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  1. #106
    Händler Avatar von Rosered_Strauss
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    Was wäre ihm nur für ein Tag entgangen, hätte seine Vermieterin ihn nicht mit drastischen Methoden aus seiner Wohnung geschmissen. Auf die einfache, hoffnungsvolle Nachfrage, die er sein ganzes Leben bereits hatte stellen wollen, wurde sein Geist aus der Gegenwart gerissen und tauchte... scheinbar in ihre Erinnerungen ein? Er gab sein Bestes, sein völliges Erstaunen über diese unvorhergesehene Methode des Lehrens und Lernens im Zaum zu halten und sich stattdessen krampfhaft auf das zu konzentrieren, was er sah. Eine Methode, mit der er seinen Fluch bezwingen konnte... Leider verstand er das, was er dort sah, nur bruchstückhaft. Das er währenddessen alles fühlte was auch sie fühlte war schwierig, aber ein Problem das er bereits sein Leben lang kannte. Sein Schädel pulsierte, als er an seinen eigenen Gefühlen festhielt, sich von denen der jungen Frau zu distanzieren suchte; während er jede Information wie ein Schwamm einsaugte, in der Hoffnung sie in naher Zukunft vielleicht sogar zu verstehen.

    Doch gerade als er glaubte hier durchaus Erfolg haben zu können wurde er aus der Erinnerung hinaus- und sein Körper zu Boden gerissen. Verwirrt blinzelnd wie jemand, der aus einem stockdunklen Raum hinaus ins Tageslicht tritt sah er Yuma an, die ihm noch mitteilte das die Stille nun ein Ende haben würde als er der veränderten Geräuschkulisse um sich herum gewahr wurde. Und als dann erneut die Flut an Gedanken und Gefühlen der Anwesenden auf ihn eindrosch kniff er die Augen schmerzerfüllt zusammen und hielt gerade noch einen gellen Schrei zurück. So entschlüpfte ihm nur ein Wimmern, welches in dem Chaos ohnehin nicht zu hören war. Er wälzte sich herum, um sich auf den Knien in die nächste Deckung bewegen zu können. Sein Schädel fühlte sich an als könnte er zerbersten, aber die aktuelle Situation war prekär genug dass er es irgendwie schaffte die Kontrolle über seinen Körper zu behalten und nicht handlungsunfähig darnieder zu sinken, wenngleich sich das fast nach einer angenehmen Alternative anhörte.

  2. #107
    Siedler Avatar von hakuryu
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    Die unbekannte Frau tastete sich noch selber ab und murmelte noch ein paar Verletzungen vor sich hin. Ayano glaubte das sofort. Sie konnte von Glück reden das ihr bei dem Überschlagen nicht noch mehr passiert war. Memo an mich selbst: sollte ich noch mal so eine bescheuerte Idee haben bei so einem Scheiß mitzumachen, dann putze ich einen ganzen Monat freiwillig die Klos in der Uni. Dann exlpodierte wieder ein Auto. Die Druckwelle warf ihre kleine Gruppe um. Sie machte sich Sorgen um Tegan und hielt nach ihm Ausschau, konnte ihn aber in dem Rauch nicht erkennen. Kommt schon Mädels, ich will hier raus und der Lilatyp wird schon klarkommen. Die schwarzhaarige stützte die junge Frau. Das war gar nicht so einfach. Die Rippen schmerzten bestimmt höllisch und das eine ausgekugelte Schulter auch nicht das angenehmste war wußte sie aus eigener Erfahrung. Sie hasteten weiter und versuchten immer etwas zwischen sich und dem Schützen zu haben. Antonio schien da immer den richtigen Weg zu finden. Als die Massen weniger wurden hielt Ayano ihn kurz am Arm fest. Warte kurz. Ich muß ihre Schulter wieder einkugeln. Sie will den Arm bestimmt später noch nutzen können. Kannst du das überhaupt? Wäre nicht das erste mal. Das war es wirklich nicht. Zum Anfang ihrers Aikidotrainings mit den anderen Frauen, hatten sich öfter mal welche zu heftig gegen eine bestimmte Hebeltechnik gewehrt und sich dadurch die Schulter ausgerenkt. Antonio sah sie zweifelnd an. Das brachte ihm einen Knuff ein. Männer. Nur weil ich ne Frau bin, heißt das nicht das ich mir nicht zu helfen weiß. Damit wandte sie sich zu der Mafiabraut. Ich werde deine Schulter wieder einrenken. Das wird wehtun, aber du solltest dann den Arm wieder bewegen können. Lehn dich hier an. Damit wies sie auf die Mauer hinter der sie gerade standen. Diamond rührte sich nicht und sah Ayano mit einem Blick an den sie nicht einordnen konnte. Hör mal, du willst deinen Arm auch in Zukunft benutzen. Dazu muß der wieder dahin wo der hingehört. Je länger der so bleibt desto wahrscheinlicher werden Nervenschäden. Und die kann man hier draußen garantiert nicht brauchen. Resolut stand sie vor der Frau zeigte nochmal einladend auf die Wand hinter ihr. Mit leichten Widerstreben lehnte sich die Frau dann doch an die Stelle die ihr gewiesen wurde. Das wird jetzt noch mal wehtun. Damit griff sie fest an den unteren Bereich des Oberarms, fixierte mit einer Drehung ihren Oberkörper und zog zeitgleich den Arm kräftig nach unten. Ein kurzes schmerzhaftes Keuchen war zu vernehmen welches das Knirschen übertönte als sich die Gelenkpartner wieder richtig ausrichteten. Ich hoffe deinen Rippen geht es gut. Wenn ich was gesagt hätte, hättest du gegengehalten. Ich bin übrigens Ayano, das da war Antonio wenn ich mich richtig erinner? Der Fahrer nichkte nur. Laßt uns weiter, reden könnte ihr Mädels später noch.

    Sie eilten weiter und mußte langsam ihr anfängliches Tempo dosseln. Die Mafiabraut stolperte immer wieder. Bei dem Unfall eigentlich ein Wunder das sie überhaupt noch auf den Beinen ist. Es wurden immer weniger Menschen und sie kamen immer näher an die Mauer die das gesamte Gelände umspannte. Einige der jungen Leute strebten offenbar in die gleiche Richtung wie ihre kleine Gruppe. Genau war das nicht zu erkennen. Mitlerweile befanden sie ich einem Bereich der Kaserne der nicht mehr ausgeleuchtet war. Mit leicht fahrigen Händen zog Ayano ihr Handy aus der Tasche und schaltete die integrierte Taschenlampe ein. Sie mochte keine dunklen Orte. Schon gar nicht wenn sie mit einem Mann unterwegs war der nicht Tegan, Shinru oder einer seiner Brüder war. Sie würde nicht mehr das einfache Opfer sein wie einst, nur diese Umgebung kam der von damals mehr als nah.
    Durch das Ausleuchten der unmittelbaren Umgebung fiel ihr auf das sie wohl in einen technischen Bereich gekommen waren. Viele Schaltkästen standen ausgeschlachtet herum und nicht mal von allen waren noch die Gehäuse vorhanden. Alles was man verkaufen oder selber verwenden konnte war fort, der Rest zerstört. Sie fand es schade. Die Arbeit an verzwickten Kabelsalaten hatte sie in der schlimmsten Zeit vor Tegan bei Verstand gehalten. Jetzt werkelte sie immer noch gern nur zum Spaß an älteren Geräten rum. Ganz in Gedanken stolperte sie über etwas. Ein beherzter Griff von Antonio verhinderte den Sturz der beiden Frauen. Ein gemurmeltes Danke war alles was er danach bekam. Ayano schaute genauer hin. Ein Kabel. Ein dickes fettes Kabel. Mitten im Weg und eine hervorragende Stolperfalle. Warum lag hier so ein Kabel rum wenn doch alles andere weg und zerstört war? Es wirkte völlig deplatziert. Schaut mal hier. Was macht ein Kabel hier? Aus dem Augenwinkel sah sie ganz schwach einen grünlichen Schimmer. Als sie mit ihrem Licht in die Richtung leuchtete bemerkte sie das das Kabel ebenfalls in diese Richtung verlief. Nach ein paar Metern erreichten sie einen Kasten in dem ihre Stolperfalle verschwand und viele andere abzweigten. Was macht denn ein Trafokasten hier? Gute Frage. Lange kann der noch nicht hier sein. Abgeschlossen war nicht. Könntet ihr mir mal bitte leuchten? Das Teil gehört hier eindeutig nicht hin. Ayano versank in der Betrachtung des regelrechten Kabelsalates im Inneren. Irgendjemand hatte es sehr eilig gehabt. Alles war recht stümperhaft verbunden, eine Sicherung gab es nicht und an dem kleinen Kästchen was zwischengeschaltet war blinkten Überlastungsdioden. Jetzt mein Werkzeug. Das wäre was. Vor sich hinflüsternd schob sie einige Kabel zur Seite und besah sich das Ganze von allen mögichen Seiten. Einfach die Kabel ausreißen könnte sonstwas für Folgen haben. Dann fand sie die stromzuführende Leitung und die dazugehörigen Abzweigungen. Hat einer von euch beiden ein Messer mit Gummigriff? Oder Holzgriff? Einer der Beiden reichte ihr ein Taschenmesser mit Plastegriff. Für sie Völlig ausreichend. Nach und nach zerschnitt sie die einzelnen Abzweigungen. Immer darauf bedacht keinen Schlag zu bekommen. Mit dem letzten Durchtrennen klingelte es plötzlich in der Hand der Mafiabraut. Auch das Smartphone von Antonio vibrierte von eingehenden Nachrichten. Offensichtlich hatte sie den Störsender nicht nur gefunden, sondern auch noch gleich lahmgelegt. Ich bin mir sicher das auffallen wird das alles wieder geht. Wir sollten verschwinden. Antonio schaute in die Richtung in der sein angestrebter Ausgang lag und ihm lief ein massiv kalter Schauer über den Rücken. Ich hab da ein gaaaanz mieses Gefühl bei der Sache. Wir sollten einen der anderen Wege nehmen. Der hier ist wohl nicht mehr sicher. Leider liegt der nächste quasi auf der anderen Seite des Geländes.




    Die Explosion riß ihn und Seyrah von den Füßen. Das Klingeln in seinen Ohren brauchte eine Weile um zu verschwinden. Insinktiv hatte er sich über seine ehemalige Kollegin gebeugt und sie so vor dem Gröbsten geschützt. Ryu wollte schon seine Suche abbrechen. Such weiter. Die Dringlichkeit in der Stimme seines Herren und die innere Unrast siegten und der kleine Geisterdrache verschwand. Du kannst mir viel erzählen. Diesen Drachen erkenne ich überall wieder. Warum habt ihr beide euch nicht gemeldet? Wo hast du die letzten drei Jahre gesteckt? Viel zu viele Fragen für Tegan und er hatte nicht vor diese auch nur im Ansatz zu beantworten. Zumal auch die Umgebung alles andereals dafür geeignet war. Nicht jetzt. Ja ihm war bewußt wie unwirsch das klang. Nur hier waren so viel Verletzte und Sterbende. Quasi ein Kriegsschauplatz und er wußte immer noch nicht warum.
    Durch die Augen des Drachen fand er dann Shinru. Eindeutig verletzt und einen Fremden mit Viktor. Der Künstler lag auf dem Boden. Scheint wohl standard bei ihm zu sein. Hab Shinru gefunden und wir brauchen den Mustang. Seyrah wollte schon protestieren, doch der Blick des Arbitrators ließ sie den Mund wieder schließen. Gemeinsam ranten sie das kleine Stück zum Auto zurück. Gekonnt schwangen sich beide in die Sitze und so ging es im Slalom zu der Mauer wo sie seinen Partner fanden. Und direkt in die Mündung einer Schrotflinte schauten. Automatisch postierte sich Ryu hinter Ketel. Völlig unsichtbar aber eindeutig in einer Größe die ihn tötlich machte. Shinru schaffte es den Weißhaarigen vom Schuß abzuhalten. Sobald die Gefahr in Ryus Augen verschwunden war schrumpfte er wieder und kuschelte sich an Shinru. Dem war sofort klar wie die Beiden ihn gefunden hatten. Bevor sein bester Freund noch groß ausholen konnte schickte Tegan seinen kleinen Geist auf die Suche nach Ayano. Er wußte zwar das sie nicht in unmittelbarer Gefahr war, der Drache konnte sie aber in jedem Fall noch beschützen.




    Die Schmerzen waren Übel. Er spührte das Tegan versuchte ihn zu erreichen. Nur war seine Konzentration im moment mehr als hin. Dann stand mit einem Mal der weißhaarige Typ vor ihm den Yuma angepflaumt hatte. Sein Gesichtsausdruck war genauso überrascht wie wohl sein eigener. Das er Viktor mit dabei hatte nahm der Blonde nur am Rande war. Die Aktion die Weißhaar dann startete machte ihn sprachlos. Es tat höllisch weh als er die Hände auf seine Wunde legte. Shinru spührte jede kleine Bewegung des Schrappnells als dieses sich aus seiner Rippe löste und in die Hand des Mannes fiel. Das zweite Handauflegen tat dann nicht mehr so weh, war eher nur noch unangenehm. Gut, die Rippe ist nur angebrochen, aber nicht durch. Dein Glück dass das Metall im Knochen hängen blieb...nimm dass und leg dir einen Verband an. Das First-Aid-Kit welches er noch in die Hand gedrückt bekam würde zumindest ein wenig helfen, langsam aber methodisch verband er sich selbst. Ihm war klar das der Mann vor ihm ein Telekinet war. Das war die einzige Möglichkeit ein Schrappnel ohne Hilfsmittel zu entfernen. Der Blick des Fremden hing aber schon wieder an Yuma. Sie ist verrückt, sie legt sich mit jemanden an der über 20mm Explosiv Geschosse verfügt und dass auch noch unbewaffnet. Obendrein ist der Typ nicht allein. Wie er ist nicht allein? Jup, hier laufen mindestens noch zwei von denen rum. Ein Typ, relativ ruhig und kontrolliert und eine Frau. Sie hat definitiv ein Ding am Wandern und quatscht so komisch prophetisch. Sie kann Dinge wie Ratten erschaffen....die brennen auch ganz gut, hat sie mir wohl übel genommen. Noch mehr Eliten? Das wird übel.

    Dann hielt mit einem Mal der Mustang an seiner Ecke. Offensichtlich hatte Tegan ihn gefunden. Sein Retter hingegen drehte sich in einer so flüssigen Bewegung zu dem Wagen rum das ihm die Schrotflinte beihnah entgangen wäre. Nicht schießen, der Mustang gehört zu mir. Das ist mein Kumpel. Und Seyrah? Wer die Beiden waren schien den Langhaarigen nicht wirklich zu interessieren. Er meinte dann nur das sie alles hätte um zu verschwinden und machte sich dann selbst auf den Weg Richtung Yuma und den Schützen.
    Wie habt ihr... Weiter brauchte er nicht reden. Der kleine blaue Drache schmiegte sich an ihn und schnupperte vorsichtig an der frisch verbundenen Seite. Die Erleichterung war seinem Freund direkt anzusehen. Ryu wurde noch weggeschickt, wohin war ihm sofort klar.
    Mit knappen Sätzen brachte er seine beiden Kollegen auf den neuesten Stand. Der Weißhaarige muß ein ausgebildeter Arbitrator sein. Telekinet und militärische Ausbildung. Mit Waffen kann er auf jeden Fall umgehen. Tegan wirkt nachdenklich. Und es sollen noch zwei da sein? Ja. Die Frau soll wie du Geisterscheinung haben. Wo die sind weiß aber keiner. Fest steht das der Schütze sich nur mit Nummer vorgestellt hat. Soweit ich weiß haben nur die Eliten welche. Er hat auch Yuma mit 729 angesprochen. Sie scheint auch eine von denen zu sein. Sie hat sich doch aber normal verhalten. Nein Seyrah. Normal ist sie auf jeden Fall nicht. Sie ist Telepathin.
    Mit einem schmerzvollen Seufzen erhob er sich und sie strebten dem Mustang entgegen. Dann erscholl ein anderes Krachen. Dreimal kurz hintereinander. Spontan schuf sein Freund einen Wanderfalken um zu sehen was Sache war. Den Schützen hat es erwischt. Der Kerl der uns zurückholen will hat den wohl erschossen. Weißhaar ist auch noch da. Sey, hilf mir mal mit Viktor. Shinru stand relativ sicher auf den Beinen. Er wollte auch wissen wie Simmons das geschafft hatte. Seine ehemalige Kollegin verfrachtete Viktor gemeinsam mit Tegan wieder auf die Rückbank des Mustangs und machten sich dann zum Ort der Hinrichtung auf. Kannst du mir ein wenig helfen? Ich hab da ein wenig Probleme mich zu konzentrieren. Der Lilahaarige wußte worauf der Telepath anspielte und gleich darauf huschte ein kleines erleichtertes Lächeln über sein Gesicht. Telepath zu sein war manchmal nicht unbedingt schön.
    Das der Kerl Psycorpausrüstung trug überraschte die beiden Männer nicht wirklich. Ihnen selbst war diese nicht angeboten worden. Dazu waren sie zu ersetzbar gewesen.
    Langsam schien sich die Masse an Mensche wieder zu beruhigen. Der Ansturm auf die blockierten Tore hatte nachgelassen und zeigte die viele Opfer. Konntest du jemanden erreichen? Wie es scheint sind ja alle Komunikationswege blockiert. Shinru schüttelte den Kopf. Ich glaube nicht. Die Distanz ist auch zu groß vermute ich mal, oder der Andere verhindert auch das. Dann traten sie zu Simmons, Yuma und den Weißhaarigen.

  3. #108
    Händler Avatar von Constantine
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    Nur widerwillig kam Diamond der Aufforderung der jungen Frau nach. Doch an Hand ihrer Bewegung konnte ihr geübter Blick erkennen, das ihr Gegenüber wusste was diese tat. Ein ekliges, knackendes Geräusch frass sich in die Ohren der Beteiligten, als das Gelenk seinen ursprünglichen Platz fand. Der erdrückende Schmerzruf übertönte glücklicherweise das Knirschen.

    Ein befreiendes Gefühl. Diamond öffnete ihre Hand immer wieder und tatsächlich schien auf den ersten Blick kein größerer Schaden über zu bleiben.

    Sie hatte es nur ihrem harten Training und jeder Menge Glück zu verdanken, dass nichts schlimmeres passiert war. Doch jetzt machten sich die Nebenwirkungen der Erschöpfung bemerkbar das Adrenalin langsam zur Neige ging und sie quasi nur noch durch pure Willenskraft auf den Beinen blieb.

    Die junge Frau stellte sich samt ihrer Begleitung kurz vor doch Diamond reagierte nicht. Es vergingen etliche Minuten der Stille bis die angehende Clanführerin sich dann doch durchdrang. „Ich heiße Diamond Constantine“, nun wurde Ayano vom Scheitel bis zur Sohle gemustert.

    Nicht, weil Diamond ihr Gegenüber anziehend fand, sondern um diese besser einschätzen zu können. Sie gingen weiter. Stolperten plötzlich über ein langes Kabel? Was hatte das hier zu suchen?

    Offensichtlich in einem Technikraum gelandet, stellte Ayano die Verbindung zur Telekommunikation wieder her. Recht unbeeindruckt wirkend, beobachtete Diamond das ganze. Ihr Blick schweifte eher wachsam um das Gelände. Die ganze Situation gefiel ihr überhaupt nicht. Plötzlich klingelte sofort ihr Telefon. Auch das Handy des jungen Mannes regierte. Diamond nahm sofort ab und hörte die aufgeregte Stimme ihres Handlangers. „Beruhig dich, mir geht es gut“, hörte man Diamond sagen. „Wie hoch sind die Verluste?“. „Ernüchternd Boss, viele verletzte noch mehr Tote Aber von uns hat es niemanden erwischt nur ein paar Kratzer“.

    Ein resignierendes Nicken war ihre Reaktion. „Viel wichtiger Boss wo bist du, wir holen dich sofort ab und bringen dich zu den Ärzten wir haben den Unfall auf den Bildschirmen gesehen bevor alles dunkel wurde“, die Stimme des Handlangers war schrill und hysterisch und deutlich von Ayano sowie Antonio wahrnehmbar. Plötzlich hörte man sogar ein weinerliches Schluchzen.

    „Ich hab doch gesagt mir geht es gut jetzt reiß dich zusammen“, „ok Boss“. Ein unweigerliches Seufzen entwich ihren Lippen. Ihr Kopf drehte sich in sämtliche Richtungen. „Wir sind hier in einem alten Technickraum..sieht aus wie die Schaltzentrale aber wir werden eine andere Fluchtrichtung wählen“. „Mit dem GPS solltet ihr uns orten können, nehmt die Geländewagen, wenn noch welche übrig sind“. „Veranlasst sofort ein medizinisches Einsatzteam hier her, Rettungswagen, Transporter, Helikopter, bringt so viele Überlebende hier raus wie möglich“. „Eine Taskforce soll ebenfalls zur Sicherheit eingeschaltet werden“. „Boss?“, „das ganze ist ein Kriegschauplatz. Nicht nur, dass unbeteiligte daran verwickelt wurden... offensichtlich möchte jemand einen Krieg anzetteln.. das können wir jetzt überhaupt nicht gebrauchen“. „Das Gleichgewicht darf in kleinster Weise gestört werden“, an ihrem Tonfall hörte man eindeutig einen stark verärgerten Unterton.

    „Ok Boss, dass Team kann in einer halben bis Dreiviertel Stunde hier sein“, „nein in fünfzehn Minuten“, erwiderte Diamond. „Bleibt wachsam und sichert die Umgebung Bye“. Damit beendete Diamond das Telefonat und steckte ihr Telefon in ihre Hosentasche.

    Ihr Blick richtete sich nun direkt an Ayano sowie Antonio. „Wenn wir es durch dieses Labyrinth ins Freie schaffen, sind meine Leute zur Stelle um uns abzuholen. Ich biete dir“, dabei blickte sie Ayano nun direkt an, „ein sicheres Geleit an bis du mit deiner Begleitung aus diesem Gebiet der Slums raus bist“. „Damit wären wir dann quit“. „Ich mag es nämlich überhaupt nicht in irgend jemandes Schuld zu stehen“.
    Geändert von Constantine (28.03.2021 um 00:40 Uhr)

  4. #109
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    Das vibriren seines Smartpohnes riss Douglas aus seinen Gedanken. Er war wiueder zurück zur Leiche gegangen, stand neben der Frau und wollte sie nicht sofort anspreche, als sein Handy sich meldete. Er sah drauf und stellte fest, das er wieder empfang hatte. Ohne noch länger zu warten, wählte er Umgehend die Nummer der Zentrale und nach 5 Sekunden hatte er jemanden dran.

    „Agent Simmons hier. Höchste Dringlichkeit! Mehere Arbitratoren auf dem ehmaligen Kasernengelände, Psycorp Elite, feindlich und schwer bewaffnet. Brauche dringend Unterstützung. Ein Täter ausgeschaltet, Psycorp Elite Code 189. Genauere Anzahl seiner Verbündeten unbekannt.
    Benötigen außerdem dringend medizinisches Personal, etliche Verletzte und Tote. Direkte Zufahrtswege sind blockiert. Unterstützung per Helikopter erforderlich.“ Sein gegenüber hörte ihm nur zu, hatte aber in der Zentrale schon längst Alarm ausgelöst, spätestens als die Meldung über feindliche Psycorp Elite zu hören war. Douglas wusste genau, was er damit in Gang setzte, aber das war aus seiner Sicht unvermeidlich. Binnen weniger Minuten sollten einige Hubschrauber eintreffen und auch Polizei und Rettungskräfte würden anrücken. Douglas wurde noch nach der Zahl der Opfer gefragt aber als er dann erwähnte das es viel zu viele sind, war klar das etwas schlimmes passiert sein müsste. Er prüfte noch während des Telefonates seine Drohne und stellte fest, das er noch empfang hatte und sie in der Luft war, dank Automatikmodus.
    „Drohne 12 kreist über dem Areal. Ich übermittle den Stream für eine bessere Lagebeurteilung. Aber glauben sie mir ruhig, hier ist die Kacke am dampfen!“ Damit legte er auf und blickte wieder zu Yuma, deren Namen er ja noch nicht kannte.

    „Agent Douglas Simmons.“, stellte er sich vor und blickte sie ernst an. „Wir sind uns schon mal begegnet, damals hatten sie ihre Kinder bei sich. Ich hoffe die sind nicht auch hier?“ Seine Sorge um ihren Nachwuchs war echt, er kannte den Schmerz nur selbst zu gut, was es hieß ein Kind zu verlieren. Aber das ließ er sich nun nicht anmerken. Aber er wollte auch wissen, mit wem er es zu tun hatte, denn für ihn stand außer Frage, das er hier vor sich eine Arbitratorin hatte, sonst hätte sie den Beschuss niemals überlebt. Außerdem scheinen sie sich zu kennen, warum sonst sollte so ein Amokläufer sich mit jemanden Unterhalten?

  5. #110
    Siedler Avatar von Survivor
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    Noch während die junge Frau sich dem Toten zuwandte, ging Ketel zu der Waffe, welche selbiger hatte fallen lassen.
    Wie der Waffenmeister schon vermutet hatte, beim Anblick jenen Mannes, war es die modifizierte Version die er gebaut hatte. Ohne große Mühe hob er sie auf, entfernte das Magazin sowie die letzte Patrone im Lauf und überprüfte die Munition.
    Sie bestand ausschließlich aus Explosivgeschossen. Mit diesen Kugeln, hätte er weder jene Frau, noch Ketel töten können.
    Im Hintergrund vernahm Ketel die Ankunft weiterer Leute. Auch schien jemand Verstärkung zu rufen oder sonstige Hilfskräfte. Doch dass war Ketel egal. Nach all den Sachen die hier geschehen waren, gab es keine Zweifel mehr, auf wessen Konto all diese Leichen gingen. Ketel stellte das Gewehr wieder ordentlich auf dem Boden ab, lud die letzte Patrone in das Magazin und stellte es zum Gewehr. Man würde keine Spuren von ihm finden, da er die Waffe vor der Übergabe gereinigt hatte und im Moment gerade Handschuhe trug. Trotzdem...vielleicht...egal, es war nicht seine Waffe und er würde sie nicht mitnehmen. Als er sich erhob, spürte er etwas an der Innenseite seines Mantels. Es war der Ordner oder eher die Akte die ihm die beiden anderen Gestalten gegeben hatten. Als Ketel wieder stand, blickte er sich auf dem Gelände um. Wo waren diese beiden? Warum hatten sie ihm nicht geholfen? Konnte es sein dass dieser Typ wirklich nur sterben wollte? Möglichst spektakulär und dabei auch noch möglichst viele Menschen mitnehmen. Zu dritt wäre dass sicher nicht passiert. Ketel drehte sich zu dem Toten um. Er stand zwar Abseits, doch er dachte sich
    "Verachtenswert." und spukte aus.
    Sein Blick wanderte nun zu jener jungen Frau. Diese hatte sich dem Mann zwar in den Weg gestellt, sich ihm entgegen und ihn aufgehalten, hatte sie aber nicht. Dass hatten andere übernommen.
    Seine Meinung über sie war ohnehin schon nicht die beste und mit der Aktion sank sie eher noch weiter.

    Immer mehr Leute versammelten sich in der Nähe, darunter auch jener Verletzte bei dem Ketel den Maler zurück gelassen hatte. Zu viele für Ketels Geschmack. Sein Blick ging zu jenem Mann hinüber der den Angreifer erschossen hatte. Seinem Auftreten und Aussehen nach, wirkte er wie ein Cop, ein Ermittler oder dergleichen.
    Für ihn musste die Akte sein. Also holte Ketel diese hervor. Er wollte hier keine Minute mehr länger bleiben als nötig, hatte aber auch keine Lust auf eine Fragerunde.
    Also ging er zu dem Verwundeten und seinem Begleitern.
    "Das hier ist noch von den beiden Begleitern von denen ich erzählt habe, ist vermutlich für den Cop dahinten. Wenn ihr mir einen Gefallen tun könnt und es ihm oder seine Kollegen geben könntet, die hier auch irgendwo sein soll, ich verschwinde wieder dahin wo mich keiner sucht.
    Ohne ein weiteres Wort verschwand Ketel dann zwischen den Gebäuden und vom Kasernengelände.
    Geändert von Survivor (26.03.2021 um 00:54 Uhr)

  6. #111
    Siedler Avatar von hakuryu
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    Die Mafiabraut stellte sich dann doch noch als Diamond Constantin vor. Und war instant mit telefoniern beschäftigt, sie schien dabei nicht zu bemerken das sie auf Laut gestellt hatte. Ihr Ton und Gebaren, die präzisen Anweisungen sagten Ayano das sie es hier mit jemand hochrangigem zu tun hatte. Als "Boss" wurde man ja auch nicht so ohne weiters bezeichnet. Die Frau war eindeutig in ihrem Element. Die junge Medizinstudentin wunderte sich immer mehr was alles angefordert wurde. Nie im Leben hätte sie geglaubt das die Außenbezirke so etwas aufstellen konnten und dann einfach mal so abgerufen werden konnten. Wenn das allgemein bekannt wäre, dann hätten Tegan und Shinru davon gewußt.
    Dann fiel der Blick von Diamond auf die Schwarzhaarige. Wenn wir es durch dieses Labyrinth ins Freie schaffen, sind meine Leute zur Stelle um uns abzuholen. Ich biete dir ein sicheres Geleit an bis du mit deiner Begleitung aus diesem Gebiet der Slums raus bist. Damit wären wir dann quitt. Ich mag es nämlich überhaupt nicht in irgend jemandes Schuld zu stehen. Direkt ist sie ja, das muß man ihr lassen. Sie nickte erst einmal nur. Auch Antonio sah die Mafiafrau ein wenig eingeschüchtert an und dann ein paarmal die unterschiedlichen Wege hin und her. Er entschied sich letztendlich doch fast für den direkten Rückweg. Das sie dabei quasi gegen den Strom der Menge angehen mußte war den dreien egal. Diamond erwähnte immer wieder einen Jack und das der Mustang den ruhig hätte aufrauchen können. Ayano mußte sich ein lachen verkneifen. Die Situation war so schon ernst genug und sie war froh das Tegan dem Kerl ausgewichen war.

    Sie hatten ungefähr die Hälfte der Strecke zurück geschaft, immer im Schutz von Mauerresten und großen Pfeilern, als der Kopf von Antonio in die Luft ruckte. Seine Augen suchten den nachtschwarzen Himmel ab ohne zu finden was er suchte. Beide Frauen waren auf ihn aufmerksam geworden. Irgendetwas kommt. Ich kann es nicht richtig einordnen. Aber es hat mit dir zu tun. Sein Blick ruhte jetzt auf Ayano. Sie selbst konnte sich schon denken was da auf dem Weg zu ihr war, doch sie würde einen Teufel tun das dem Mann zu sagen. Kurz darauf spürte sie eine sanfte Berührung an ihrer rechten Wange und sie neigte den Kopf ganz leicht um die Begrüßung zu erwiedern. Ryu blieb unsichtbar und trotzdem im Kuscheloutfit. Er legte sich wieder um ihren Hals vollends im Bewachungsmodus. Sie erreichten kurz darauf ihren ursprünglichen Ausgangspunkt. Der Mustang ist weg. Das klang leicht betroffen. Ein Ankuscheln zeigte ihr aber das ihr Freund nicht weit weg war. Auch wenn hier wieder alles ausgeleutet war, befand sich doch so viel Staub in der Luft das sich ein Umsehen nicht lohnen würde. Bring mich zu Tegan. Sie hoffte das ihr flüstern nicht gehört worden war. Der kleine Geisterdrache zeigte ihr durch Berührungen an wohin sie mußte. Antonio und Diamond schauten nicht schlecht als sie die Führung übernahm. Dann lief ihnen Jack über den Weg.




    Viel bekamen die Arbitratoren nicht mit von dem was Simmons sagte. Der Weißhaarige der seinem besten Freund geholfen hatte entlud das Gewehr. Der Mann wußte eindeutig was er tat. Sein Umsehen zeigte das er sich unter so viele Leuten nicht wohlfühlte. Eine Sache die er mit Tegan teilte. Hier war schreckliches geschehen und es würde mit Sicherheit nicht mehr lange dauern bis die ersten Cops eintrudeln würden. Oder wer auch immer. Der Lilahaarige hatte keine Lust länger als unbedingt nötig vor Ort zu bleiben. Nur wirklich weg konnten sie nicht. Das Gelände war quasi zu einer Mausefalle geworden. Dann trat der Retter von Shinru auf sie zu mit einer schmalen Akte in der Hand. Das hier ist noch von den beiden Begleitern von denen ich erzählt habe, ist vermutlich für den Cop dahinten. Wenn ihr mir einen Gefallen tun könnt und es ihm oder seine Kollegen geben könntet, die hier auch irgendwo sein soll, ich verschwinde wieder dahin wo mich keiner sucht. Damit verschwand der Mann in der Menge. Wie gern würde ich das selbe tun. Vergiß es. Ich hab noch ne ganze Menge Fragen. An Seyrah hatte er gar nicht mehr gedacht. Leider wußte sie jetzt wer er war. Ich bezweifle das sie es für sich behält. Ade ruhige Kugel. Shinru neben ihm fing an zu lachen. Sehr schnell ging das in ein gequältes Husten über. Hör auf meine Gedanken zu lesen. Die waren dir eher ins Gesicht geschrieben. Man mir tut alles weh. Du gehörst in ein Krankenhaus. Bloß nicht. Das heilt schon. Ayano kann ja helfen. Nur weil sie Schichtweise in einer Klinik arbeitet und Medizin studiert, heiß das noch nicht das sie alles versorgen kann. Wir sind eh aufgeflogen. Selbst schuld Jungs. Ihr hättet ja nicht zu dem Rennen gestern kommen müssen. Freiwillig waren wir ja auch nicht da. Nach außen zuckte Tegan nur mit den Schultern.
    Er war müde, so verdammt müde. Der Tag war sehr lang gewesen und machte leider nicht den Eindruck bald dem Ende entgegen zu gehen. Erst hopste Ryu, nach gerade mal vier Stunden Schlaf, um sechs Uhr in der Früh auf ihm rum, dann das Umgestalten des Caravan, jetzt das Rennen welches viel Konzentration abverlangt hatte. Mittlerweile war es nach Mitternacht und er stand mitten in einem verschissenen Kriegsschauplatz. Zwei Elite befanden sich wohl noch auf dem Gelände und keiner wußte was die genau vor hatten. Moment. Drei Elite. Yuma war ja auch eine. Mit den Händen fuhr er sich über das Gesicht. Wäre irgendetwas anders gelaufen wenn sie gestern nicht zu dem Rennen gegangen wären? Er bezweifelte das stark. Viktor fiel ihm auch wieder ein. Den Mann würden sie wohl dem Arbitratorenbüro übergeben. Der brauchte dringend eine Ausbildung. Auch wenn beide schon unterrichtet hatten, von sowas hatte er keine Ahnung und Shinru kam selber erst langsam hinter die richtige Ausführung der Techniken. Solange wir nicht wieder festgehalten werden oder jemand versucht uns umzuerziehen, zu überwachen oder sonstwas kommen wir gern mit. Tegan hob die Hand um seine Kollegin zu unerbrechen die zu einer Erwiederung ansetzte. Da du uns das aber nicht garantieren kannst, werden wir für uns selber sorgen. Deine Absichten mögen noch so nobel sein, dir wurde damals auch übel mitgespielt und weißt somit zu was die fähig sind. Das ist der Grund warum ich mich nie gemeldet hab und es auch gern weiterhin vermeiden würde mit dem Arbitratorenbüro Kontakt zu haben. Leider ist das ja nun nicht mehr möglich und ich muß damit leben. Es war dem Geistbeschwörer anzumerken das er ernst meinte was er sagte. Für ihn war es wie Wahl zwischen Pest und Colera. Shinru brauchte wirklich ein Krankenhaus, schon um weitere innere Verletzungen auszuschliesen. Was ihn selbst betraf war er bei weitem nicht so konsequent. Die letzte Schußwunde hätte auch ein anderes Ergebnis haben können wenn die Kugel nicht glatt seine rechte Schulter durchschlagen hätte. Ayano betrachtete die Narbe immer noch mit bedauern. Ein kleiner Lichtblick in der ganzen Misere war als der Taschendrache seine Freundin fand.




    Recht hat er ja. Schweigend hatte Shinru die Unterhaltung verfolgt. Seine Seite schmerzte wirklich höllisch und es fiel ihm immer schwerer seine Gedanken auf den ruhigen Waldsee in Tegans Kopf zu fokusieren. Egal wie aufgebracht sein Freund auch war, in der Richtung blieb die Lichtung immer friedlich. Lediglich der Himmel spiegelte seine Emotionen wieder.
    Er machte sich auch Sorgen um dem Mann der im Mustang lag. Ihm war bewußt das der dringend unterrichtet werden mußte und er selber das nicht bewerkstelligen konnte. Mitlerweile war er überzeugt es mit der Unterkategorie Empath zu tun zu haben.
    Er selbst konnte bis zu zehn Leute in einem Radius von drei Kilometern miteinandern verbinden. Das ging maximal ein Stunde, danach war er für Tage ausgebrannt und er konnte nicht mal Tegan erreichen. Einerseits war das mal ganz schön einfach nur Ruhe zu haben, andereseits war er so an das unterschwellige Summen gewöhnt das er sogar Schlafprobleme bekan wenn alle zu ruhig war.
    Ich kann ihm nur zustimmen. Soetwas in der Art hatte ich Agend Simmons auch schon gesagt. Er mag uns Arbitratoren nicht. Er hat wohl einen schlimmen Verlust erlitten und macht uns dafür verantwortlich. Es wäre nett von dir wenn du ihn nicht weiter erwähnen könntest. Damit zeigte er auf Tegan. Die Akte kannst du gern haben. Die ist wohl eh für euch bestimmt. Wir werden uns erstmal zurückziehen. Viktor solltet ihr mitnehmen. Bei euch sind da weitaus bessere Möglichkeiten ihm zu helfen als bei uns. Mit zittenden Fingern reichte er Seyrha die Akte von Ketel. Dann nickte er dem Lilahaarigen zu und beide gingen zum Mustang zurück. Mit etwas Kraftaufwand und vielem zureden brachten sie denn Empathen zu Seyrah.
    In seinem Kopf machte sich langsam eine bleiernde Schwere breit. Immer wieder entglitt ihm sein Ruhepol, trotzdem war es relativ still. Durch den Kraftakt mit Viktor hatte die Wunde wieder zu bluten begonnen. Auch wenn nichts lebensgefährlich verletzt war und die Rippe nur angeknaxt, der Blutverlust war nicht zu unterschätzen. Als sie sich zum gehen wandten sackten dem Telepathen die Beine weg.
    Geändert von hakuryu (29.03.2021 um 22:38 Uhr)

  7. #112
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    Nach den Anweisung realisierte Diamond, dass sie das eben gesagte tatsächlich
    laut erwähnte. Ein Umstand der auf ihre enorme Erschöpfung führte. Ein leichtes, kaum hörbares Ausatmen entwich ihren Lippen.
    Antonio wirkte durch ihre Art nun etwas eingeschüchtert und Ayano schien nicht schlecht zu gucken.

    Nun trat die kleine Gruppe den Rückweg an. Diamond staunte nicht schlecht, dass Ayano so gut bescheid wusste. Hätte sie es dem Mädchen
    doch nicht zugetraut. Immer wieder erwähnte sie kurz ihren Fahrer Jack, dass der Mustang diesen ruhig hätte in seine Einzelteile zerlegen können.
    Ayano tat das ganze wohl als einen schlechten Scherz ab konnte Diamond ihre Reaktion jedoch nicht gut genug erkennen, da diese vor ihr lief.

    Die Minuten verstrichen qualvoll hin. Und plötzlich trat ihr Fahrer Jack wieder auf den Schirm. Der junge Mann hielt sich seinen Arm fest, dieser
    hatte durch den Sturz offensichtlich einiges abbekommen. "Oh hey, hab ich da meinen Namen vernommen?", entwich es seinem Mund mit dem üblich,
    freundlichen Lächeln aufgesetzt, als dieser dann jedoch Diamond in der kleinen Gruppe erblickte, weiteten kurz dessen Augen. "Oh hey, Kleine bin ich froh, dass
    es dir gut geht". "Hast das Chaos ja blendend überstanden", das Lächeln wurde breiter.

    Die Atmosphäre wirkte angespannt. Diamond schwieg. Ihr Blick verborgen unter den Haaren, die über ihr Gesicht wirbelten, zeigten eine erdrückende Stille.
    Jack hob beschwichtigend seine Hände um eine jegliche Eskalation zu vermeiden. "Hör mal Kleine.. es war bestimmt nicht meine Absicht.. aber in so einer
    brenzlichen Situation denkt nun mal jeder, als erstes an sich selbst..", er schluckte leicht als immer noch keine Reaktion folgte. "Du bist doch auch hier in den
    Slums aufgewachsen.. oder Kleine, das sehe ich dir doch an.. also denk bitte nicht schlecht von mir". "Ich lad dich gern auf einen Drink ein später und, wenn du
    magst, können wir zu zweit gern diesen furchtbaren Tag gemütlich ausklingen lassen", der junge Mann war wirklich unglaublich.

    Trotz dieses Situation baggerte er Diamond tatsächlich an. Langsam setzte die angehende Clanführerin einen Schritt nach vorne. Man konnte förmlich spüren, dass
    ihr Körper vor Anspannung bebte sie es äußerlich jedoch nur stark unterdrückte. Ihre Augen ruhten nun auf Jack dem sie immer näher kam. Ein eiskalter Ausdruck ruhte
    in ihrem Blick. Antonio schluckte leicht. Jack der von der Statur her gleich groß wirkte, starrte nun auf die Mafiabraut. Grinste leicht, als wäre alles in Ordnung.

    Auch Diamond lächelte nun leicht. Doch ihre folgenden Absichten waren alles andere, als liebreizend. Man hörte nur noch einen schmerzerfüllten Aufschrei ihres ehemaligen
    Fahrers. Er griff mit seiner eh schon verletzten Hand an seine Schulter. Blut floss aus seinem Mund. Er erbrach seinen Mageninhalt woraufhin Diamond leicht zurückwich um
    nicht von der Flüssigkeit erwischt zu werden. In ihrer Hand hielt diese ein vergoldetes Kampfmesser dessen messerscharfe Klinge in der Schulter des jungen Mannes steckte.

    Doch anstatt die Klinge heraus zu ziehen, drehte Diamond diese noch einmal um die eigene Achse. Das widerliche Reißen von Muskeln und Sehnen war deutlich wahrnehmbar.
    Jack flehte, heulte Rotz und Wasser war der Ohnmacht nahe. Nach einer gefühlten Ewigkeit der Tortur entfernte Diamond ihre Klinge. Ihr eiskalter Blick kreuzte den von
    Todesangst überzogenen Jack's. Seine Zähne klapperten immer wieder aufeinander. "Denk bitte nicht schlecht von mir", erwiderte Diamond.

    Das Messer wurde einmal kurz zur Seite geschwungen damit das Blut durch den Schwung leicht abspritzte und in die Halterung gesteckt. Ihr Blick wurde noch kälter, verfiel
    schon fast einem Wahn, der einem das Blut in den Adern gefrieren ließ, als sie ihre goldene Desert Eagle herausholte und den Lauf direkt auf seine Stirn richtete, da Jack
    bereits wimmernd auf den Knien hockte und um sein Leben flehte. "Bitte, bitte.. bitte Kleine.. es.. es tut mir wahnsinnig leid... ic-", er kam nicht mehr dazu. Noch bevor
    Antonia oder gar Ayano noch etwas sagen konnte, hörte man nur noch einen Schuss. Qualm drang aus dem Lauf der Handfeuerwaffe. Jack's Augen klappten zusammen,
    sein Körper kippte nach vorne. Blut spritzte auf den Boden. Diamond hauchte den Qualm aus dem Lauf beiseite, sicherte ihre Waffe und steckte dieser wieder in ihre
    Halterung.

    Ihr Blick richtete sich nun direkt an Antonio der vor Schreck wirkend nach hinten fiel, dann an Ayano, "dann bring uns mal nach Hause". Diamonds Augenbraue hob sich
    nach oben, "keine Sorge ich habe ihn nicht getötet". "Er lebt, vorerst". Es war nun nichts lustiges mehr an Diamond an sich. Nun war Ayano klar mit was für
    einem Menschen sie es zu tun hatte. Einer eiskalten Mafiabraut.
    Geändert von Constantine (31.03.2021 um 02:20 Uhr)

  8. #113
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    "Nein, keine Angst. Sie sind zu Hause. Bei meinen Mann und schlafen bereits."
    Am liebsten würde Yuma jetzt das Weite suchen, aber dafür war es schon lange zu spät. Jetzt musste sie dafür gerade stehen.
    "Yuma lautet mein Name. Zumindest gaben mir ein paar Freunde diesen. Früher nannte man mich einfach nur 729." Stellte sie sich dem Agenten Doug vor ohne die Hand dabei zu geben. Er würde diese Geste vermutlich ablehnen. Nachdem was hier geschah.
    "Sie wollen mich bestimmt verhaften? Nachdem was hier geschah."
    Die junge Frau blieb überraschend ruhig. Selbst nach dem Tod eines ihrer sogenannten Brüder. Auch das ihr ruhiges Leben nun vorbei war. Da konnte selbst dieser einer Schuss aus der ferne nichts daran rütteln.




    Zum Glück, waren die Beiden außerhalb der Reichweite des Amokläufers, aber nah genug um alles zu sehen. Yumiko wollte sich hier nicht einmischen. Nicht wenn Juri dabei war. Allein aus dem Grund, dass sie Angst hatte, dass ihrer Freundin etwas zu stoßen könnte.
    Zum Glück wurde es langsam wieder ruhiger. Auch wenn einige um die Toten trauerten, die Verletzten nach Hilfe schrien und irgendein Idiot noch mit einer Waffe herum ballern muss.
    "Lass uns langsam von hier verschwinden. Das ganze riecht mehr als nur nach ärger."
    Schlug sie Juri vor. Helfen konnten die zwei Frauen sowieso nicht. Hier benötigte man eher erfahrene Helfer nach dem Massaker hier.
    Wäre all dies hier nicht geschehen, wäre es ein wunderschöner Abend gewesen. Vielleicht hätte sie sich auch nicht mehr zurückhalten können, ihr ihre Liebe zu zeigen.

    Doch dies war nun gerade nicht mehr drin. Yumiko suchte vom Dach aus einen Ausgang, aber es gab da keinen mehr. Gut eine Mauer war für sie kein Hindernis. Sie hätte sich eine günstige Stelle gesucht und wäre dort einfach hinüber geklettert.
    Die Frau atmete tief durch. "Vielleicht sollten wir doch denen etwas unter die Arme greifen. Kannst nach einem Kabel oder Seil Ausschau halten? Umso weniger hier herum laufen, desto ruhiger haben es die Einsatzkräfte, sofern hier überhaupt welche vorbei kommen."

  9. #114
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    Douglas beobachtete mit argwohn die Taten des weißhaarigen Mannes, wie er sich an der Waffe zu schaffen machte, dann aber schnell wieder verschwand und die Waffe zurückließ. Douglas hatte ihn damit eh nicht entkommen lassen. Dann aber ignorierte er ihn wieder, seine Verfehlungen waren nicht die Sache des Arbitratorenbüros. So langsam kamen die Menschen wieder hervor, nachdem sie merkten das es ruhiger geworden war und der Mann tot zwischen Yuma und Douglas lag.
    Ein weiterer Schuss brach und ließ Doug kurz aufschrecken, woher der nun kam. Aber es tat sich dann doch nichts weiter und der Agent beruhigte sich wieder. Er blickte Yuma nun fest an. Ja er mochte die Elite nicht, aber sein Gefühl sagte ihm auch, dass es nicht sonderlich klug ist, sich sofort jedem zum Feind zu machen. Er war kein Freund der Abitratoren, zumindest nicht jener, die einfach jede Menge Menschen niedermetzelten. Einer davon lag ja nun schon zu seinen Füssen. Doch diese hier hatte Kinder, hatte einen Mann. Das hielt Douglas schon davon ab, sie in ein tiefes Loch zu sperren, wobei das eh nie seine Intention war. Für ihn war wichtiger zu wissen, was genau vor 3 Jahre geschehen war und wer schlussendlich seine Familie getötet hatte. Es war ihm schon wichtig, herauszufinden, welche Rolle jeder einzelne gespielt hatte, anstatt jedem Arbitrator einfach eine Kugel zu verpassen. Es stimmte schon, im Grunde jagte er sie, aber er tat das nicht blindlings.

    „Nein. Sie sind nicht verhaftet. Aber dennoch wäre es gut, wenn sie mir mal ein paar Fragen beantworten können. Und ich habe viele Fragen. Zu dem Kerl, zu ihnen und warum sie sich offensichtlich so lange versteckt haben. Wenn sie wie der da wären oder zu ihm gehören würden, dann würden wir hier sicher nicht miteinander reden. Einer von uns würde bereits als zweite Leiche neben dem hier liegen.“
    Natürlich war Douglas angespannt, bereit sich zu verteidigen. Immerhin stand er hier einer Arbitratorin gegenüber, die ihm vom rein körperlichen unterlegen war, aber dass sie ja scheinbar doch zu der Elite zählte, wäre es für sie ein leichtes, ihn zu überwältigen, noch bevor Douglas seine Waffe auf sie richten könnte. Dessen war er sich bewusst. Sie trat sicher auf, sah im fest in die Augen und er tat es ihr gleich, versuchte in ihren Augen zu lesen, was sie dachte und tun würde. Sie hatte gehört wie er vor einigen Minuten Verstärkung gerufen hatte und blieb dennoch einfach vor ihm stehen. Entweder war das Dumm, eine Falle oder sie hatte einfach schlicht nichts zu befürchten.

    Während sich die beiden musterten, konnte man allmählich das dumpfe Geräusch vernehmen, welches ein anfliegender Helikopter machte. Stetig kam es näher, wurde lauter und wenn man in die richtige Richtung sah, konnte man zwei Hubschrauber ausmachen. Die beiden Black Hawk Helikopter brachten ein Einsatzteam zu Ort des Geschehens. Gut ausgebildete und schwer bewaffnete Soldaten waren drin, denn die Gefahr war ja noch nicht vorbei, auch wenn die Situation grad ruhig war. Der Rest würde über die Straße kommen, was länger dauerte aber unvermeidlich war.
    „In zwei Minuten landen hier zwei Hubschrauber mit je sechs Soldaten, die das Gelände absichern und ihren ehemaligen Kollegen hier bergen werden. Weitere sind auf dem Weg, das haben sie ja gehört. Ich habe nicht vor, hier ein Kampf zwischen ihnen und unseren Leuten anzuzetteln, immerhin laufen hier offensichtlich so viele Arbitratoren rum…so viel Handschellen habe ich nicht mal dabei. Daher hoffe ich, dass sie kooperieren und mir erklären, wer der hier ist und warum er grad heute hier aufgetaucht ist. Und wer ihm geholfen haben könnte. Immerhin gehörten sie ja mal zum gleichen Team.“

  10. #115
    Händler Avatar von Rosered_Strauss
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    Noch während es in seinem Schädel hämmerte und die Menge um ihn herum am 'toben' war - zumindest fühlten sich die Emotionen, die auf seinen Geist eindrangen, solcherart an - lugte Viktor hinter seiner Deckung hervor, um sich zumindest irgend eine Form des Überblicks zu erhalten. Immerhin würde sein 'Schutz' wohl kaum eine Kugel aufhalten können - da musste er schon außer Reichweite bleiben. Glücklicherweise sollte es jedoch nicht dazu kommen, dass er in die direkte Schusslinie geriet, denn er wurde von einem Mann gepackt und zu einem Wagen geschleift. Es war wohl ein Tag der Wiederholungen - wenn er nicht am Boden lag oder von den Gefühlen anderer erschlagen wurde wurde er wohl in fremder Leute Wagen bugsiert. Es war eben ein durch und durch seltsamer Tag. Im Angesicht all dieser Umstände blieb er jedoch ruhig, ja beinahe losgelöst; sah man mal von seinem Dann und Wann wieder schmerzverzerrtem Gesicht ab, das den Ansturm auf sein Inneres widerspiegelte. Was konnte er auch anderes tun? Ihm war, als ob er in einen Film geraten wäre. Von einem Moment zum Nächsten hatte sich sein ganzes Leben aufgelöst, er hatte erfahren dass es noch Andere wie ihn gab und er womöglich sogar lernen konnte mit diesem Fluch umzugehen.

    Fast musste er trotz allem Schmunzeln, als ihm eine passende Komposition einfiel - ein Bildnis, dass sein Innenleben nach all diesem Aufruhr perfekt wiedergeben würde. Mit Ölfarbe musste es gemalt werden, auf einer ausreichend großen Leinwand, damit auch die notwendigen Details darauf Platz fanden und nicht einfach untergingen. Hier war er - draußen starben gerade Menschen und er dachte über Malerei nach. "Wie absonderlich..." murmelte er und schüttelte den Kopf, angestrengt versuchend diesen frei zu bekommen. Er sah aus der Scheibe zu den Männern und Frauen hinüber, die ihn aufgelesen und mitgenommen hatten. Im Gegensatz zu den anderen jungen Leuten hatten diese ihm helfen wollen. Am liebsten würde er sich erkenntlich zeigen - doch er hatte leider keine Ahnung wie. Er würde sie fragen müssen... Im Moment jedoch konnte er dies nicht tun. Dort drüben sah alles nach einem wichtigen Gespräch aus, das wurde auch von den flüchtigen Emotionen unterstrichen, die er aus dieser Richtung auffing. Da sich jetzt immer weniger Leute hier befanden war sein Kopf klarer als seit langem, was es ihm ermöglichte möglichst wach zu bleiben.

  11. #116
    Siedler Avatar von hakuryu
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    Die Reaktion von Jack auf Diamonds Anblick irritierte Ayano. Der besaß doch wirklich die Frechheit die Frau neben ihr anzubaggern. Dia stand sichtlich unter massiver Anspannung und das leichte aber eiskalte Lächeln auf ihrem Gesicht verhieß nichts Gutes. Selbst Ryu hatte das bemerkt und war aus dem Kuscheloutfit in seinen normalen Schuppenpanzer gewechselt. Was dann geschah passierte so schnell das die Studentin nicht reagieren konnte. Und irgendwie wollte sie auch nicht. Das was der Kerl gemacht hatte verdiente diese Behandlung. Zumindest verstand die Schwarzhaarige die Intension der Mafiabraut auch wenn sie den Messereinsatz nicht wirklich gutheißen konnte.
    Leider ließ Diamond die Sache nicht auf sich beruhen und zog ihre Desert Eagle und schoß ohne zögern auf den vor ihr knieenden Mann. Krallen bohrten sich leicht in ihre Schulter ohne zu schmerzen oder sie gar zu verletzten. Antonio setzte sich unfreiwillig auf den Hosenboden. Diamond hingegen schaute Ayano direkt in die Augen. Dann bring uns mal nach Hause. Keine Sorge ich habe ihn nicht getötet. Er lebt, vorerst. Wenn seine Wunden nicht sofort versorgt werden hat der keine Chance. Unerschütterlich erwiederte sie den Blick der Frau. Blut störte sie nicht und Wunden im allgemeinen war sie gewohnt, aber die Kaltblütigkeit jagte ihr einen Schauer durch den Körper.
    Nicht nur sie war alarmiert. Ein Knurren erklang neben ihr und Ryu wurde sichtbar. Nur auch jetzt wieder in einer anderen Gestalt und deutlich größer als normal. Schützend hatte er Schweif und Schwingen um die Freundin seines Herrn gelegt und fixierte Diamond. Antonio stieß einen spitzen Schrei aus. Die restlichen Umstehenden hatte beim ziehen der Schußwaffe schleunigst das Weite gesucht. Einige zielten hingegen auf die Gruppe und steckten erst langsam ihre Waffen wieder ein als die Vize der Deers keine Anstalten machte die ihre ein weiteres mal zu nutzen. Bei Diamond wanderte lediglich eine Augenbrauche nach oben und sie wich ein wenig zurück, den Geisterdrachen auf ihrer Schulter immer im Blick behaltend. Bist du auch eine von denen? Da klang eindeutig Haß in der Stimme von Antonio mit. Nein. Ich bin ein normaler Mensch. Ryu gehört zu jemand andern. Sie ging an ihren Begleitern vorbei und sah sich die Wunden von Jack an. Wenigstens ging die Kugel durch. Mit dem Taschenmesser, welches wohl Antonio gehörte, zerschnitt sie die Klamotten des Verletzten. Ich brauch zwei Steine, ungefähr so groß wie meine Faust. Wenigstens ein Druckverband sollte drauf. Die Linke Schulter kann er vergessen sofern da kein Fachmann alles zusammenflickt. Als sich keiner rührte sah sie auf. Keiner ihrer Begleiter hatte sich bewegt und die Blicke konnte nicht unterschiedlicher sein. Einer total verängstigt zwischen den Frauen hin und her huschend und der andere eine Mischung zwischen teilnahmslos und eiskalter Wut.
    Ayano seufzte. Bist du mal so lieb? Der hier würde sonst verbluten. Dabei strich sie dem Drachen über den Kopf. Die sonst beruhigende Wirkung blieb aus. Ein deutliches Zeichen dafür das etwas ganz und gar nicht in Ordnung war. Bitte. Wenn sie was machen wollte hätte sie es bereits getan. Widerstrebend und immer noch Dia anknurrend stieg Ryu von ihrer Schulter, wurde bis auf ein Flimmern unsichtbar und tauche nur Augenblicke später wieder mit Betonbrocken im Maul wieder auf. Schnell wickelte sie diese zweimal in die Stoffstreifen und preßte sie dann auf die Wunden die sie dann straff verband. Eigendlich ist das viel zu schade um meine Arbeit. Dankend strich sie wiederholt über den Kopf des Drachen bis dieser seine normale Form wieder angenommen hatte. Ebenso veränderte sich seine Stofflichkeit sodas er kaum noch zu sehen war. Aus der Ferne war ein regelmäßiges "Wupp Wupp" zu hören. Die Mafiavize sah nach oben und versuchte auszumachen ob das schon ihre Einsatzkräfte waren. Der Taschendrache drängte sie jetzt regelrecht vorwärts und lotste sie durch die Menge in eine ganz bestimmte Richtung. Endlich erreichten sie den großen Kreis der sich um den Toten und die Anderen gebildet hatte.



    https://i.pinimg.com/originals/99/86...ca8cf5cda1.jpg ryu auf ayanos schulter bei dia
    https://encrypted-tbn0.gstatic.com/i...3MgnQ&usqp=CAU ryu normal
    https://i.pinimg.com/originals/0e/7b...ffd65599cf.jpg dauerzustand bei ihr
    Geändert von hakuryu (30.03.2021 um 11:20 Uhr)

  12. #117
    Händler Avatar von Constantine
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    Diamond wich ein wenig zurück nachdem eine Drachen ähnliche Gestalt materialisierte, wanderten ihre Augenbrauen nach oben. So etwas war ihr im Leben noch nicht begegnet. Eine interessante Sache. Das Wesen knurrte, fauchte, fletschte Zähne. Ein Umstand der zwar erschreckend war da Diamond jedoch bedrohliche Situationen in ihrem Leben gewöhnt ist, ist es kein neuer Umstand.

    Antonio stieß einen spitzen Schrei aus. Während Ayano Jack behandelte der inzwischen ohnmächtig war, blickte Diamond verachtend auf den Mann herab. Nachdem die junge Frau fertig war, drängte die Drachengstalt die Gruppe an einen Treffpunkt wo bereits eine kleine Gruppe um einen toten Stand.

    Die Schmerzen wurden immer unerträglicher. Jetzt da das Adrenalin nachließ und der Körper im Erholungsmodus fuhr, wurde auch ihre Atmung immer schwerer. Sich die Augen reibend, richtete sie ihr Haupt in den pechschwarzen Nachthimmel. Das deutliche Geräusch von Rotorenblättern erreichte ihrer aller Ohren.

    Plötzlich tauchte eine weitere Flugmaschinen im gleichen Luftraum auf und erreichten als Erste den Einsatzort. Der Helikopter umkreiste die gesamte Kaserne, als Scheinwerfer die kleine Gruppe anleuchteten, hielt die Maschine mitten in der Luft. Vier schwer bewaffnete in militärischer Kleidung gehüllte Soldaten seilten sich ab, landeten auf den staubigen Untergrund.

    Die laufenden Kleiderschränke richteten ihre Blicke in sämtliche Richtungen und als sie Diamond erblickten, liefen diese zu ihr nur um kurz auf die Knie zu gehen und ihren „Boss“ begrüßten. „Sichert die Umgebung“, erwiderte Diamond der das Atmen sichtlich zu schaffen machte. „Bergt soviel lebende wie ihr könnt“. Ihre Augen wanderten nun zu den schweren Toren die noch alle samt verschlossen waren und somit eine sichere Flucht verhinderten.

    „Sprengt den Ausgang damit wir erstmal aus dieser Schlachtbank“. Sie knickte leicht ein und sackte vor Erschöpfung auf ihre Knie dabei dann der Schweiß ihr Gesicht herunter. Mit leichtem Entsetzen, half einer ihrer Handlanger ihr auf. „Was ist mit denen?“, der Blick des Soldaten sprach Bände, als dieser Ayano erblickte. „Sie gehört zu mir kein negatives Aufsehen wir sind heute nicht zur Einschüchterung hier, sondern zum helfen“, „ja Boss“.

    Die Männer machten sich nun auf den Weg das Gelände zu sichern. Plötzlich stand ein Mediziner vor ihr und begutachtete ihre Verletzungen. Stillschweigend flickte dieser Diamond wieder zusammen. „Weitere Behandlungen kann ich erst in unserer Anlage vollziehen“, ein Nicken war ihre Antwort. „Untersuch als nächstes die beiden die in meiner Begleitung sind dann den Rest der kleinen Gruppe dort drüben“.

    Ihre Augen ruhten nun auf Douglas. Von der Art und Aufmachung her vermutlich ein Schnüffler. Ein Seufzen entwich ihr. Sie schaute noch einmal kurz zu Ayano zurück nach dem diese und Antonio medizinisch versorgt wurden, schritt die angehende Clanführerin auf Douglas zu, erblickte dabei drei weitere Gestalten die sie aus dem Wrack befreiten für die sie aber nur einen kurzen Blick übrig hatte.

    Endlich erreichte sie die Gruppe. Nun hatte Diamond einen klaren Blick auf den Toten bei dem noch eine junge Frau stand? Diamond sprach Douglas ohne zu zögern an und stellte sich ihm nur namentlich vor. „Diamond Constantine, sie haben in diesem Fall die Leitung?“. Ihr Tonfall wirkte kalt aber nicht respektlos. „Gibt es schon nähere Informationen zu diesem unnötigen Blutbad?“. „Meine Leute sichern bereits das Gelände.. natürlich bin ich gewillt mit ihnen zu kooperieren“, dabei hielt sie sich immer wieder ihre Hand an der schmerzenden Rippen und wartete geduldig auf eine Reaktion des Ermittlers.

    Vor der Kaserne sammelten sich drei weitere bullige Geländewagen. Die Insassen alle samt Kleiderschränke und bewaffnet. Der Befehl das Tor aufzusprengen, erreichte die Männer per Funkspruch. Und so bereitete sich das Gefolge auf die Sprengung der schweren Stahltüren vor. Es folgten zwei kurze Explosionen, dann noch eine weitere.
    Geändert von Constantine (31.03.2021 um 16:19 Uhr)

  13. #118
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    Die Nacht der Engel...


    Doug sollte wohl noch länger, auf eine Antwort warten.
    Es lag nicht an die befragte Person. Nein, eine weitere Gruppe stieß zu ihnen.
    Außerdem waren die angeforderten Hubschrauber schneller hier, als gedacht. Nur stammten sie nicht vom Büro.
    Männer seilten sich ab. Vier an der Zahl.
    Die Jugendlichen zuckten kurz ihre Waffen. Sei es neun Millimeter oder dann doch etwas größeres. Eine falsche Bewegung, hätte für ein nettes Gewitter aus Blei und Vollmantelgeschossen gesorgt.
    Jedoch hatten diese vier Profis nicht vor in die Menge zu ballern. Sie gingen stattdessen zu ihrem Boss.
    Sie gab denen Anweisungen und wandte sich später dem Ermittler zu.
    Natürlich hatte diese Braut keine Befugnisse. Egal, wer sie auch war.
    Der Rest ging dabei vollkommen unter.
    Explosionen waren zu hören. Zwei waren es, gefolgt von einer dritten, die jedoch viel lauter war als die anderen zuvor.
    Diamond hört nur kurz über Funk, dass eines ihrer angeforderten Fahrzeuge, in tausend kleine Stücke gesprengt wurde. Drei ihrer Männer Tod und der vierte rannte, brennend im Kreise herum bis dieser zu Boden ging.
    Ein Fahrzeug setze sich in Bewegung. Weg vom Tor. Darauf erfolgte eine weitere Explosion. Das Fahrzeug und deren Insassen wurden sofort gegrillt, sowie in mundgerechte Häppchen zerlegt.
    Den Anderen wurde klar, dieses Gebiet hier, war vermint.
    Vermutlich Panzerminen. So wie die Fahrzeuge zerstört wurden. Damit kamen sie nicht mehr weiter oder gar zurück.
    Klar wurde die Mafiabraut sauer. Wie konnten ihre Leute diese Falle nur übersehen?
    Ihre Antwort sollte sie sofort bekommen.

    "Meine Damen und Herren." Eine Frau war zu sehen. "Ich hoffe, euch hat der Abend gefallen." Sie warf etwas zu den SUV´s worauf eine weitere Explosion folgte.
    "Oh entschuldigt mein Verhalten, aber sie waren nicht eingeladen." Der Hubschrauber hielt mit seinem Scheinwerfer genau auf sie zu.
    "Im Rampenlicht stehe ich nun. Im Licht gebadet. Im Licht werde ich Leben und ihr meine kleinen Lämmer, solltet uns nicht vergessen. Nicht war Herr Ermittler?" Jetzt wussten es alle, dass hier ein Bulle anwesend war.
    "Keine Sorge, ihr Lämmer der Nacht, des Blutes und der Angst. Er wollte von euch nichts. Nein er wollte nur einen haben und stattdessen bekam er eine ganze Hammelherde. Nanu?"
    Sie suchte jemanden, fand aber diese Person nicht in der Menge.
    "Wo ist er den? Schon weg? Schade. Dabei wollte ich ihn zum Frühstück einladen. Na egal. Ich verabschiede mich mit einem Knall. Diese Fliege nervt ein wenig und mein Freund im Dunklen juckt es mächtig in den Fingern. Er steht voll auf Feuerwerk. Genießt es, es könnte euer letztes sein. Ach, er wollte noch etwas." Sie überlegte kurz. "Hab es vergessen, bye bye." Sie sprang von der Mauer herunter.
    Darauf war etwas zu hören. Einige konnten es sogar erraten, was es war. Doch zu spät. Ein Fahrzeug, durchbrach ein Garagentor. Das acht-achsige Gefährt hatte etwas geladen. Etwas, womit selbst Doug nicht gerechnet hatte und einen gewissen Waffennarren die Kinnlade hinunter fallen würde. Es handelte sich um einen WS51200 Militär Fahrzeug. Natürlich trug es auch etwas großes. Etwas womit man die ganze Gegend in Schutt und Asche legen konnte.
    Gefahren wurde es von einem Mann. Er rauchte während der Fahrt und trug eine Sonnenbrille bei dieser Dunkelheit. Spaß schien er auch zu haben.
    Das Gefährt blieb stehen, stellte sich langsam auf. Die Jugendlichen rannten erneut los. Zumindest die, die es noch nicht geschnallte hatten, dass diese Rakete nicht auf sie zielte, sondern zielte eher etwas in der Luft. Der Mann stieg aus und drückte auf eine Fernbedienung.
    "Das wird ein schönes Feuerwerk. Beachtet aber nicht mich, sondern das Meisterwerk aus alter Zeit."
    Kaum waren diese Worte ausgesprochen, startete das Triebwerk der Rakete. Jetzt konnte man auch ganz klar erkennen, von wem dieses Geschoss stammte. Ein russisches Modell mit viel, sehr viel Sprengstoff gefüttert.

    Die alte Rakete flog nun los. Auf ihr angepeiltes Ziel, den Heli. Der Pilot konnte nur mit mühe dem Geschoss ausweichen und trotzdem hatte es etwas getroffen. Dougs kleine Drohne. Sie war nun futsch.
    Ein lauter Knall war zu hören. So laut, dass alle ihre Ohren zu hielten. Die große Explosion blieb merkwürdiger weise aus. Nein ein großes Feuerwerk war stattdessen zu sehen.
    Es war so hell am Nachthimmel, dass man schon meinte, es war mitten am Tag, vielleicht sogar noch heller.
    Minuten lang blieb es hell und bunt. Dann war Schluss mit dem Zauber. Das Fahrzeug stand noch da, der Motor lief. Die Tür weit offen, aber keine Spur von dem Fahrer.

    Jetzt hatten wirklich alle die Schnauze voll und wollten nur noch nach Hause. Doch die Tore blieben verschlossen. Diamonds Männer waren alle Tod. Gesprengt, gegrillt, lagen sie im Dreck.
    Einzig ihr Hubschrauber blieb verschont.

    Doch dieses Fluggerät sollte nun nicht mehr allein sein. Es folgten zwei weitere. Endlich war die Verstärkung da, die Doug angefordert hatte. Dann lief alles ganz schnell ab. Einer landete sogar. Die Türen wurden aufgerissen. Bewaffnete Männer traten aus dem Gefährt heraus.
    Sie sicherten nur die Landezone oder vielleicht sogar jemanden von einer höheren Position?
    Als die Lage geklärt war, trat eine Frau aus dem Black Hawk heraus.
    Sie wirkte nicht wirklich freundlich. Immerhin war sie hier auf einem Schlachtfeld. Drinnen und draußen sah sie nur Leichen.
    "Tor sprengen und Ausgang sichern. Ich möchte nicht noch mehr Opfer." Einer der Soldaten nickte, gab die Anweisungen weiter. Beim zweiten Black Hawk wurde die Tür geöffnet. Ein Mann hielt eine Waffe, zielte kurz, drückte ab und in kurzer Zeit wurde das schwere Tor von einem Geschoss Geschoss. Das Geschoss explodierte nicht wirklich. Es verteilte nur eine Flüssigkeit darauf, welche begann, das Tor regelrecht zu zersetzen. Bis es praktisch von selbst nach gab und umfiel.
    Damit war nun endgültig Schluss mit der Mausfalle. Die Jugendlichen ließen ihre Fahrzeuge zurück und stürmten in die neu gewonnene Freiheit.
    Die Frau beurteilte kurz die Lage. Scheinbar traten die zwei den Rückzug an. Also gab es nichts mehr, wovon man sich fürchten musste. Daher ging sie zu Doug und der Mafiabraut rüber.
    "Sie haben ja für ganz schön aufsehen gesorgt, dies ist doch gar ihr Stil, Fräulein Constantine. Ihre Lakaien können sie gern von dem Eingang aufkratzen. Ein Eimer sollt genügen. Viel ist ja von denen nicht übrig geblieben und jetzt verschwinden sie von hier. Ansonsten muss ich ihren Boss ein paar unschöne Fragen zu dem hier stellen und ihr wollt ja nicht, dass ich tief, sehr tief bohre."
    Eine Warnung die es in sich hatte.
    Nun wandte sie Doug zu. "Herlay, mein Name. Ich muss ihnen wohl keine weiteren Details nennen.
    Ich übernehme hier die Leitung. Herr Cross wurde bereits benachrichtigt. Sie übergeben mir alle anwesenden Arbitratoren und danach werden sie ausgeflogen."

    Yuma konnte alles mit anhören. Diese Frau Herlay machte ihr schon etwas Angst. Daran lag es nicht nur bei ihrem auftreten. Nein, ein kurzer Blick hatte gereicht.
    Am liebsten wäre die junge Mutter sofort los gerannt, aber sie wollte nicht so einfach verschwinden. Sie ließ einen Zettel fallen. Unauffällig, ehe sie sich unter den flüchtenden Jugendlichen untertauchte.
    Geändert von Auren (01.04.2021 um 19:24 Uhr)

  14. #119
    Tourist Avatar von Gosti
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    Juri hatte eigentlich die selbe Einstellung wie Yumiko, vor allem solange ihre Freundin hier war, und somit in Gefahr... Das wichtigeste war jetzt wirklich Yumiko in Sicherheit zu bringen, aber natürlich hatte das Mädchen einen etwas besseren Moralischen Kompass als die Diebin, die zwar auch irgendwie helfen wollte, aber ihr eigenes Wohl, und das von Yumiko, kam vor allem anderen.
    Somit kletterten die Beiden halt runter auf die Straße, sich vom Kasernen-Gelände selbst fern haltend während da die Situation immer mehr zu eskalieren begann, was Juri wirklich veranlasste sich zu fokusieren, so dass sie etwas kommen sehen würde was sie oder Yumiko betreffen würde, auch wenn sie das ziemlich ausbremsen würde, doch so chaotisch wie alles gerade war könnte man sich das einfach auf die Panik herausreden.

    Zusammen versuchen sie die Fluchtwege freizuräumen, und die Leute zu lotsen dass sie so abhauen konnten, sogar so weit gehend dass man ein Loch in den Zaun schnitt so dass die Leute dort aus der Kaserne flüchten konnten, wenn auf diese Weise allerdings auch weitere Leute in der Panik umgestoßen und zusammengetreten wurden... Es war wirklich wie im Krieg hier, und die Ankunft der Helis trug nur noch mehr dazu bei dass man das Gefühl hatte hier würden gleich Bomben einschlagen, und als die Militärfahrzeuge in die Luft flogen war klar dass das hier ein Kriegszustand war...
    Zumindest konnte Juri Yumikos Sicherheit gewähren und sie in eine Gasse ziehen als wild herumgeschossen wurde, bevor sie sich wieder an die Arbeit machten die Verwundeten von dem Feld wegzuziehen und beim Evakuieren zu helfen. Als die zwei damals in die Slums zogen und dabei bei den Hilfsdiensten ihre Unterstützung anboten hätten sie nie gedacht dass mal eine Unterstützung in solchem Ausmaße benötigt wird, aber zumindest taten sie was sie konnten, und durch Juris kleine Geheimwaffe konnte sie schon Sekunden bevor etwas explodierte sagen dass die Leute in Deckung gehen sollten. Dabei achtete sie auch gar nicht mehr darauf wem sie hier half, hauptsache den Leuten wurde geholfen

  15. #120
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    Yuma kam gar nicht zum Antworten, da mischte sich auch schon diese Mafiabraut ein. Douglas war alles andere als begeistert, so wie sie auftrat, und auch wenn sie ihre Hilfe anbot, das letzte was Douglas wollte war, dass irgendein Warlord hier zum Helden der Nachbarschaft ausgerufen wurde, weil seine Männer die Arbeit der Behörden machten. Doch soweit kam es gar nicht und noch bevor Doug etwas erwidern konnte, gab es einen lauten Knall. Eine Explosion, dessen war sich Douglas sicher. Kurz darauf folgten weitere Detonationen, aber die Tore blieben geschlossen. Damit war klar, dass die Hilfe von außen selbst einem Anschlag zum Opfer gefallen war. Er vermutete, dass es Diamonds Männer waren, nicht die der regulären Einsatzkräfte. Er hatte immerhin nicht alles gehört, was sie über Funk angeordnet hatte.

    Dann eine weibliche Stimme. Woher die kam, war auf den ersten Blick nicht zu erkennen, aber als die Frau vom Scheinwerfer eingefangen wurde, blickte Douglas auf. Das erste was ihm auffiel war ihre Art zu reden. Es klang sehr hochnäsig und machte deutlich, dass sie sich hier für die Überlegende hielt. Gut, sie konnte das wohl auch untermauern, nahm sie die Explosionen vor dem Kasernentor ja im Grunde auf ihre Kappe. Und sie wusste auch von ihm und das wussten nun wirklich nicht sehr viele und bis auf Shinru, Seyrah und seid ungefähr 5 Minuten Yuma. Mehr sollten es seinem Kenntnisstand nach nicht wissen. Vielleicht würde es sich der ein oder andere schon zusammengereimt haben, aufgrund der letzten Vorkommnisse, aber die breite Masse wusste es ja nicht. Bis jetzt. Gut für ihn war aber immerhin, dass sie nicht gleich auf ihn zeigte, sonst bräuchte er die Verstärkung schneller, als ihm lieb ist. Und sie wusste auch, was er hier wollte und das wusste dann wirklich keiner.
    Der Hubschrauber über ihren Köpfen war nun nicht wirklich leise, aber dennoch konnte man den bulligen Motor hören, der gestartet wurde und wie kurz darauf ein Garagentor einfach durchbrochen wurde, als wäre es aus Pappe. Das Gefährt was da raus donnerte, ließ Doug schlucken. Er hatte so etwas bisher nur auf Bilder aus Geschichtsbüchern gesehen, doch nun stand so ein Monster tatsächlich vor ihm. Er wusste auch um die Ladung solch mobiler Abschussrampen. Die Russen hatten etliche solcher schweren LKWs im Einsatz, selbst nach dem kalten Krieg noch. Sie nutzen sie für ihre Mittelstreckenraketen SS-20.
    Nuklearwaffen. Es dauerte zwar immer eine Weile, bis sie abschussbereit waren, aber auch nicht so lange, das seine Anrückenden Truppe noch hätten eingreifen können. Der Mann stieg aus – die Frau war schon verschwunden – und betätige eine Fernbedienung. Stützen des LKWs fuhren aus, gaben dem Gefährt weitere Stabilität. Der Raketenkanister stellte sich auf und Douglas hoffte in dem Moment nur, dass nicht wirklich eine Atomrakete in dem mobilen Silo ist, denn sonst wäre ihr aller Leben gleich vorbei. Die Rakete würde aufsteigen und wenige Minuten später zurückkommen und die ganze Stadt zerstören. Flucht war sinnlos.

    Mit ersterem behielt Douglas auch recht, die Rakete zündete und stieg auf. Dabei erwischte sie seine Drohne, doch das bemerkte Douglas nicht mal. Glücklicherweise irrte er sich aber mit dem zweiten Teil und eine nukleare Vernichtung blieb aus. Es gab tatsächlich ein Feuerwerk, was zu beginn so hell war, dass man gar nicht hinsehen konnte. Tatsächlich ein Feuerwerk und was für eins. Aber schnell war der Spuk vorbei und der Mann ebenfalls verschwunden. Während viele noch etwas verwundert nach oben sahen, sich dann etwas ratlos umsahen nach diesem Auftritt, kam dann auch Douglas seine Verstärkung. Ein Black Hawk bleib in der Luft, kreiste um den Ort des Geschehens und drängt den Helikopter der Mafia etwas zurück. Scheinbar wollte der sich nicht mit bewaffneten Helis anlegen. Douglas wunderte sich etwas darüber, dass beide Black Hawks mit Bewaffnung unterwegs waren, doch der Grund sollte sich ihm bald schon offenbaren. Der zweite Helikopter landete nicht weit entfernt und die ausströmenden Einsatzkräfte schienen erst mal nur die Landezone zu sichern. Dann stieg Miss Herlay aus. Im Grunde die Chefin seines Bosses, jedoch nicht dem Arbitratorenbüro angehörig, nein sie saß im Stadtrat oder stand dem zumindest sehr nahe. Die hätte er nun wirklich als letztes hier erwartet. Kurz darauf war das Kasernentor dann auch Geschichte und wie erwartet strömten die Massen nach draußen. Douglas schätze das als Kalkül ein, man sollte sich nicht so sehr auf sie konzentrieren. Dann kam sie zu ihm rüber. Diamond watschte sie einfach verbal ab und ließ zu keiner Sekunde einen Zweifel daran, dass sie hier das Sagen hatte. Douglas ging daher nicht weiter auf Diamond ein, die sich auch kurz darauf Zähneknirschend entfernte. Miss Herlay sahg ihr nur kurz nach, dann wandte sie sich wieder Douglas zu und stellte sich vor. Yuma war indes klammheimlich abgetauscht. Sie hatten sich beide noch nie persönlich getroffen, er kannte sie nur aus einigen Fernsehberichten, sonst hatte er so ja nichts mit ihr zu tun. Sein Boss war Cross, doch war sie der Chef von ihm und hatte damit auch mehr zu sagen als Cross. Kurzum, egal was sie wollte, Douglas würde gehorchen müssen, bis zu einem gewissen Grad.
    „Agent Douglas Simmons, wenn sie das nicht schon wissen.“, antwortete er. Das sie aber nun die Leitung dieses Einsatzes an sich riss, gefiel ihm dann weniger. „Alle Anwesenden? Das dürfte schwer werden.“
    Miss Herlay zog eine Augenbraue nach oben, Douglas verstand die Geste. Sie wollte eine Erklärung. Die konnte sie haben. „Nun, zwei sind auf der Flucht, ich denke zumindest das es sich dabei um Partner von dem da handelt.“ Dabei deutete Douglas auf die Leiche in unmittelbarer Nähe. „Das dürften auch mit Abstand die gefährlichsten sein, die wir seit langem aufgespürt haben. Leider bin ich aus offensichtlichen Gründen nicht dazu gekommen, jemanden zu verhaften. Ich kann auch nicht mit Sicherheit sagen, wieviel genau hier eigentlich rumlaufen, aber ich weiß von einigen, die sich aber sicher grad aus dem Staub machen. Und die nun in der Menge finden, dürfte schwer sein. Genaue Details können sie dann meinem Bericht entnehmen, sobald wir die Umgebung gesichert und gründlich Untersucht haben. Momentan ist das beste was wir haben der Tote. Seine Identität dürfte uns möglicherweise sagen, wer seine Partner sind.“ Douglas spekulierte darauf, dass die beiden Flüchtigen ebenfalls der Elite angehörten und daher etwas in der Datenbank zu finden sein müsste.

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