben deuten“, ein leichtes Lächeln zeichnete sich auf ihren Lippen. Ihre Hand griff sofort nach dem Klapptelefon.

    Keine Verbindung nach außen. Nicht einmal auf den abgesicherten Leitung. „Schöner Mist“. Sie steckte ihr Telefon wider beiseite. Es gab nun folgte Optionen. Entweder alleine durch den Massenansturm schlagen, was unweigerlich zu ihrem tot führt oder sich der trennenden Gruppe anschließen.

    Leute von denen sie bisher weder einen Background hat noch jemals persönlich zu tun. Ein kleineres Übel. Sie entschloss sich daher Ayano und ihrer Begleitung zu folgen. Ein weiteres Fahrzeug explodierte mitten in der Nähe was Diamond erneut ihre Füße vom Boden riss. Zähne knirschend, stemmte sie nach dem die Druckwelle sich gelegt hatte ihre Arme in den verdreckten Boden um hoch zu kommen. Sie mussten aus der Massentraube sowie dem Schussfeld heraus. Um ihre Männer machte sie sich nicht all zu groß Sorgen, da jeder von ihnen top ausgebildet war.
    Geändert von Constantine (21.03.2021 um 04:14 Uhr)

  9. #99
    Bürger Avatar von Auren
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    Ihre Lehrmethode war zwar nicht perfekt, aber es sollte für den Anfang reichen.
    Während sie ihm mehr oder weniger alles zeigte, brach in der realität die Hölle aus.
    Menschen werden erschossen, in Stücke gesprengt oder zu Tode getrampelt.
    Schnell realisierte Yuma was hier los war. Damit Viktor nicht getroffen wird, sprang sie ihn an und drückte mit ihrem Körper zu Boden.
    "Bleib unten. Halte dich an den Kerl. Er mag zwar Hintergedanken haben, aber er weiß was zu tun ist."
    Sie sah Viktor kurz an, drang noch einmal in seinen Kopf ein. Nur um ihre Hanynummer bei ihm zu hinterlassen.
    "Die Stille ist gleich vorbei." Warnte sie ihm noch vor. Danach stand Yuma auf.
    Sie wollte ihren ehemaligen Gefährten stoppen. Auch wenn sie dabei Gewalt anwenden muss.
    Lange musste sie nicht nach ihm suchen.
    Er stand nur wenige hundert Meter entfernt und lud sein Gewehr nach. Neben ihm lagen einige Tote Körper auf den Boden.
    Natürlich entging ihm, Yuma´s Anwesenheit nicht.
    Er schien kurz zu überlegen und dann fiel es dem Mann wohl ein, wer sie war.
    "729, lange nicht gesehen. Mir wurde gesagt, dass ich dich nicht töten darf, falls du auf die dumme Idee kommen solltest mich aufhalten zu wollen. Nur wurde mir aber nicht gesagt, dir ein oder zwei Gliedmaßen heraus zu reißen."

    Er zielte auf Yuma und drückte ab. Das Sprenggeschoß flog auf sie zu und explodierte. Ketel schien sie wohl schon für Tod zu halten, aber als die Wolke langsam dünner wurde, stand sie noch da.
    "Du solltest es eigentlich wissen. Ich halte von deinem Massaker nichts. Auf Kinder zu schießen ist das aller letzte. Auch ich habe meinen Partner verloren und sehne mich nicht nach Rache. Nein du willst nur seine Aufmerksamkeit."
    "Halt deine Fresse du Schlampe. Sonst schlage ich sie dir ein, wie früher." Sein grinsen konnte man dabei nicht übersehen.

    "Liegst du immer noch im Dreck? Steh auf und renn endlich. Dass hier ist kein Ort um zu schlafen." Schrie sie Viktor an.
    "Nimm ihn mit. Ich weiß, dass du dir nichts gleich in die Hose machen wirst."
    Diese Worte waren an Ketel gerichtet.
    Da sie die Beiden schützen wollte, lenkte sie bewusst die Aufmerksamkeit auf sich. Yuma ging auf ihn zu. Sie kannte seine Fähigkeiten und kann nur deswegen etwas Zeit schinden.
    "Hätte ich nur meine Messer dabei." Fluchte sie im Gedanken.



    Das Rennen hatte etwas für sich, aber vielleicht lag es eher an ihre Begleitung? Juri erklärte alle relevanten Dingen und Yumiko hörte zu. Natürlich waren die Beiden sehr aneinander angeschmiegt.
    Für einige vielleicht zu sehr, aber nicht für Yumiko.
    Selbst die Sache mit dem GPS und der Nummer reagierte sie etwas spät darauf.
    "Hä, du hast was?"
    Schnell wurde das Klapphandy hervor geholt. Die Nummern kontrolliert und da war die besagte Nummer von Juri.
    "Wie schaffst du nur ständig solche Dinge ohne meine Kenntnisse zu bewerkstelligen? Ich hab es doch ständig bei mir."
    Juri hatte keine Zeit darauf zu antworten. Sie wurde sanft runter gedrückt. Lag mit dem Rücken auf dem Dach. Yumiko war über ihr. Als würde sie gleich hier und jetzt über ihre Freundin herfallen, aber dem war nicht so. Auch wenn es einige, die es gerade beobachten, nahezu erwarten.
    Daraus wurde aber nichts.
    "Du Schlingel." Yumiko lächelte kurz und ließ sich auf Juri fallen. Es folgte ein sanfte Kuss.
    "Dafür wirst du bestraft meine Liebe." Einer weiterer folgte. Yumiko genoss das Date auf dem Dach.
    Das Rennen an sich rückte immer mehr in den Hintergrund. Sie wollte jetzt nur mit ihrer Freundin etwas kuscheln. Ihre Wärme spüren.

    Doch leider fand die getraute Zweisamkeit ein schlimmes Ende als das erste Fahrzeug explodierte.
    Es lag nicht am Motor. Dies war den Frauen klar. Da hatte jemand nach geholfen. Danach brach die Hölle aus. Einer schoss mit einem Gewehr auf die Jugendlichen. Sie wurden bei einem Treffer regelrecht in Fetzen gesprengt. Etwas was nur auf einem Schlachtfeld zu sehen war und nicht bei einem friedlichen Rennen.
    Er schoss auch ohne zu zögern in die Menge. Sie waren ein leichtes Ziel für ihn.
    Irgendwann stellte sich eine Frau ihm entgegen. Das erste Geschoss schien sie zu verfehlen.
    Yumiko wusste jetzt, ob sie eingreifen sollte oder nicht. Am liebsten hätte sie ihn abgeknallt, aber auf ihren Date wollte sie keine Waffe mitnehmen.

  10. #100
    Tourist Avatar von Gosti
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    Juri genoss auf jeden Fall die Zeit die sie miteinander verbrachten, etwas was sie schon längst mal wieder hatten tun sollen. Und bei ihrer Überaschung dass sie heimlich ihr das Handy geklaut hatte, ihre Nummer eingespeichert und es dann wieder zurückgesteckt hatte, konnte sie nur breit grinsen. Sie hatte einfach sehr geschickte Finger und wusste sie sie sie einsetzen kann.
    Yumikos folgende Reaktion ließ sie einfach auf sich wirken, wehrte sich nicht als sie sie so niederdrückte und unter ihrem Körper fixierte. Yumiko war wirklich die einzige Person auf dieser Welt wo sie so unterwürfig sein konnte, und es offensichtlich auch genoss, die Berührungen, die Küsse, und natürlich bewegte Juri ihre Hände sanft über den Körper ihrer Freundin, zog sie nur noch fester an sich, sogar ohne den Hintergedanken etwas zu stehlen^^ Doch leider würde dies nicht sehr lange andauern.
    Juri selbst hätte kein Problem damit gehabt was hier passierte. Dass sie andere sehen würden, dadurch würde sie sich nicht ihren Spaß nehmen lassen, aber die Exposion die ganz offensichtlich nicht nur von einem Unfall kam warf beide aus ihrer Romantischen Stimmung und was dann geschah ließ wohl beide relativ unsicher was sie tun sollten...

    Leider hatte Juri den selben Gedanken was Waffen bei ihrem Date angeht, denn so wie sich das ganze entwickelt hätte sie nur zu gerne das mit dem Drücken eines Abzuges beendet, immerhin war sie ja schon immer eine gute Schützin gewesen, und im vergleich zu damals vor dem Koma hatte sie ja auch nicht mehr so sehr Hemmungen Schusswaffen zu benutzen, vor allem wenn es um die Sicherheit der Person ging die ihr Wichtig war... Aber ob sie dazu überhaupt in der Lage gewesen wäre? Denn als am Bildschirm das Bild dieser Frau gezeigt wurde wurde Juri wieder schwindelig und übel. Sie hatte keine Ahnung wer das war, und doch hatte sie mal wieder das Gefühl diese Person zu kennen, ähnlich schon wie bei den zwei Typen beim letzten Rennen, nur wesentlich intensiver, so sehr dass ihr schon regelrecht anfing der Kopf zu schmerzen und sie zusammen brach während sie scheinbar einen kleinen Panik-Anfall bekam... "Wir... wir müssen hier weg... sofort!"

  11. #101
    Siedler Avatar von Survivor
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    Nach Ihren Worten ging Ketels Blick erst zu dem Kerl mit dem riesigen Gewehr, dann zu jenem mit den Maler Sachen. Er nahm ihre Aufforderung kommentarlos hin. Wenn sie der Meinung war sie würde gegen ihn etwas ausrichten können, dann bitte, er würde dabei nicht im Weg stehen.
    Mit einem Satz war er bei dem Maler, mit einem weiteren schon aus dem unmittelbaren Kampfbereich heraus. Ketel bewegte sich zunächst auf einige Gebäude zu, von denen er sich erhoffte dass man dort zumindest vor Schüssen oder herum fliegenden Teilen sicher wäre.
    Zu seiner Überraschung war dort schon jemand. Der andere, wachsam dreinblickende, Begleiter jener Frau. Nun zumindest stand er in ihrer Näher als er ihn das letzte Mal sah. Als Ketel zu ihm kam schien er ihn zu erkennen, eben so die Person die Ketel begleitete. Auf den ersten Blick schien er sich auch mehr für Ketels Begleitung zu interessieren als denn um Ketel selbst. Ein Umstand den der Waffenmeister begrüßte, gleich wohl betrachtete er den Fremden und sah dass dieser eine Wunde an seiner Seite hatte. Er riss sich zusammen das konnte man erkennen, doch man musste die Wunde versorgen, sonst würde er später Probleme kriegen.
    Ohne zu fragen, lies er den Maler in der Nähe zu Boden und besah sich Verletzung. Er legte vorsichtig die eine Hand darauf und hielt die zweite davor. Ein kurzer Augenblick der Konzentration, dann zuckte der zweite Zeigefinger und das Schrapnell wurde in die wartende Hand gedrückt. Kurz besah Ketel es sich, doch im nächsten Augenblick warf er es auch schon weg. Er legte erneut seine Hand darauf, dieses Mal schien er sich länger zu konzentrieren, doch als er fertig war passierte nichts.
    „Gut, die Rippe ist nur angebrochen, aber nicht durch. Dein Glück dass das Metall im Knochen hängen blieb...nimm dass und leg dir einen Verband an.“ Ketel gab dem Unbekannten ein kleines „First-Aid“-Kit. Dann schaute er wieder zur unbekannten Frau zurück.
    „Sie ist verrückt, sie legt sich mit jemanden an der über 20mm Explosiv Geschosse verfügt und dass auch noch unbewaffnet. Obendrein ist der Typ nicht allein.“
    „Wie er ist nicht allein?“
    „Jup, hier laufen mindestens noch zwei von denen rum. Ein Typ, relativ ruhig und kontrolliert und eine Frau. Sie hat definitiv ein Ding am Wandern und quatscht so komisch prophetisch. Sie kann Dinge wie Ratten erschaffen....die brennen auch ganz gut, hat sie mir wohl übel genommen.“
    Ketel redete einfach drauf los, ohne sich darum zu scheren was sein gegenüber von ihm dachte. Ihm war auch egal ob er etwas davon wissen sollte oder nicht. Diese Typen waren darin zuweit gegangen dass sie angefangen hatten auf die Normalos zu schießen und sie zu töten. Folglich konnten die sich ihren Auftrag sonst wohin schieben.

    Plötzlich hielt an dem Gebäude ein Fahrzeug. Soll schnell wie es da war, so schnell flog auch Ketels Schrottflinte unter seinem Mantel hervor in seine Hand. Blitzschnell brachte er sie in Anschlag, doch der Typ der gerade mit dem verbinden fertig war hielt ihn zurück. Der Wagen stellte sich als der Mustang heraus, welcher vor dem Rennen noch bei der kleinen Gruppe gestanden hatte und heraus kam ein Mann und eine Frau, offensichtlich Bekannte von ihm.
    „Gut, wenn du dann mit dem Maler nicht mehr allein bist und ihr ein Fahrzeug habt, dann könnt ihr ja von hier verschwinden. Dass was ich auch lieber tun würde, allerdings ist da gerade ein kleines Kind am kämpfen und dass geht mir aus irgendwelchen Gründe, gehörig gegen den Strich.“
    Als dann auch schon die anderen beiden Personen hinzu kamen, machte Ketel sich mit einem Sprung über das Auto hinweg wieder auf den Weg in den Kampf zurück.

  12. #102
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    Wie sehr recht Doug behalten hatte, sah er ja nun. Doug war in der Nähe um die Gruppe, bei der sich Seyrah vor dem Rennen auch aufgehalten hatte, als das Chaos ausbrach. Seine erste Reaktion war die, Verstärkung zu rufen doch die Signale waren alle blockiert, er kam zumindest nicht durch. Könnte aber auch einfach überlastet sein, weil grad zigtausend Menschen die gleiche Idee hatten. Wäre wenig verwunderlich. Douglas versuchte sich einen Überblick zu verschaffen, da er einigermaßen gefasst blieb, schaffte er das auch. Zwar schoss ihm das Adrenalin durch die Adern und er war angespannt, aber er hatte gelernt damit umzugehen. Die Quelle des Angriffes war schnell ausgemacht und das erste was Doug tat, war sich Deckung zu suchen und fand die auch hinter einer Wand. Dann überlegte er, was zu tun war. Seyrah finden wäre gut, machte aber keinen Sinn da er keine Ahnung hatte, wo auf der Rennstrecke sie sich genau befand. Sie war vorerst auf sich gestellt, aber das würde sie wissen. Es ratterte in Douglas seinem Kopf, er musste erstmal ein paarmal tief durchatmen und sich etwas beruhigen, bevor er anfing die Situation genauer zu analysieren. Vorsichtig schaute er aus seiner Deckung hervor, sah nach kurzem umsehen den Mann, der hier fröhlich vor sich hinmetzelte und checkte dann die Umgebung ab. Es dauerte einen Moment, bis Douglas erkannte, dass Der Typ versuchte, die Menge vor sich her zu treiben, in die Ecken zu zwängen wo sie ihm nicht entkommen konnten. Sein Rücken versuchte er immer frei zu halten. Da er das Gelände ja nicht mitten drin betreten hatte, gelang ihm das auch gut, aber er musste sich auch bewegen und vorrücken und kam so unweigerlich an Gebäuden und Fahrzeugen vorbei. Da würde sich früher oder später – nein es MUSSTE – sich eine Gelegenheit ergeben, sich den Typen vor zu knöpfen. Doch erstmal musste Douglas herausfinden, was der Typ konnte.

    Er tippte auf Telekinese denn die Waffe die er trug montierte man sonst eher auf Fahrzeugen oder dergleichen und schleppte sie nicht mit so einer Leichtigkeit herum wie der es tat. Oder er war sehr, sehr gut trainiert, aber so sah der nicht aus. Auch viel auf, dass der Typ sich immer genau dann richtig in Position brachte, wenn irgendwer ihm gefährlich werden würde. Es war fast so, als würde er kommen sehen, wenn ihn einer attackierte. Zumindest solange es vereinzelt und frontal war. Das war schlechte, denn war diese Fähigkeit gut ausgebildet, gäbe es kaum eine Möglichkeit ihn anzugreifen ohne Hilfe von anderen zu haben. Douglas beobachtete weiter, auch wenn es ihm nicht leicht viel so untätig zu bleiben. Doch war keinem Geholfen, wenn er sich nur blindlings in einen Kampf stürzen würde, wo er der Unterlegene war, in jeder Hinsicht. Doch Douglas gab nicht so schnell klein bei, wartete auf seine Gelegenheit und hoffte das die früher als später kam. Inzwischen stand der Typ da, wo vormals die ganzen Autos den Besucher gezeigt wurden, als sich eine junge Frau in den Weg stellte, die ihm irgendwie bekannt vorkam. Ihm viel die Begegnung mit ihr wieder ein, das Kind was ihm in die Beine gelaufen war. Das war ihre Mutter! Sämtliche Alarmglocken läuteten bei Douglas und er wollte in jenem Moment aufspringen, als der Typ im gleichen Moment abdrückte und die Frau traf. Geschockt blieb er stehen, und starrte zu der Stelle des Einschlags aber dort war nicht das was er erwartet hatte. Die Frau stand da immer noch. Als wäre das nur ein Gummiball gewesen, der nach ihr geworfen wurde.
    ‚Was zum… Die auch?! Gott wie viele laufen hier denn noch rum??‘ Für sein Geschmack waren hier viel zu viele Arbitratoren und nur eine von ihnen stand in den Diensten der Behörde. Aber darum müsste er sich später kümmern, vorerst galt es den Kerl da aus zu schalten. Gut war, dass die Zahl der potenziellen Opfer sich sehr vermindert hatte, da doch sehr viel mehr reiß aus genommen hatten und sich irgendwo versteckten, als sich einen offenen Kampf mit dem Typen zu liefern. Nachteil, so war es schwere unbemerkt an ihn ran zu kommen. Douglas checkte die Umgebung. Ein zerstörter Wagen hinter der Dame, offenes Gelände links von den beiden. Er selbst war gut 200 Meter entfernt, eine ordentliche Strecke. Ein alter Unterstand für Fahrzeuge befand sich zwischen ihm und dem Amokläufer, im Grunde nur ein riesengroßes Dach, gestützt von etlichen Stahlbetonpfeilern. Dazwischen ein paar Verkaufsstände, verrostete Fahrzeugwracks und alte und nutzlose Stromaggregate die bereits komplett ausgeschlachtet waren. Nichts was wirklich schutz gegen die Waffe gab, aber ihn zumindest ermöglichte, unbemerkt näher zu gelangen.

    So unauffällig wie möglich und immer auf die Blickrichtung des Typen achtend, huschte Douglas von Deckung zu Deckung um eine möglichst gute Position zu bekommen. Noch hatte man ihn nicht bemerkt. Er traf auf ein paar andere Zivilisten denen er entweder riet, sich so ruhig wie irgendwie möglich zu verhalten oder sie aufforderte zu verschwinden, sofern der Weg ohne Deckung nur ein paar Sekunden wäre. Dabei beobachtete er weiter die Situation vor ihm. Die beiden wechselten einige Worte, Douglas verstand davon aber aufgrund der Entfernung nichts. Hinter dem Wrack tat sich etwas doch auch das konnte Douglas nicht sehen. Dann aber schein die Frau Verstärkung zu bekommen, den ein weitere, ihm Unbekannter stellte sich dem in den Weg. Dieser war eindeutig bewaffnet. Douglas hatte es geschafft, sich auf 30 Meter an den Typen ran zu arbeiten. Sollte die Frau ihn gesehen haben, dann ließ sie sich nichts anmerken, sie ging sogar auf ihn zu. Der andere bewaffnete Mann versuchte sich in Position zu bringen, aber da wurde schon die Waffe auf ihn gerichtet. Nun hatte er die Frau vor sich, den anderen etwas versetzt links davon hinter einem Mauervorsprung, und Douglas rechts hinter sich. Douglas hoffte, dass sie es irgendwie schafften, den Kerl gleichzeitig zu attackieren, denn sonst würde er einem nach dem anderen auseinandernehmen. Plötzlich machte der Typ einen Schritt zurück und fast im selben Augenblich hörte man das brechen einiger Schüsse und dann schlugen die Kugeln auch schon knapp vor die Füsse des Typen ein, auf den die Frau immer noch zuging. Dann passierte alles ganz schnell und Douglas wusste, entweder jetzt oder nie. Der Typ drehte sich zur Seite, feuerte auf eine Gruppe von drei anstürmenden Jugendlichen, wovon zwei auch direkt starben, der dritte schaffte es irgendwie hinter eine Deckung zu kommen und feuerte einfach darüber hinweg. Gleichzeitig blieb die Frau stehen, sichtlich erschrocken darüber das so knapp vor ihr weitere Kugeln einschlugen. Auch gleichzeitig kam der andere Mann aus seiner Deckung und feuerte, aber schon drehte sich der Typ wieder und wollte das Feuer erwidern, immerhin blieb dem Angreifer ja nicht verborgen das er sich da in Deckung gebracht hatte.

    Douglas musste schnell sein und sprang im gleichen Augenblick wie die Jugendlichen starben und der Mann, der sich später als Ketel herausstellen würde aus seiner Deckung kam, hervor. Er hatte bereits seinen Revolver gezogen und richtete ihn auf den Typen, der ihn so nicht sehen konnte. Ketel wurde wieder in seine Deckung gezwungen und fast gleichzeitig brüllte Douglas den Mann an: „Waffe fallen lassen! Auf die Knie und Hände hinter den Kopf!“ Douglas erwartete nicht, dass er auf ihn hören würde und das tat er auch nicht. Mit einem ausdrucksstarken „ARSCHLOCH!!!“ versuchte er sich umzudrehen, doch diesmal hatte er das Nachsehen. Da Douglas wusste, dass er auf ihn feuern würde, konnte er rechtzeitig abdrücken. Dreimal feuerte er seinen Revolver auf den Kerl, dreimal traf er auch. Das Donnern seines Revolvers hallte noch nach, als das schwere Gewehr krachend zu Boden fiel, der Typ auf seine Knie zusammensackte und vornüber auf den Aspahlt kippte. Dabei schlug er sich noch die Stirn auf, doch das spürte er schon gar nicht mehr, denn er war bereits tot. Zwei Kugeln hatten seine Brust durchschlagen, eine dritte den Bauch getroffen, wobei Douglas das eher auf die zunehmende Streuung bei schneller Schussfolge zurückführte, als auf einen gezielten Schuss. Alle drei Kugeln hatte seinen Körper durchschlagen und steckten nun in jener Wand, hinter der sich Ketel versteck gehalten hatte, jedoch gut 30 Meter neben ihm. Douglas war froh, dass er nicht noch jemanden getroffen hatte, der nichts damit zu tun hatte.
    Mit seinem Revolver im Anschlag ging er auf die Leiche zu, prüfte Puls und als er sicher war, dass er keine Bedrohung mehr war, steckte er seinen Revolver wieder weg. Er richtete sich auf und stand unmittelbar vor der Frau, die er vor einiger Zeit im Einkaufszentrum getroffen hatte.
    „Alles in Ordnung mit ihnen, junge Frau?“

  13. #103
    Bürger Avatar von Auren
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    "Ja, mir geht es gut." Sie ging in die hocke und drehte den leblosen Körper um.
    "Das war dein wahres Ziel? Hier zu sterben? Um bei ihr zu sein?" Mit einer Handbewegung schloss sie seine Augen. Eine kleine Geste der Höflichkeit.
    Dann öffnete sie sein Hemd. Da kam auch schon der Grund zum Vorschein, warum er diese Waffe solange bedienen konnte.
    "Wie bist du daran gekommen?" Die Frage war eigentlich überflüssig. Unter seiner Kleidung trug der Mann etwas ungewöhnliches. Etwas, was nur für ihn zugeschnitten war. Ein Exoskelett. Jedoch hauch dünn. Yuma kannte diese Dinger. Man konnte auch schön das Emblem, der Firma Psycorp auf der Brust entdecken. Es war klar, dass er von jemanden Hilfe bekam. Selbst für Doug.
    Für die junge Mutter war dies nebensächlich. Sie hatte wieder jemanden verloren. Auch wenn jene Person zig weitere Menschen nun auf dem Gewissen hatte.
    Ketel kam aus seiner Deckung hervor. Auch er wollte sicher gehen, dass der Tote wirklich tot war.
    "Lasst mich bitte mit ihm allein. Ich möchte mich von ihm verabschieden."

  14. #104
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    Psycorp gab es nicht mehr, dass dieser Mann hier nun in Ausrüstung rumlief, die eigentlich in den schwer bewachten Arsenalen seiner Behörde hätte liegen müssen, sofern nicht schon vernichtet, schrieb Douglas der Zeit zu, als Psycorp sich aufgelöst hatte und in dem allgemeinen Chaos damals viel verschwand, was nicht hätte verschwinden dürfen. Auch ihm war damit klar, dass dieser hier Hilfe gehabt haben musste. Um das Exoskelett anzulegen, brauchte es mindestens noch eine zweite Person, sonst würde man die Rückenplatte nicht korrekt anschließen können. So dünn es auch ist, so ein Skelet bestand immer aus mehreren Einzelteilen. Nur widerwillig wollte Douglas sie nun alleine lassen, denn er hatte fragen, viele Fragen.
    „Nun gut, aber lassen sie niemanden sonst an die Leiche. Meine Leute werden sich der Angelegenheit annehmen. Und ich habe ein paar Fragen an sie.“ Damit ging er ein paar Schritt weg, beobachtete aber weiter die Situation und vor allem die Umgebung. Er zog wieder seinen Revolver, denn irgendetwas sagte ihm, das die Gefahr noch nicht vorrüber sei. Zumindest war es klug, das anzunehmen. Er wechselte die Patronen in seinem Revolver, nahm die verbleibenden zwei raus, steckte sie in seine Tasche und füllte die Kammer mithilfe eines neuen Clips komplett. Eigentlich wollte er sich auch na Seyrah umsehen, von der Leiche weggehen wollte er aber auch nicht. Zu Groß die Gefahr das sie einfach geplündert werden würde. So ein Exoskellet war extrem schwer zu bekommen und hier lag nun einfach eines rum. Zum Gluck wusste das ja noch niemand und er hoffte, dass es auch so bleiben würde.

    Er nahm sein Smartphone zur Hand, aber ein Blick reichte, um zu sehen das noch immer kein Signal nach draußen ging. Entweder die Quelle der Störung war hier irgendwo stationär von dem Killer aufgebaut worden, oder aber jemand anderes hatte sich in das System gehackt und störte es noch immer. Dabei brauchte Douglas so dringend Verstärkung, alleine schon weil hier so dermaßen viele Arbitartoren rumliefen, das es schon nicht mehr normal war.

  15. #105
    Bürger Avatar von Auren
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    Doug kam ihrer Bitte nach und entfernte sich von dem Körper.
    Yuma knöpfte ihm das Hemd wieder zu. In seiner Tasche fand er das Foto mit jener Frau die er rächen wollte. Sie legte es ihm in den Hände und die wiederum wurden auf seiner Brust abgelegt.
    Sie schwieg die ganze Zeit, aber im inneren brodelte es. Am liebsten würde sie den ganzen Ort dem Erdboden gleich machen.
    Doch was würde es ihr bringen? Rein gar nichts, außer noch mehr ärger.
    Sie klopfte dem Leichnam auf die Schulter. Nicht als Lob, sondern als Abschied.
    Danach richtete sich die junge Mutter auf. Ein Zeichen, dass sie fertig war. Ihr Blick wanderte nach oben. In den schwarzen Himmel.

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