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  1. #121
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    Plötzlich tauchten zwei weitere Gestalten auf. Aus dem Funkgerät welches ihr ihr Handlanger übergab, hörte man nur noch kurz einen Aufschrei. Dann folgte Stille. Aus einem der Black Hawks stieg eine Frau aus die einen dominanten Eindruck machte und gleich von Beginn an klarmachte, was Sache war. Auf ihren Kommentar hin, dass ihre Handlanger vom Boden aufgekratzt werden sollte, verfinsterte sich Diamonds Blick. Ihre Hand war zur Faust geballt. Während ihre Handlager vor den Toren elendig starben, versuchte Diamond ihrem Gegenüber nicht sofort das Genick zu brechen. Die Fingernägel gruben sich tief in Handinnenfläche, Blut tropfte auf den Boden. „Genießen sie ihre Position Mrs. Herlay“, erwiderte ihr gegenüber mit einem kalten Unterton.

    „Ein Wort der Warnung... sollten sie zu tief graben, könnten sie irgendwann den Ausgang nicht mehr finden“. Es brachte jetzt absolut keinen Mehrwert, wenn Diamond auf Grund dieses Fehlschlages jetzt für weitere Anspannung sorgte. Während sie die beiden Agenten alleine ließ und Zähne knirschend davon lief, züchte sie ihr Telefon. Am anderen Ende der Leitung erklang die Stimme ihres Bosses. „Wir haben ein gewaltiges Problem“, begann Diamond ruhig zu erklären. Schweigen. „Das Rennen war ein kompletter Fehlschlag irgendwelche Schwachköpfe wollen tatsächlich einen Krieg anfangen, dass Gleichgewicht ist in Gefahr“. „Wir haben einen Totalverlust“.

    Ein seltener Wesenszug von Diamond war in ihrer Stimme wahrnehmbar. Wut, Trauer. „Dann haben wir noch ein weiteres Übel.. Mrs. Herlay ist hier urplötzlich aufgetaucht und lässt schön Grüßen“. „Ich bin immer der Ansicht, dass wir unsere Feinde mit einbeziehen und einen Nutzen aus jeder Situation ziehen, dass weißt du Boss, aber dieser Frau sollte mal dringend beigebracht werden, wann eine Grenze überschritten wird“. „Natürlich nur als Abschreckung“.

    Dann endlich sprach das Oberhaupt der Deers, „komm erst mal nach Hause ich schicke dir ein Fahrzeug was dich abholt“.
    Geändert von Constantine (13.04.2021 um 20:15 Uhr)

  2. #122
    Siedler Avatar von hakuryu
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    Das die Mafiabraut so schnell Hilfe bekam verwunderte Ayano dann doch. Andererseits zeigte es die Effiziens ihrer Organisation. Es folgten mehrere Explosionen die dann wohl doch nichts brachten außer massive Verluste bei Diamond. Zumindest vor den Toren. Jetzt versuchte ein Arzt sie zu untersuchen was die Studentin kategorisch ablehnte. Sehr zur Verwunderung des Arztes selbst. Eher zählte sie die Verletzungen von seinem Boss auf und wie zumindest die Schulter behandelt worden war.
    Als dann der mobile Raketenwerfer auftauchte brach schon wieder Panik unter den Anwesenden aus. Sie selbst hatte eine heiden Angst und hätte sich am liebsten verkrochen. Nur war das hier und jetzt nicht machbar. Glücklicherweise wurde der Heli verfehlt und es folgte wirklich nur ein grandioses Feuerwerk. Netterweise wurde so das Gelände gut ausgeleuchtet und der Geisterdrache lotste sie dann letztlich zu Tegan. Antonio war ihr immernoch gefolgt. Sein Blick glitt nicht von dem Taschendrachen auf ihrer Schulter der sich von dort nicht wegrührte. Sie verpaßte die Ankunft der weiteren Helikopter und so auch die Vorstellung der Insassen. Sie sondierte erst den Zustand von Viktor. Dann überflog sie Seyrah und Tegan nur um beim Anblick von Shinru ein wenig Farbe im Gesicht zu verlieren. Jetzt war ihr auch klar warum Ryu sich nicht beruhigen ließ.




    Tegan hatte reflexartig zugegriffen als die Beine seines besten Freundes wegsackten. Tu mir das jetzt nicht an. Wir haben schon genug Probleme am Hals. Als wenn ich simulieren würde. Klappe und stillhalten. Doch bevor er sich alles genau ansehen konnte erschien der erste Heli. Dann ging alles sehr schnell. Explosionen, ein mobiler Raketenwerfer brach aus einer der Garagen. Eigentlich dürfte es sowas gar nicht mehr geben und schon gar nicht hier wo schon vor Jahren alles verwertbare geplündert worden war. Allerdings hatte das Ganze etwas gutes. Der Arbitrator sah nicht nur den Fahrer, sondern auch die Geistbeschwörerin. Die kenne ich nicht. Sollte jetzt aber kein Problem sein deren Identität raus zu bekommen.
    Die Rakete allerdings machte ihm Sorgen. Die Bezeichnung Feuerwerk konnte alles bedeuten. Auf jeden Fall ging er von weiteren vielen Verletzten und Toten aus. Das es letztlich doch nur ein Feuerwerk war ließ ihn aber nicht aufatmen. Da sie sich immer noch nur am Rande des Kreises um die Leiche und dem Ermittler befanden wurden sie nicht über den Haufen gerannt.
    Durch Ryu gesellte sich dann auch seine Freundin zu ihnen. Immer noch gefolgt von dem Fahrer von Seyrah. Diese stützte immer noch Viktor dessen Blick nicht so ganz abwesend war wie noch vor ein paar Minuten. Ayano allerdings erblaste als sie Shinru gewar wurde. Alles andere ausblendend untersuchte sie ihn. Das Projektil ist raus? Ja, wurde netterweise von einem Telekineten entfernt. Wie bitte? Völlig perplex sah sie den Lilahaarigen an, die Antwort kam aber von Shinru. Ja. Nu schau nicht so. Er meinte das die Rippe auch nur angeknaxt sei. Frag mich nicht wie er das gemacht hat. Verdammt tut das weh. Der Verband war mittlerweile durchgeblutet. Leider fehlte es an weiteren Material zum erneuten verbinden. Ich weiß nicht wie lange ich das halten kann, aber wenn du dich nicht zu viel bewegst und wir schnell zum Arzt kommen, müßte es reichen. Damit erschien in seiner Hand eine Rolle Verbandsmaterial. Mit geübten Griffen brachte Ayano ihn an.
    Der Gesichtsausdruck von Antonio zeigte Überraschung. Sowas hatte er noch nicht gesehen, sagte aber auch nichts weiter dazu. Auch wenn Tegan Tiere bevorzugte, unbelebte Gegenstände konnte er auch ohne Probleme erschaffen. Nur fehlte ihm da die Herrausforderung. Plötzlich ruckte sein Kopf hoch und in Richtung des gelandeten Black Hawk. Ein drohendes Knurren klang von Ayanos Schulter in die selbe Richtung. Scheiße. Was macht die denn hier. Shin, das wird jetzt weh tun. Los beweg dein Hintern, ich hab keinen Bock der Herlay über den Weg zu laufen. Der Herlay? Ja. Die ist grade mit dem Heli gekommen. Die Augen des Blonden wurden groß, dann biß er die Zähne zusammen und schnell erreichten sie den Mustang. Die Menge hatte sich zum Teil verzogen, zumal auch eins der Tore quasi weggeätzt worden war. Damit war der Weg relativ frei um auch das Fahrzeug hier raus zu bekommen.




    Die Nachricht das Miss Herlay vor Ort war ließ ihn nicht gerade kalt. Shinru wußte wie sein Freund zu der Frau stand. Die Vergangenheit die diese beiden hatten, war nicht gerade rosig. So verfrachtete er seinen Hintern auf die Rückbank des Mustang. Auch er war nicht scharf darauf der Dame zu begegnen, zumal er auch dringend einen Arzt brauchte. Das sah er mitlerweile auch ein. Ayano hingegen drehte sich gerade zu der blonden Mafiabraut um. Sie hatte wohl einen Teil des Gespräches mitbekommen welches sie am Telefon geführt hatte. Mit der Frau willst du dich nicht anlegen. Wenn du sagst wohin wir müssen nehmen wir dich mit. Diamond schien kurz nachzudenken und nahm dann doch das Angebot an. Shinru hatte das Gefühl das sie dies nur widerwillig tat. Überprüfen konnte er das im Moment nicht. Seine Konzentration war völlig dahin und der Blutverlust tat sein übriges.
    Viktor überließen sie Seyrah. Selbst Antonio blieb bei der Geschlechtslosen. Mehr Platz wäre auch gar nicht gewesen. Ayano hatte sich zu ihm auf die Rückbank gesellt und behielt ihn im Blick.
    Tegan hingegen fuhr vorsichtig und nahm auch ein paar Gebäude als Deckung. Nicht weil sie Angst vor Beschuß haben mußten, so verschleierte sein Partner nach und nach den Mustang. Als sie letztlich das Tor passierten war das Auto nicht mehr als Rennwagen zu erkennen sondern eher als Familienkutsche. Diamond gab knappe Anweisungen wohin sie mußten. Sobald sie außer Sichtweite der Kaserne und keine Menschen in der Nähe waren, löste Tegan den Skin des Autos wieder auf. Shinru hoffte das die Mafiafrau nichts davon mitbekommen hatte.
    Es dauerte nicht lange da erreichten sie ihren Bestimmungsort. Diamond bot ihnen ärztliche Versorgung an. Shinru war versucht, doch lehnte er letztlich ab. Nimm mir das bitte nicht übel. Mit nem Warlord wollen wir uns bestimmt nicht einlassen oder in dessen Schuld stehen.
    Die Frau sah ihn zweifelnd an. Ayano rettet da die Situation auf ihre weise. Wenn du magst, hier ist meine Nummer. Ruf mich an wenn es dir wieder besser geht. Dann können wir noch mal über dein Angebot reden. Mit einem Nicken nahm die Frau den Zettel entgegen und sah dann dem sich entfernenden Wagen nach.
    Was soll das für ein Angebot sein? Nicht mal auf den Gedanken konnte er sich richtig konzentrieren. Shinru? Hey bleib wach. Shinru...





    Die Konzentration fiel Tegan nicht leicht. Der Skin auf dem Auto war fast schon zu viel. Nur mußte er durchhalten. Der Verband um den Brustkorb seines Freundes durfte nicht verschwinden bis sie den Arzt erreicht hatten. Die Mafiavize setzten sie ohne Probleme ab, doch kurz danach riß ihn Ayanos drängende Stimme aus seinen Gedanken. Auch er war versucht gewesen das Angebot von Diamond anzunehmen. Nur konnte er ihr da wirklich vertrauen? Sicher ist sicher. Nach diesem Motto waren sie bis jetzt immer klar gekommen. Nur jetzt brauchten sie dringend eine Bleibe. Er fummelte sein Handy aus seiner Tasche und wählte eine Nummer. Relativ schnell wurde abgenommen. Kuro hier. Sorry wenn ich dich störe, aber ich brauch ganz dringend für diese Nacht eine Bleibe und ein wenig Verbandszeug wenn du hast. Er hörte kurz zu. Nein. Shiro. Gib mir zehn Minuten.
    Mitlerweile war er verschwitzt und seine Atmung ging schwer. Nach genau zehn Minuten hielt er vor einem Haus und gemeinsam mit Ayano hieften sie den bewußtlosen Shinru aus dem Mustang. Die Tür sprang auf und Kyle trat ihnen entgegen. Ayano sah den Mann entgeistert an. Dr. Esposito? Doctor? Ja. Er unterrichtet Innere Medizin an der Uni. Tegan war völlig perplex. Er wußte nicht das der Mann ein Arzt war. Ihre Bekanntschafft hatte sich durch die Rettung seiner Kinder ergeben und begann sich zu einer echten Freundschaft zu mausern. Kuro, die Haarfarbe steht dir nicht wirklich. Ist mit dir alles ok? Mittlerweile fiel es Tegan schwer Shinru zu stützen und sein Sichtfeld begann sich einzuschränken. Verdammt. Blackout. Wie lange ist das jetzt schon nicht passiert? Etwas mehr als drei Jahre. Geht schon. Ich brauch bloß Ruhe. Hab mich ein wenig überanstrengt. Leicht schüttelte er den Kopf um die Benommenheit loszuwerden. Hey Ketel, hilf mir mal. Dann tauchte der langhaarige Kerl auf der ihnen die Akte gegeben hatte. Der Mann sagte nichts, griff aber zu.
    Glücklicherweise hatte Kyle soetwas wie eine kleine Praxis im Haus. Schwer atmend ließ sich der Dunkelhäutige auf einen der Stühle fallen die neben der Behandlungsbank standen. Gerade als der Doc den Verband bei Shinru lösen wollte löste sich dieser auf. Blackout. Damit war bei ihm quasi zappen duster. Der Drachen glitt von Ayanos Hals und gesellte sich zu seinem Herrn. Sein Aktionsradius war jetzt massiv eingeschränkt und nur einzelne Berührungspunkte ware stofflich. Kann er sich irgendwo hinlegen? Die Studentin wußte was sie tun mußte. Hinter dem Vorhang. Brauch er noch was? Schwankend raffte sich der Arbitrator auf. Die paar Schritte waren fast zu viel. Es grenzte schon an ein Wunder das er keinen Unfall gebaut hatte und es bis hier her geschafft hatte. Danke Doc. Ruhe reicht. Der Mustang sollte von der Straße. Die letzten Worte waren leicht vernuschelt und dann sank er in tiefen Schlaf.
    Geändert von hakuryu (09.04.2021 um 21:22 Uhr)

  3. #123
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    Ein kurzer Moment der Ruhe kehrte in die kleine Praxis ein. Der Doc schien kurz zu überlegen, ganz wie Ketel. Dieser schüttelte den Kopf.
    „Hat er gerade am Ende echt noch gesagt der Wagen muss von der Straße? Ist ihm die Karre echt mehr Wert als sein eigener Zustand? Nicht zu fassen...“
    Der Arzt ging nun zum verletzten und besah sich dessen Wunde. „Da der Fremdkörper schon raus ist...was brauchst du?“ die Frage klang routiniert. „Frische Verbände, aber die hab ich hier. Hol mir eben schnell sauberes Wasser und einige Tücher um die Wunde zu reinigen.“
    Damit verschwand Ketel kurz in der Wohnung und kam mit ein paar sauberen Tüchern und einem Topf mit ausreichend Wasser darin, wieder zurück.
    Mittlerweile hatte der Doc alles für die Wundversorgung vorbereitet und Ketel stellte ihm den Topf mit dem dampfenden Wasser an die Seite.
    Nach einigen Minuten war dann auch schon alles vorbei. Die Wunde gereinigt, verschlossen und ein neuer Verband war angelegt.
    „Kannst du sie ins Wohnzimmer bringen? Die Couch dürfte bequemer und erholsamer sein als meine Liegen hier in der Praxis...“
    „Du willst die beiden echt in deiner Wohnung unterbringen? Ich weiß ja nicht...“
    „Mach dir keine Sorgen, ich kenne die beiden zwar nicht so lange wie dich, aber lange und gut genug damit ich sie bei mir unterbringe...“ er klopfte Ketel im vorbei gehen gegen den Oberarm und dieser zuckte mit den Schultern.
    „Musst du wissen...“

    Wie von Geisterhand begann sich erst die Praxis selbst wieder aufzuräumen und dann hoben die beiden Bewusstlosen von ihren Plätzen ab. Erst der Versorgte, dann der Erschöpfte.
    Einen vor und den anderen hinter sich her schwebend, ging der Waffenmeister mit ihnen in die Wohnung vom Doc. Linda seine Frau, hatte mit ihrem Mann bereits die Couch vorbereitet und Ketel legte beide vorsichtig darauf ab. Schnell wurden noch 2 Decken über die beiden Männer ausgebreitet, dann ließ man sie allein. Der Rest ging in die Küche.
    Nachdem sich alle gesetzt hatten, schaute der Arzt erst zu seiner Studentin und dann zu Ketel.
    „Dann leg mal los, was verschafft mir die Ehre deines späten, nächtlichen Besuchs? Bei den anderen beiden war es ja offensichtlich, wobei ich mir schon denke dass die Dinge zusammen hängen dürften.“
    Ketel schaute ebenfalls kurz zu der jungen Frau, dann zu Linda und schließlich wieder zum Doc.
    „Tja...wo fangen wir an. Mit dem wichtigsten zu erst. Du erinnerst dich noch an die Sache vor 3 Jahren oder nicht, die Massaker in den Slums?“ ein kurzes nicken war die Antwort. „Nun diese Typen sind scheinbar wieder zurück.“ Ein kurzes aber scharfes Luft holen war von Linda zu hören.
    „Der heutige Abend war ihr Auftakt. Der Ort war die alte stillgelegte Kaserne. Dort hatte diese Rennszene, ihr nächstes Event und sagen wir so, während des Rennens fing man an, mit Sprengmunition auf die Kids zu schießen, wahllos aber doch recht effizient. Viele kamen dabei ums Leben.“ Ketel machte eine kurze Pause, ehe er wieder weiter erzählte. „Durch einige Umstände, hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, mit zweien der 3 Täter mich unterhalten zu müssen. Dabei machten sie keinen Hehl daraus wer sie waren und sind. Folglich vermute ich das in absehbarer Zeit, wieder etwas passieren wird das ihre Handschrift trägt. Folglich rate ich euch schon jetzt zu großer Vorsicht, wenn ihr unterwegs seid und stell dich auf den ein oder anderen weiteren Verletzten ein, je nachdem wo sie wieder zuschlagen werden.

    In der Zeit wo Ketel sprach, verteilte Linda an jeden etwas Tee. Dankend nahm er ihr eine der dampfenden Tassen mit einem Löffel ab. Der Doc unterhielt sich nun mit seiner Studentin, doch da hörte Ketel nicht hin. Zu sehr war er mit einem kleinen Experiment beschäftigt. Er hielt seine Tasse ganz ruhig in beiden Händen. Von außen sah es so aus als starre er hinein. Der Löffel steckte senkrecht, genau in der Mitte der Tasse, scheinbar im Tee fest. Dann ergriff er den Löffel und zog ihn mit samt dem Tee hinaus. Wie ein kleines Kind kichernd und breit grinsend, schaute der Waffenmeister auf sein „Tee am Stil“ und fing vorsichtig an, es abzuschlecken.
    Auf die Blicke der Anderen erwiderte er nur „Was denn…ich hatte halt Bock auf ein Eis. Und Lindas Tee schmeckt immer super, also warum nicht beiden mit einander verbinden? Dabei schleckte er einfach weiter.

  4. #124
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    Den Mann mit den weißen Haaren hatte sie noch nie gesehen. Aber offenbar kannte ihr Mentor den Mann recht gut. Ebenso war sie überrascht das Shinru und Tegan Dr. Esposito kannten. Ihm hingegen ware die richigen Namen der beiden aber nicht bekannt. Das hatte sie sowohl aus dem kurzen Telefonat wie auch seiner Reaktion Tegan gegenüber erkannt. Sie würde auch bei den Namen bleiben, immerhin paßten diese auch einfach zu gut auf die beiden Freunde. Was Ketel dann allerdings tat verwunderte sie dann doch. Er war wohl der Telekinet gewesen der die Kugel entfernt hatte. Sein fundiertes Wissen wer die Angreifer waren ließ sie vermuten das er mehr in der Materie steckte als sie zunächst angenommen hatte. Die Warnung das es noch weitaus schlimmer kommen könnte, nahm sie ernst.
    Linda hatte derweil Tee serviert. Eine ganz andere Zusammenstellung was sie selbst verwendet hätte, aber sehr schmackhaft. Wie kommt es das Sie mit den Jungs zusammen herkommen? Die Frage klang ein wenig überrascht. Naja, Kuro ist mein Freund. Und da er den Mustang hatte war es quasi meine Idee den im Showbereich zu zeigen. Ich wollte auch mal so ein Rennen sehen von denen man so viel hört. Das wir dann auch noch mitfahren mußten war so nicht geplant. So ganz gelogen war die Antwort ja nicht. Nur wie das Ganze zusammenhing mußte auch ihr Mentor nicht wissen. Soso, Ihr Freund also. Die meisten auf dem Campus glauben Ihnen nicht das Sie einen Freund haben da ihr nie gemeinsam zu sehen seit. Aber das mal beiseite, Sie wissen schon das mit ihm was nicht stimmt? Dieser Verband vorhin, kam das von ihm? Ayano sah dem Mann ins Gesicht und versuchte abzuschätzen wieviel sie ihm sagen konnte und was nicht. Ich bin nicht blind junge Dame und Geheimnisse sind bei mir sicher. Sonst wäre der Kerl da schon lange nicht mehr hier. Damit nickte er in Richtung Ketel der irgentwas mit seinem Tee anstellte. Der starrte intensiv in die Tasse. Ja, das kam von ihm. Er ist ein Geisterbeschwörer. Uns ist das Verbandsmaterial ausgegangen. Kuro hat sich einfach nur verausgabt. Der Tag war sehr lang heute und gerade die letzten drei Stunden haben ihm eine Menge abverlangt. Freiwillig hätte er den Verband nicht aufgelöst und Sie hätte nichts weiter mitbekommen. Ich glaube wenn er Ihnen nicht vertrauen würde, dann wäre er lieber einfach so umgekippt ohne nach Hilfe zu fragen. Dann ist diesen blaue durchsichtige Ding auch seins? Ich konnte es kaum noch sehen als es von Ihrem Hals verschwand.
    Ayano lächelte. Ja das ist er. Ryu ist da etwas Besonderes. Aus dem Nebenzimmer war ein hörbares Knurren zu vernehmen. Der Ton klang eindeutig frustriert. Der Kleine ist es nicht gewohnt nicht umherstreifen zu können. Er beschwert sich gerade das er nicht bei mir sein und auf mich aufpassen kann. Mich wundert es aber das er immer noch da ist. Eigentlich dürfte er das nicht, Kuro ist bewußtlos und somit nicht mal unbewußt in der Lage ihn aufrecht zu halten. Sie scheinen eine Menge über Arbitratoren zu wissen Miss Grigori. Naja, ich habe micht lange damit beschäftigt um ihm helfen zu können wenn er selbst mal welche braucht. Ich habe den beide eine Menge zu verdanken und ich liebe ihn von Herzen. Seine selbstlose Art und die Ruhe die er ausstrahlt. Er hat mich aus dem Tief geholt und mir gezeigt das es auch eine andere Sorte von Mann gibt. Dann halten sie an ihm fest. Er ist ein sehr guter Mann. Wenn er und Shiro nicht gewesen wären, würden meine Kinder heute nicht mehr leben. Wir sollten bei Shiro noch eine Infusion anhängen um den Blutverlust auszugleichen. Kuro braucht wirklich nichts weiter? Er meinte nicht. Falls sie aber noch eine Glukoselösung hätten wäre die nicht schlecht. Ich würde die Infusionen auch anlegen. Kyle nickte, doch ein kindliches Kichern lenkte die Aufmerksamkeit wieder auf Ketel. Der hatte es irgendwie geschafft seinen heißen Tee in ein Eislolly zu verwandeln. Er ist doch Telekinet, wie hat er das denn gemacht?
    Was denn…ich hatte halt Bock auf ein Eis. Und Lindas Tee schmeckt immer super, also warum nicht beiden mit einander verbinden? Die Frau des Artzes stemmte resolut die Arme in die Seite und schaute Ketel mit einem Funkeln in den Augen an. Der Tee sollte aber heiß getrunken werden. Wenn du ein Eis haben willst, sag das doch gleich. Kettel meinte dann nur was von einem kleinen Experiment und schleckte genüßlich weiter seinen Eistee.
    Dr. Esposito verschwand kurz noch mal in seiner Praxis. Als er wiederkam hatte er einen Infusionsbeutel und das nötige Equipment zum anlegen dabei. Leider nur Kochsalz für Shiro. Glukose ist hier draußen rar und meine Praxis klein. Er wird wohl kräftig essen müssen wenn er aufwacht. Hab ihn kaum erkannt, ist das dein Werk? Mit geübtem Griff und unter seiner Aufsicht legte die Studentin den Zugang und stöbselte die Infusion bei Shinru an. Ja das war ich. Mit der Haarfarbe hab ich es wohl ein wenig übertrieben. Aus bestimmten Gründen war das nötig. Es gibt da wohl einige Leute die gern wüßten wo er sich aufhält. Nach der nächsten Dusche sieht er wieder normal aus. Ist das so in Ordnung? Der Arzt sah sich ihre Arbeit an und nickte anerkennend. Sie hatte immer alles Wissen aufgesaugt wie ein Schwamm und hatte auch noch ein gutes und vor allem ruhiges Händchen.

    Ein frustriert klingendes Grummeln ließ beide zu Tegan sehen. Der Taschendrache saß aufrecht auf der Brust seines Herrn und war zwar flimmernd aber gut sichtbar. Sein Blick war traurig als er zwischen den beiden Arbitratoren hin und her sah. Dann sprang er von der Couch und stiefelte auf Kyle zu um sich wie ein Katze an seine Beine zu schmiegen. Anders als Antonio zuckte der Mann nicht zurück. Er ging in die Hocke und strich langsam über den gehörnten Kopf. Überrascht sah er dann seine Studentin an. Unglaublich. Jede Schuppe ist zu spüren auch wenn man eindeutig durch ihn hindurch schauen kann. Ein selbstzufriedenes halbes Mauzen war die Reaktion der Geisterscheinung. Zielstrebig wanderte er Richtung Küche, doch kam er nicht weiter als zwei Schritte durch die Tür. Ein verdutzter Ausdruck in dem kleinen Drachengesicht brachte den Mann und die Frau zum lachen. Ryu drehte um ging ein paar Schritte zurück und versuchte es dann erneut, allerdings mit dem selben Ergebnis. Sobald er den Punkt erreicht hatte trat er nicht etwar auf der Stelle, vielmehr verlor er an Substanz und schien sich völlig aufzulösen. Kann es sein? Tegan hatte mal was erwähnt. Sie schritt die Distanz von der Couch bis zum besagten Punkt von Ryu ab. Sind ungefähr drei Meter. Was? Ich denke weiter kann er nicht weil er sonst verschwinden würde. Er ändert weder Größe, Form noch Farbe. Bei mir sieht er sonst ganz anders aus. Das kann er? Fazinierend. Bleib hier und paß auf die beiden auf, ja? Ein bestätigender Laut war zu vernehmen und schon platzierte sich Ryu zwischen den Männern mit Blick zu Tür.
    Gemeinsam mit ihrem Mentor gingen sie zurück in die Küche. Kann man ihm vertrauen? Dabei deutete sie mit einer leichten Kopfbewegung auf den Telekineten der gerade das restliche Teeeis vom Löffel lutschte. Die Frage war laut genug gestellt das Ketel sie gehört haben mußte und auch der Zweifel in der Stimme von Ayano war nicht zu überhören.

  5. #125
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    Natürlich hatte Ketel die Frage der jungen Frau gehört. Und natürlich hatte er mit ihr gerechnet. Daher blickte er erst zum Doc, um ihm zuvor zu kommen, um dann zur jungen Frau zu blicken. Er ließ zunächst jedoch vorsichtig, die Tasse zur Spüle rüber schweben und stellte sie ab. Dann lehnte er sich im Stuhl zurück.
    "Ob man mir vertrauen kann, kann dir niemand sagen, dass musst du oder besser ihr.." er nickte in Richtung der beiden ruhenden Männer "...selber entscheiden. Denn nur weil Linda und der Doc mir trauen, heißt das nicht dass ihr es tun werdet. Lass mich dir auch sagen, dass ich eine Art und Weise lebe die nicht jeder versteht. Nicht mal der Doc weiß wo ich lebe und wir kennen uns nun schon seid 6 Jahren. Wenn er mich aber braucht, bin ich da. Es gibt Mittel und Wege mich zu erreichen, nur eben keine Direkten." Ketels Gesicht wirkte zwar freundlich, doch auch nachdenklich nach diesen Worten.
    Er drehte seinen Kopf zu Seite. Und schaute entschuldigend zu Linda.
    "Tut mir Leid dass mit dem Eis..."
    "Ach hör auf...du magst es doch einfach mit deinen Fähigkeiten ein wenig anzugeben..." meinte sie grinsend und stemmte wieder die Hände in die Hüfte.
    Man konnte ihm ansehen das er ein Grinsen versuchte zu unterdrücken.
    Ketel blickte an ihr vorbei und sah eine Kaffeekanne die dort scheinbar noch vom Frühstück stand.
    "Ist da noch was drin?"
    "Ja...ist aber schon lange kalt..." meinte der Doc.
    "Macht nix, ich hatte schon so lange keinen richtigen Kaffee mehr..."
    Er stand einfach auf und ging zu Linda rüber. Er nahm seine benutzte Tasse und goss sich etwas kalten Kaffe ein.
    Mit der Tasse ging er dann wieder an seinen Platz zurück.
    Nachdem er sich gesetzt hatte, nahm er einen ersten Schluck aus der nun dampfenden Tasse. Noch während er trank blickte er durch den Dampf die junge Studentin an.
    Er nahm die Tasse wieder vom Mund und meinte
    "Wie gesagt, ob mir, dir, euch, irgend jemand vertraut, brauchst du niemanden fragen. Das muss jeder immer für sich selbst entscheiden. Ich für meinen Teil, stehe euch neutral gegenüber. Eigentlich wäre ich misstrauisch wegen den beiden Kerlen die sich ausruhen, aber da die beiden nichts mit diesen Typen zu tun zu habenscheinen...bleib ich bei neutral."

  6. #126
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    Diamond blickte den Jungs noch nach Ehe das Fahrzeug langsam aus ihrem Sichtfeld verschwand. Dass sie nicht wirklich an ihrem Stützpunkt war, brauchte Ayano nicht wissen. Sie verständigte per Funk ein Abholkommando doch anstelle dessen, hielt plötzlich eine schwarze Limousine an. Die Fensterscheibe wurde herutergefahren.

    Man konnte förmlich an ihren Gesichtszügen lesen, dass der Fahrer des Fahrzeugs nun der letzte war mit dem Diamond zu tun haben wollte. Auf dessen Forderung stieg sie ein. Ihr wurde eine Akte auf den Schoß geworfen welche sie umgehend öffnete. Viel war nicht ersichtlich. Einzig das Abbild diverser Drohnen erregte ihre Aufmerksamkeit.

    Die Anschuldigungen von Luca waren plausibel. Es waren eindeutig ihre Drohnen. Man konnte förmlich sehen, dass ihr Hirn arbeitete. Nachdem ihr Gegenüber seinen letzten Satz beendet hatte, ergriff Diamond das Wort. Sie versuchte halbwegs normal zu klingen und nicht ihre ganze Wut an Luca auszulassen, erwies er sich doch in der Vergangenheit mehr als nur nützlich.

    „Das letzte was ich will, ist ein Bandenkrieg oder ein Aufstand von irgendwelchen Trotteln, die meinen den Ernst der Lage nicht zu erkennen“. „Was glaubst du wohl passiert, wenn sich weitere Insekten den Weg aus ihren Löchern graben, Chaos, und Chaos ist schlecht für das Geschäft“.

    Ihre Augen ruhten weiterhin auf den Drohnen. Ihr Zeigefinger tippte immer wieder auf dem Blatt Papier. „Einverstanden.. doch ich habe eine Bedingungen“, Luca hob eine Augenbraue. „Da ich nur bruchstückhafte Informationen über deine Abteilung habe, erzählst du mir alles, was du weißt, was habt ihr für Anhaltspunkte über die Elite, wie viele von ihnen laufen noch in den Slums herum und sind eine tickende Zeitbombe“.

    „Und vor allem möchte ich Zugriff auf Akten von Psycorp und dem Odysseus Fall“. „Ich überlasse dir den Verräter aus unseren Reihen doch ich möchte bei dem Verhör dabei sein, dafür können wir einige unserer Büros benutzen“. „Niemand wird eine Spur zu dir finden... doch erstmal muss dieses Individum gefasst werden“. „Es ist bedauerlich, dass es soweit gekommen ist“.

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